Göttinger Agrarökonom Qaim zum Mitglied der Leopoldina gewählt

Der Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim gehört nun auch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina an. Er ist der erste Agrarökonom in dem 1.500 Mitglieder starken Wissenschaftsverbund.

Prof. Dr. Matin Qaim (Bildquelle: Universität Göttingen)

Der Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim gehört nun auch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina an. Er ist der erste Agrarökonom in dem 1.500 Mitglieder starken Wissenschaftsverbund.
 
Prof. Dr. Matin Qaim vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen wurde kürzlich zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ gewählt. Die Akademie bearbeitet unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht, vermittelt die Ergebnisse der Politik und der Öffentlichkeit und vertritt diese Themen national wie international.
 
Qaim ist einer der ersten Agrarökonomen überhaupt, der zum Mitglied der Leopoldina gewählt wurde. Er wird für seine Forschung in den Bereichen Welternährung und nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft ausgezeichnet.
 
Für Aufsehen hatte die Leopoldina mit ihrem Ende Mai veröffentlichten Diskussionspapier „Der stumme Frühling – Zur Notwendigkeit eines umweltverträglichen Pflanzenschutzes“ gesorgt. Darin fordern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler umfassendere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel, um ihre Auswirkungen auf die Umwelt besser zu kontrollieren.
 
Die Leopoldina ist eine der ältesten Wissenschaftsakademien der Welt und wurde 1652 gegründet. Zu Mitgliedern werden Personen gewählt, die sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen auszeichnen. Derzeit gehören ihr rund 1.500 Mitglieder aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und zahlreichen weiteren Ländern an.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich Roettger

Sehr gute Wahl

Schön , dass die Leopoldina endlich einen Agrarexperten in ihren Reihen hat. Es sollten sich Experten nicht zu fachfremden Gebieten äussern.Ansonsten ergeben sich Aufsätze wie " der stille Frühling" , ohne auch nur einen Fachmann.

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