Griechische Landwirte blockieren Grenzen

In Griechenland protestieren die Bauern derzeit mit Blockaden gegen die Sparmaßnahmen der Athener Regierung. Sie fordern angesichts der Krise auf den Agrarmärkten staatliche Zuschüsse und Steuererleichterungen. So versperrten sie jüngst mit ihren Traktoren Verkehrsadern und die beiden wichtigsten Grenzübergänge nach Bulgarien.

In Griechenland protestieren die Bauern derzeit mit Blockaden gegen die Sparmaßnahmen der Athener Regierung. Sie fordern angesichts der Krise auf den Agrarmärkten staatliche Zuschüsse und Steuererleichterungen. So versperrten sie jüngst mit ihren Traktoren Verkehrsadern und die beiden wichtigsten Grenzübergänge nach Bulgarien. An den Grenzen zur Türkei und Albanien kam es zu langen Staus. Auf der Insel Kreta gab es Ausschreitungen und Schlepper-Blockaden. Bereits Anfang 2009 führten Landwirte ähnliche Proteste durch, die ihnen von der damaligen konservativen Regierung das Zugeständnis über 500 Mio. Euro aus dem griechischen Staatshaushalt einbrachten. Diese Gelder wurden von der Europäischen Kommission bislang aber noch nicht genehmigt. Eine Entscheidung hierzu wird im Verlauf dieser Woche erwartet. Bulgarien hat unterdessen einen Brandbrief an die EU-Kommission geschrieben, weil sich das Land im freien Warenverkehr eingeschränkt fühlt. Die Verluste der Logistikunternehmen würden 3 Mio. Euro betragen, die Bulgarien nun entschädigt haben möchte. EU-Industriekommissar Günther Verheugen antwortete daraufhin, solche Forderungen seien eine bilaterale Angelegenheit zwischen Bulgarien und Griechenland.

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