Landwirtschaftstagung der Evangelischen Akademie Loccum

Große Koalition hat keine einheitliche Linie für die Zukunft der Direktzahlungen Premium

Die Große Koalition hat noch keine gemeinsame Position zur Zukunft der GAP. Die CDU/CSU hält weiterhin an gut ausgestatteten Direktzahlungen fest. Die SPD ist dagegen für eine weitgehende Umstrukturierung der 1. und 2. Säule.

Union und SPD haben noch keine gemeinsame Position für die Umsetzung der Vorschläge der EU-Kommission für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 in Deutschland. Das wurde am vergangenen Wochenende bei der abschließenden Podiumsdiskussion bei der traditionellen Landwirtschaftstagung der Evangelischen Akademie Loccum deutlich. „Der generelle Ansatz der GAP, mit der Einkommensstützung in der 1. Säule und der Bedienung der gesellschaftlichen Leistungen in der 2. Säule ist auch in Zukunft richtig und notwendig“, betonte Albert Stegemann, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU im Bundestag. Die EU-Kommission müsse bei der Genehmigung der nationalen Strategiepläne aber darauf achten, dass die Ausgestaltung der Direktzahlungen und die geltenden Standards im Wesentlichen in der EU vergleichbar blieben, damit es nicht zu neuen Wettbewerbsverzerrungen komme. Angesichts des durch den Brexit schrumpfenden EU-Haushalt und der neuen Herausforderungen für Forschung, Klimaschutz und Sicherung der EU-Außengrenzen werde der Agrarhaushalt unter Druck kommen. „Deshalb dürfen wir die Anforderungen an die neue GAP nicht überdrehen“, warnte Stegemann; gerade auch vor der berechtigten Sorge, dass die Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich Direktzahlungen und Standards nicht zu groß werden dürfen. SPD will Direktzahlungen umbauen Die SPD, Koalitionspartner der Union im Bund, hängt dagegen weitaus weniger stark an der Einkommensförderung über Direktzahlungen. „Wir wünschen uns eine mutige GAP-Reform, bei der wir die Zukunft der Landwirtschaft ganzheitlicher sehen und die Spielräume nutzen, die die EU-Kommission den Mitgliedstaaten einräumt“, ist Rainer Spiering, agrarpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag, ...

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Artikel geschrieben von

Dr. Ludger Schulze Pals

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Jeder legt noch eine Schippe drauf, was die Prämien alles bringen müssen!

Die Ideologen sollen alle gerne mit bedient werden, wenn der Bauer schon etwas "extra" bekommt! Die Prämien sollten uns auf den Weltmarkt vorbereiten, damit wir unseren Lebensstandard halten können, das wird total ausgeblendet! Man kann das Geld nur einmal ausgeben, aber alle wollen, dass es für deren Belange ausgegeben wird. Die Prämie hat längst eine Unterstützungsfunktion bei den Pachten, und die Werterhaltung der Immobilie Land!

von Bernhard ter Veen

dazu kann man nur eines sagen...

WEG mit der GAP. Lasst uns ENDLICH wieder Landwirte sein, das tun was wir können und ALLE von der Pieke auf gelernt und gelebt haben. Stellt uns nicht noch länger als Tierquäler und Umweltvergifter und Klimakiller der -wohlgemerkt- Nation dar. Packt EURE Kartons mit EUREN Wahnwitzigen Dokumentengängelei und EURE Drehstühle, und geht dahin wo der Pfeffer wächst. Wer soviele Menschen ins Verderben uns soviel Kapital vernichtet hat wie diese EU-GAP- Lobbyisten gesteuerten und NGO getriebenen VERSAGER und MITESSER verdiehnt nicht mal das der Steuerzahler ihm noch eine Rente gewährt. Ach ja- die bekommen ja Pension. ...noch schlimmer.

von Anton Obermeier

Ökoleistungen

Warum schlägt die SPD nicht vor einen Teil, sagen wir 25%, der Beamtengehälter( inkl. Politiker) von Ökoleistungen abhängig zu machen. Etwa Verzicht auf Auto, Flugreisen, Lebensmittelverschwendung. Natürlich müsste das regelmäßig durch Vorortkontrollen und eine völlig überbordende Aufzeichnungspflicht überprüft und bei Zuwiderhandlung massiv bestraft werden. Das wäre mal ein Beitrag zum Umweltschutz.

von Gregor Grosse-Kock

SPD

Herr Spiering ein Werkzeugmacher und Berufsschulleher. Haben Sie und auch alle anderen einen Sachkundenachweis? Wie kann man überhaupt auf soviel anstößiges in der Sache kommen. Unsere Leistungen für die Nation und auch für die EU, GAP ist mehr als erbracht. Schaut mal unsere Einkommen an: und dann noch Fragen! Wenn dann auch noch für die Tierhaltung EU Geld verschwendet wird, wird jeder Marktpreis ausgehebelt. Siehe Tierwohl bei Schweine!!!

von Jörg Meyer

Agrarpolitik verkommt zum Spielball der Ideologen

Verganer, Vegetarier, Tierschützer, Umweltschützer, sonstige NGOs und viele andere Lobbyisten streiten um die Ausrichtung der Apo und der damit verbunden Geldströme. Hinzukommt das Problem der politischen Ökonomie, sprich des Wählerstimmenmaximierens der Parteien, unabhängig jeder wissenschaftlicher Basis, früher nannte man dieses Populismus. der Begriff greift aber heute zu kurz. Im Ergebnis versucht man in machtvollen überschaubaren Gruppen für die nächsten Jahre zu bestimmen was produziert werden soll und vor allem wie, dabei stehen, so mein eindruck nicht mehr die aktiven und vor allem jungen Landwirte im Vordergrund. Wenn die Landwirtschaft wirklich die Bedeutung hat für die Gesellschaft, wie es bei all den öffentlichen Diskussionen den Eindruck vermittelt, dann müssen wir junge , motivierte, intelligente Menschen für die Landwirtschaft begeistern und diese haben Ansprüche an die Arbeitsplatzqualität, an das Einkommen, die Arbeitsbelastung und an der gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Tätigkeit! Über nichts von all dem wird hier diskutiert,. so dass zum Schluss nur noch der "Bodendsatz" der jungen Menschen sich für die Landwirtschaft begeistern wird bzw. dort mangels Alternativen so "reinrutscht" . Die Bürokraten wird es freuen sie werden in Zukunft viel mehr kontrollieren müssen, weil nur noch die wenigsten all das anwenden können was gefordert wird in Zukunft! Leider !!!

von Jörg Meyer

Agrarpolitik verkommt zum Spielball der Ideologen

Verganer, Vegetarier, Tierschützer, Umweltschützer, sonstige NGOs und viele andere Lobbyisten streiten um die Ausrichtung der Apo und der damit verbunden Geldströme. Hinzukommt das Problem der politischen Ökonomie, sprich des Wählerstimmenmaximierens der Parteien, unabhängig jeder wissenschaftlicher Basis, früher nannte man dieses Populismus. der Begriff greift aber heute zu kurz. Im Ergebnis versucht man in machtvollen überschaubaren Gruppen für die nächsten Jahre zu bestimmen was produziert werden soll und vor allem wie, dabei stehen, so mein eindruck nicht mehr die aktiven und vor allem jungen Landwirte im Vordergrund. Wenn die Landwirtschaft wirklich die Bedeutung hat für die Gesellschaft, wie es bei all den öffentlichen Diskussionen den Eindruck vermittelt, dann müssen wir junge , motivierte, intelligente Menschen für die Landwirtschaft begeistern und diese haben Ansprüche an die Arbeitsplatzqualität, an das Einkommen, die Arbeitsbelastung und an der gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Tätigkeit! Über nichts von all dem wird hier diskutiert,. so dass zum Schluss nur noch der "Bodendsatz" der jungen Menschen sich für die Landwirtschaft begeistern wird bzw. dort mangels Alternativen so "reinrutscht" . Die Bürokraten wird es freuen sie werden in Zukunft viel mehr kontrollieren müssen, weil nur noch die wenigsten all das anwenden können was gefordert wird in Zukunft! Leider !!!

von Jörg Meyer

Agrarpolitik verkommt zum Spielball der Ideologen

Verganer, Vegetarier, Tierschützer, Umweltschützer, sonstige NGOs und viele andere Lobbyisten streiten um die Ausrichtung der Apo und der damit verbunden Geldströme. Hinzukommt das Problem der politischen Ökonomie, sprich des Wählerstimmenmaximierens der Parteien, unabhängig jeder wissenschaftlicher Basis, früher nannte man dieses Populismus. der Begriff greift aber heute zu kurz. Im Ergebnis versucht man in machtvollen überschaubaren Gruppen für die nächsten Jahre zu bestimmen was produziert werden soll und vor allem wie, dabei stehen, so mein eindruck nicht mehr die aktiven und vor allem jungen Landwirte im Vordergrund. Wenn die Landwirtschaft wirklich die Bedeutung hat für die Gesellschaft, wie es bei all den öffentlichen Diskussionen den Eindruck vermittelt, dann müssen wir junge , motivierte, intelligente Menschen für die Landwirtschaft begeistern und diese haben Ansprüche an die Arbeitsplatzqualität, an das Einkommen, die Arbeitsbelastung und an der gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Tätigkeit! Über nichts von all dem wird hier diskutiert,. so dass zum Schluss nur noch der "Bodendsatz" der jungen Menschen sich für die Landwirtschaft begeistern wird bzw. dort mangels Alternativen so "reinrutscht" . Die Bürokraten wird es freuen sie werden in Zukunft viel mehr kontrollieren müssen, weil nur noch die wenigsten all das anwenden können was gefordert wird in Zukunft! Leider !!!

von Wilhelm Grimm

Die Erzeugung von Nahrung ist keine gesellschaftliche Leistung,

behaupten einflussreiche Politiker.

von Klaus Fiederling

Sagen A, meinen B, schreiben C und D wäre richtig gewesen!

Macht die Bauern endlich zu dem, was sie eigentlich sein sollten: FREIE UNTERNEHMER! Hierbei spielt zunächst einmal eine vollkommen untergeordnete Rolle, ob wir von BIO oder einer konventionellen Wirtschaftsweise sprechen; produziert wird, was der Markt -König Kunde- fordert, demnach also sowohl Lebensmittelerzeugnisse wie auch NON-FOOD-Produkte, um das gigantische Wegwerfpotential schleunigst einzudämmen. // Befreit endlich sämtliche Bauern von der mittlerweile existenzvernichtenden Knute des Staates! Die gegenwärtig aufoktroyierten Zwänge existierten auf den heute größten Betrieben zu Zeiten vor 1989 auch schon. Wohin führte eine solche Knebelei schlussendlich aber? Heute fungiert dieselbe vorwiegend als Totengräber kleiner Familienbetriebe. Schaut euch in eurem stillen Kämmerlein die Statistiken der vergangenen 3 Dekaden an, wie rasant die LW geschrumpft ist. Soll diese Entwicklung anhaltend forciert bleiben!? - Nur noch entsetztes Kopfschütteln angesichts solch fataler Ignoranz, offenbart in einer wirklich vollkommen hilflosen geistigen Starre!!!

von Heinrich Esser

Warum will man die Bauern in der Abhängigkeit der Direktzahlungen belassen?

Es wird Zeit, dass man versucht die Landwirte unabhängig von den Direktzahlungen werden zu lassen. Erstens haben nur die Landbesitzer was davon, zweitens werden damit immer wieder neue Auflagen rechtfertigt und drittens drücken diese die Preise. Beim Landwirt selbst sorgt dies bestenfalls für ein Nullsummenspiel. Mal ganz abgesehen von den unfairen Verteilung mit der Gießkanne. Wenn schon Direktzahlungen, dann bitte die gleiche Summe für jeden Bauern mit Hof, die Haupterwerbsbetriebe etwas mehr, die Nebenerwerbsbetriebe etwas weniger. Das hielte ich für ein deutlich gerechteres System.

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