Grüne Woche soll Digitalisierung der Landwirtschaft anschieben

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erhofft sich einen Wissens- und Vernetzungsschub zur Digitalisierung der Landwirtschaft von der Grünen Woche. Der Ländliche Raum soll nicht hinter urbanen Räumen anstehen. Bauernpräsident Rukwied kann den langsamen Ausbau des Internets in Deutschland nicht verstehen.

„Digitalisierung ist mehr als 5 G“, sagte Klöckner. Dennoch brauche es zweifellos „schnelles und schnellstes Internet“ für die Anbindung aller Haushalte im Ländlichen Raum und für die Anwendungen in der Land- und Forstwirtschaft. Die Bundeslandwirtschaftsministerin will auf der Grünen Woche vor allem ihre Initiative der Digitalen Testfelder präsentieren, wo verschiedenste Anwendungen in allen Bereichen der Landwirtschaft ausprobiert und evaluiert werden.

Hebel für Kostenersparnisse und Ressourcenschutz

„Der Ländliche Raum fühlt sich als Kompensationsraum“, sagte Klöckner. Das betreffe die Erzeugung von Erneuerbaren Energien oder die Vorhaltung als Erholungsraum. „Wenn es aber um schnelles Internet geht, sind sofort die Städte im Blick“, sagte Klöckner. Das müsse sich ändern. Für Klöckner ist die Digitalisierung der Hebel um für die Landwirtschaft Kostenersparnisse zu bringen und den Ressourcenschutz zu verbessern. Auf der Grünen Woche und beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) will Klöckner bei den vielen Fragen zur Digitalisierung der Landwirtschaft voran kommen. International strebt sie einen Digitalrat auf UN-Ebene an, der sich gerade um den Themenkomplex Digitalisierung der Landwirtschaft kümmert.

"5G an jedem Milchtank"

Bauernpräsident Joachim Rukwied bezeichnetet die Digitalisierung als entscheidend für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe, aber auch für die Zukunft des gesamten ländlichen Raumes. Dafür sei es zwingend, schnelles Internet flächendeckend zur Verfügung zu stellen. „Wir brauchen 5G an jedem Milchtank“, forderte der DBV-Präsident. Die dafür ins Feld gebrachten Kosten von 70 Mrd. € hält Rukwied für vorgeschobenen. Den Ländlichen Raum mit schnellem Internet zu versorgen, ginge auch mit wesentlich geringeren Kosten, sagte er.

Als Grüner Cheflobbyist beim Bayer-Konzern

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

5 G ist supercwichtig

Wenn bei uns die Fahrradtourosten sich in den Wirtschaftswegen hinlegen bzw.stürzen, so können sie wenigstens dennRwttungsdienst selber noch anrufen! Frau Klöckner sollte das wesentliche nicht aus den Augen verlieren..... ich warte immer noch auf ein Ergebnis der Sektoruntersuchung bzw. die von ihr geforderte Branchenlösung. Der Paragraph 148 wird ebensowenig umgesetzt wie die Neuregelung der Milchgüteverordnung mit dem Umrechnungsfaktor 1:1,03. denn dahinter verstecken sich unsere Molkereien ja all zu gern

von Matthias Zahn

Superwichtig! Schnelles Internet!

Eines der Kernprobleme der Landwirtschaft. Super das Ruckwied hier klare Worte spricht! Jetzt wird alles besser! ;-)

von Christian Aukamp

Marode Strassen und 5G

der ländlichen Raum könnte auch erst eine Sanierung der maroden Straßen und Brücken gebrauchen! Dazu eventuell Glasfaser in jeden Haus und bei jedem Gewerbetreibenden(schnellstes Internet) - das wäre ein Schritt nach vorn ! Flächendeckende 5g Stationen im Rastermaß von wenigen hundert Metern sind allein schon wegen der Kosten aber auch wegen gesundheitlicher Aspekte für Mensch und Tier (Sendeleistung im Mikrowellenbereich) fraglich.

von Steffen Hinrichs

Die Digitalisierung macht nicht satt !

Die Politik und der DBV lenken nur wieder ab ! Wir brauchen jetzt noch eher kostendeckende Preise gründete nachhaltigen Lebensmittel ,wenn man uns doch auf die Kosten der Dürre sitzen läßt und seine Versprechungen nicht nachkommt .

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