Grüner Ratsherr feiert Forstunfall als „Strafe der Natur“

Bei Baumfällarbeiten in Holzhausen ist Montagnachmittag ein 54-jähriger Mann schwer verletzt worden. Für wütende Reaktionen sorgt jetzt ein Kommentar des Grünen Ratsmitglied Tobias Demircioglu. Er hatte bei Facebook kommentiert: „Tja, das ist die Strafe der Natur! Bäume wehrt Euch! Pech gehabt“.

Bei Baumfällarbeiten in Holzhausen ist Montagnachmittag ein 54-jähriger Mann schwer verletzt worden. Zwar fiel der Stamm wie vorgesehen, allerdings brach die Krone in entgegengesetzter Richtung ab und traf einen 54-Jährigen. Der Mann zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Nach Informationen der Neuen Osnabrücker Zeitung soll er inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr schweben.

Für wütende Reaktionen sorgt allerdings jetzt ein Facebook-Beitrag des Grünen Georgsmarienhütter Ratsmitglied Tobias Demircioglu. Er hatte den Unfall wie folgt auf seinem privaten Profil kommentiert: „Tja, das ist die Strafe der Natur! Bäume wehrt Euch! Pech gehabt“.

Aufgrund der massiven Kritik stellte er später klar, er habe nur aufrütteln wollen. „Ich bin natürlich erschüttert über den Unfall und traurig, dass ein Mensch zu Schaden gekommen ist“, sagte das Mitglied der Grünen auf Nachfrage der Zeitung am Mittwoch. So habe er zu keiner Zeit den schwer verletzten Forstarbeiter in seiner Ehre beziehungsweise in seiner Tätigkeit herabwürdigen wollen. „Ich wollte lediglich mit diesem Beitrag und meines privaten Kommentars die Bevölkerung wachrütteln, dass die bei uns gängige praktizierte Forstwirtschaft nicht im Einklang mit der Natur stattfindet“, heißt es weiter.

Seinen Kommentar bei Facebook habe Demircioglu im Rahmen einer freien Meinungsäußerung getätigt und von ihm als Privatperson geäußert. Der Politiker ist zudem Pressesprecher des regionalen Greenpeace-Ablegers.
Konsequenzen abseits kritischer und beleidigender Kommentare befürchtet Demircioglu indes nicht. Seine Parteikollegen stellten jedoch klar, dass der Kommentar nicht die Meinung der Fraktion und auch nicht die Meinung des Ortsverbandes wider spiegele, so die Grünen gegenüber der NOZ.


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