FDP Niedersachsen

Grupe hält weiteren Verzug bei Wolfspolitik für nicht akzeptabel

Nach einer Debatte im niedersächsischen Landtag geht FDP-Agrarsprecher Hermann Grupe mit Umweltminister Lies hart ins Gericht. Dieser habe beim Thema Wolfspolitik keinen Erfolg vorzuweisen.

Im Rahmen einer Dringlichen Anfrage der FDP-Fraktion hat der Niedersächsische Landtag am Donnerstag über den Umgang mit dem Wolf debattiert.

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, warf dabei der niedersächsischen Landesregierung Handlungsunfähigkeit im Zusammenhang mit dem Wolf vor. „Obwohl die Probleme mit dem Wolf weiterhin enorm sind, werden die Menschen, die davon betroffen sind, alleine gelassen. Minister Lies spricht zwar ständig davon, dass etwas passieren muss, schiebt die Verantwortung dafür, dass dies nicht geschieht, aber entweder nach Berlin ab, oder bleibt bei reinen Lippenbekenntnissen. Seine Untätigkeit wird vor Ort mittlerweile zu Recht als eklatantes Staatsversagen wahrgenommen“, so Grupe.

Weder sei der Rodewalder Rüde entnommen worden, noch gäbe es die angekündigte Wolfsverordnung. Grupe: „Der Minister hat eindrücklich unter Beweis gestellt, dass er nach wie vor keinerlei konkrete Vorstellung hat, wie solch eine Wolfsverordnung aussehen könnte. Es könnte helfen, wenn er sich den Antrag meiner Fraktion noch einmal ansieht, denn da ist solch eine Verordnung klar formuliert.“

Nach eigenen Angaben lägen dem Ministerium mehr als 500 Anträge auf Zuschüsse für Wolfsschutzmaßnahmen, wie Spezialzäunen, vor. Minister Lies habe einräumen müssen, dass die Bearbeitung dauere und dass er selbst sich einfachere Verfahren wünschen würde. „Wenn der Minister, der die Verfahren ändern könnte, sich darauf beschränkt, sich zu wünschen, dass sie sich von alleine ändern, grenzt das an Arbeitsverweigerung“, erklärt Grupe weiter.

Dazu passe auch die Gesamtbilanz beim Thema Wolf. „Vorzuweisen hat Minister Lies keinen einzigen Erfolg. Die Zahl der Entnahmen liegt bei Null, die der lange versprochenen Besenderungen ebenso. Ein weiterer Verzug ist nicht akzeptabel“, kritisiert Grupe abschließend.

Soviel Stickstoff und Phosphor gelangt aus Kläranlagen in Oberflächengewässer

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Ahrend Höper

...grenzt das an Arbeitsverweigerung“

nein, es ist Arbeitsverweigerung was SPD Landwirtschaftsminister in Niedersachsen betreibt! Aber warum sollte er wohl etwas gegen den Wolf unternehmen? Die Geschädigten sind sowieso keine SPD Wähler und er würde von seiner Oberin der SPD eine Abmahnung erhalten. Es geht doch nur noch um grüner als die Grünen zu sein!

von Erwin Schmidbauer

Weidetierhaltung hat gesellschaftlich nichts zu melden

So lange nichts gravierendes passiert (Verletzung oder gar Tod eines Menschen) wird sich nichts tun. Die Tiere der Landwirte sind Freiwild für den Wolf und die kleine Minderheit der Weidetierhalter hat keine gesellschaftliche Relevanz.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen