Hendricks stoppt Bauernregeln-Plakate und entschuldigt sich per Video Premium

Erfolg für die Bauern: Das Bundesumweltministerium zieht seine umstrittene Bauernregel-Kampagne zurück und wird die Reime entgegen der ursprünglichen Absicht nicht plakatieren. Stattdessen wird man im Internet informieren. Ministerin Barbara Hendricks will sich bei den Bauern entschuldigen, berichtet Agra Europa.

Update 10.2.2017: Nach der deutlichen Kritik an der Plakatkampagne "Neue Bauernregeln" hat das Bundesumweltministerium am Donnerstag entschieden, die Reime entgegen der ursprünglichen Absicht nicht zu plakatieren. Man werde stattdessen die Kampagne dazu nutzen, den breiten Dialog mit der Bevölkerung über Landwirtschaft zu führen.

Das Umweltministerium gesteht Presseberichten zufolge ein, dass man mit der heftigen Kritik an den „Bauernregeln“ nicht gerechnet habe. Man stehe aber weiter zu den Inhalten der Reime und damit zur Kritik an Defiziten in der derzeitigen Landwirtschaft. Daher bleibe es zugleich bei der Forderung nach einem Umbau der EU-Agrarförderung.

Das Bundesumweltministerium will den Dialog durch Angebote im Internet, über soziale Medien und über eine Reihe von Veranstaltungen mit der Ministerin führen, kündigte ein Ressortsprecher an. Man brauche eine sachlich geführte Debatte darüber, „wie wir uns die Landwirtschaft der Zukunft in unserem Land vorstellen“. Nur im gesellschaftlichen Dialog über unbestreitbare Probleme könne man gemeinsam zu tragfähigen Lösungen finden.

Mit den Bauernregeln habe man Aufmerksamkeit erzielen und den Dialog anregen wollen. Das sei gelungen. Die Regeln hätten das Thema Landwirtschaft und Naturschutz auf humorvolle Weise ins Gespräch gebracht, „schneller als erwartet“. Jetzt solle es darum gehen, die erzielte Wachsamkeit für das Thema für einen konstruktiven Dialog nutzen.

Hendricks entschuldigt sich mit Onlinevideo

Das Statement von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vom 9. Februar 2017:

"In den letzten Tagen hat sich eine überwältigende Anzahl von Menschen über alle Kanäle bei mir zur Kampagne "Gut zur Umwelt. Gesund für alle." gemeldet. Heute...

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Alfons Deter

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