Blick von außen

Höfesterben ist kein Naturgesetz Premium

Im Streitpunkt kommt dieses Mal Christiane Grefe von der Zeitung DIE ZEIT zu Wort. Sie fordert, dass die Politik den Wert und Innovationsgeist kleiner Betriebe erkennt und stärker fördert.

An das lautlose Verschwinden der Bauern hat sich die Landwirtschaft gewöhnt. „Wachse oder Weiche“ gilt als Naturgesetz. 1960 gab es in Deutschland noch 1,5 Mio. Betriebe, heute sind es knapp 268 000. Für das Jahr 2040 prophezeit eine Studie der DZ-Bank noch 100 000 Resthöfe und langfristig „die Abkehr vom jahrhundertealten Modell des bäuerlichen Familienbetriebs.“ Und was kommt dann? Gibt es bald nur noch Agrardienstleistungsunternehmen, deren Konzentration jener der Hersteller und Händler folgt?

Möglicherweise ist ja das Bild einer Moderne, die nur Größe und Technik kennt, genauso denkfaul und falsch wie die angebliche Bullerbü-Romantik der Städter. Dem Schmerz jener Bauernfamilien, die aufgeben müssen, werden jedenfalls beide Klischees nicht gerecht. Sie bagatellisieren den Verlust lokalen Wissens und sozialen Zusammenhalts in den Dörfern ebenso wie die Ursachen der Betriebsaufgaben.

Da kommt einiges zusammen:...

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