Holländer will größter Milchbauer der Welt werden

Der Niederländer Kees Koolen möchte der größte Landwirt der Welt werden. In seinem Heimatland zumindest könnte der Internet-Millionär aus Bergeijk schon bald der größte Tierhalter sein. Dort plant er im 600 Seelen Örtchen Wichmond einen Milchviehbetrieb für 1.455 Kühe. Weltweit sind sein Ziel 1 Mio. Rinder.

Der Niederländer Kees Koolen möchte laut Presseberichten der größte Landwirt der Welt werden. In seinem Heimatland zumindest könnte der Internet-Millionär aus Bergeijk schon bald der größte Tierhalter sein. Dort plant er im 600 Seelen Örtchen Wichmond einen Milchviehbetrieb für 1.455 Kühe. Der bislang größte Stall in dem Land beherbergt 1.250 Kühe.
 
Der Bauernsohn Koolen hat sein Geld mit der Internetplattform Booking.com gemacht. Das Geld investierte der Holländer in die Landwirtschaft. U.a. soll ihm in Brasilien der größte Stall der Welt gehören, der Platz für 100.000 Kühe bietet. Dort werden täglich 1 Mio. Liter Milch gemolken. Zudem besitze er 31.000 ha Land, heißt es.
Dementsprechend regt sich nun Widerstand in den Niederlanden, insbesondere als bekannt wurde, dass die Behörden keine Einwände haben. Koolen hat das wohl erreicht, indem er andere Bauern entschädigt haben soll.

Auch bei der deutschen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft schrillen die Alarmglocken. Deren Informationen nach sei es das Ziel von Koolen, schon bald weltweit über 1 Mio. Rinder zu halten. Allein in Wichmond sollen künftig 925 Milchkühe, 256 Jungrinder und 224 Zuchtbullen stehen. Zudem soll jede seiner darüber hinaus weltweit geplanten 32 Betriebsstätten jeweils 22.000 Milchkühe beherbergen.

Für Ottmar Ilchmann, Landesvorsitzender der AbL Niedersachsen, sind solche Pläne einer industrialisierten Embryonen-Erzeugung für ein riesiges Agrarfabriken-Geflecht eine gruselige und irrsinnige Spitze einer weltweit laufenden Agrarindustrialisierung. Er warnt daher vor einer drohenden Verdrängung einer mittelständisch-bäuerlichen Milchviehhaltung durch agrarindustrielle Strukturen auch hierzulande und in der EU.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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