Gentechnikfreie Regionen fordern Ende der GVO-Forschung

Die Vertreter der 13 gentechnikfreien Regionen in Mecklenburg-Vorpommern haben die Landesregierung am Mittwoch aufgefordert, neben dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auch die Forschung auf dem Gebiet zu beenden.

Die Vertreter der 13 gentechnikfreien Regionen in Mecklenburg-Vorpommern haben die Landesregierung am Mittwoch aufgefordert, neben dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auch die Forschung auf dem Gebiet zu beenden.

Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU sei zwar festgeschrieben, keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zuzulassen, die Forschung aber weiterhin zu unterstützen, berichtet der NDR. In Groß Lüsewitz war dafür 2004 ein Agrobiotechnikum entstanden, das inzwischen aber weitgehend leer steht. Die Forschung soll nach Üplingen (Sachsen-Anhalt) verlegt werden.

Die Landwirte werteten das als Erfolg ihrer anhaltenden Protestbewegung. Der Biolandwirt Graf von Bassewitz forderte auf dem Treffen, die Groß-Lüsewitzer Einrichtungen künftig für die Forschung im Ökolandbau zu nutzen. Bassewitz hatte 2003 die erste gentechnikfreie Region Deutschlands im Raum Warbel-Recknitz mitbegründet. (ad)

vgl.:
Vorwurf: Gründerzentrum soll mit Steuergeld für Agrarkonzerne forschen (14.4.2012)

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.