Agrarförderung

Humuserhalt als KULAP-Maßnahme: Heidl skeptisch

Das bayerische Kulturlandschaftsprogramm soll überarbeitet werden. Speziell bei den Plänen zum Humuserhalt sieht der Bauernverband allerdings noch Nachbesserungsbedarf.

Im Juli will Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber über die Grundzüge des neuen Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) informieren. Zum bisherigen Beratungsstand von Landwirtschaftsministerium und LfL ist dem Bauernverband zufolge zu vernehmen, dass im Zuge einer neuen Maßnahme zum Schutz und Erhalt von Humus mindestens 40 % der Ackerfläche vor allem aus der Kulturgruppe Ackerfutter und Grünlandsaat bewirtschaftet werden sollen.

Heidl: "Viele Betriebe werden Vorgaben nicht erfüllen können"

BBV-Präsident Walter Heidl zeigt sich dem gegenüber skeptisch: „Sehr viele Betriebe werden die geplante Vorgabe bei der Humusmaßnahme nicht auf ihren Flächen erfüllen können – egal, ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend.“ Die Landwirte könnten und wollten Zusatzbeiträge zum Klimaschutz erbringen. Über kooperative Agrarumweltmaßnahmen wäre das bayernweit und breitenwirksam möglich. Das könne Heidl zufolge aber nur gelingen, wenn die Maßnahmen zum Erhalt und Schutz des Humus für die Landwirtinnen und Landwirte durchführbar sind. Das seien sie aktuell ganz eindeutig nicht.

Heidl appelliert an Ministerin Kaniber, die Maßnahme zum Humuserhalt so zu gestalten, dass sie ein Erfolg beim Klimaschutz für die Bauern und die Staatsregierung wird.


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