Hundeklo im Getreide: Bauern wütend

Landwirte im Raum Grevenbroich wollen es sich nicht länger bieten lassen, dass Spaziergänger ihre Hunde auf Wiesen und Feldern frei laufen lassen. In der Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet Bauer Kai Kottmann, dass immer wieder Hunde seinen Weizen zerstörten und Kartoffeln ausbuddelten.

Landwirte im Raum Grevenbroich wollen es sich nicht länger bieten lassen, dass Spaziergänger ihre Hunde auf Wiesen und Feldern frei laufen lassen. In der Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet Bauer Kai Kottmann, dass immer wieder Hunde seinen Weizen zerstörten und Kartoffeln ausbuddelten. "Den nächsten, der seinen Hund bei mir ins Feld laufen lässt, zeige ich an", sagte er erzürnt. Unterstützung bekommt Kottmann von der Landwirtschaftskammer Rheinland. "Wir kennen das Hunde-Problem", so Sprecher Bernhard Rüb. Die Zerstörungen auf den Feldern durch freilaufende Hunde sind ihm genauso ein Dorn im Auge wie der sogenannte "Ernteklau". "Diebe können alles brauchen", berichtet Rüb, "Kartoffeln verschwinden genauso wie Erdbeeren, Spargel oder Petersilie. Manchmal werden sogar ganze Obstbäume ausgegraben." Bei den Verursachern stößt Kottmann unterdessen auf taube Ohren. "Wenn ich die Leute anspreche, werde ich meistens noch dumm angemacht. Da heißt es dann, ich hätte hier nichts zu sagen", schimpft Kottmann, "die Hundehalter wissen ja gar nicht, was ihre Vierbeiner hier anrichten. Ich lade jeden gerne ein, sich die Situation an unseren einmal anzuschauen." Auf beiden Seiten eines Weges sei der Weizen auf mehreren Metern komplett niedergetrampelt oder abgeknickt, außerdem gebe es unzählige Hundehaufen. "Das ist leider der Normalfall. Hundehalter sollten bedenken, dass wir hier ein Lebensmittel produzieren. Keiner von denen will ein Brötchen, was nach Hundehaufen schmeckt", sagt Kottmann. Da der Schaden mittlerweile in die Tausende geht, fahren die örtlichen Bauern nun Streife, so die Zeitung.

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