Reportage

Hunderte Hektar für sechs Minuten kürzere Autofahrt Premium

Der Bundesverkehrswegeplan spült Geld für neue Infrastruktur ins Land. Weil die alten Planungen vor Ort nicht mehr passen, wollen sich Landwirte in Nordrhein-Westfalen wehren.

Wird die neue Bundesstraße 64n jetzt so gebaut wie kürzlich in der Zeitung dargestellt, verliert Familie Heseker ihren Hof im westfälischen Warendorf: „Die dreistreifige Bundesfernstraße führt direkt über unseren Stall“, so Isabel und Dr. Alfons Heseker, die im Nebenerwerb Pinz-gauer Mutterkühe halten. Von der neuen Planung erfuhren die Landwirte kürzlich aus der Zeitung. Zwar ist der Bau einer zweispurigen Umgehungsstraße schon seit den sechziger Jahren im Gespräch, die ursprüngliche Planung betraf den Betrieb aber nicht. Seit den 90iger Jahren ist eine dreispurige kreuzungsfreie Bundesfernstraße geplant. Und seit das Projekt in den Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) aufgenommen wurde, brandet die Diskussion um den Bau nun wieder auf.

Frisches Geld für alte Planung

Nicht nur in Warendorf sorgt der neue BVWP mit seinen satten 260 Mrd. Euro für neuen Schub. Bundesweit bringt der Geldregen lang geplante Straßen-, Schienen- oder Kanalbauprojekte wieder auf die Tische. Während Kommunalpolitiker jubeln, sind Landwirte oft entsetzt. Auch der Betrieb Heseker ist wie 400 andere Betroffene deshalb in der „Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf“ (BI). „Uns geht es nicht darum, neue Infrastruktur zu verhindern, sondern um die Leichtigkeit, mit der Politiker Bedenken zum Flächenverbrauch und den Einbußen für die Landwirtschaft beiseite wischen,“ so Paul Afhüppe, Schweine- und Bullenmäster im Vollerwerb. Er ist Sprecher der landwirtschaftlichen Betroffenengemeinschaft. Einige Kritikpunkte sind:

  • Wer den BVWP 2030 umsetzt, kann das Ziel von max. 30 ha Flächenversiegelung täglich nicht einhalten.
  • Die...

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Artikel geschrieben von

Redaktion Betriebsleitung, Geld, Steuern, Recht

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Diskussionen zum Artikel

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von Wolfgang Daiber

Darüber Nachdenken!!!!

Als "Dankeschön" für die neue Düngeverordnung sollten wir Landwirte mal darüber Nachdenken,ein Jahr mal kein Grund und Boden abzugegen für öffentliche Strukturmaßnahmen.Auch wenn unsere "Elite" mit Zwangsenteignung droht.Keine Angst die Gerichte,sind so überlastet,die brauchen die Zeit sowieso. Nur so mal als Warnschuß ,daß die Gängelei der Landwirtschaft ein Ende hat.

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