Immer noch relativ viele Milchkühe in Anbindehaltung

Die Anbindehaltung von Milchkühen ist in Deutschland rückläufig, denn sie ist wenig tiergerecht, sehr arbeitsintensiv und bei größeren Beständen wirtschaftlich unrentabel. Dennoch ist die Zahl der in Anbindung gehaltenen Milchkühe bei uns noch beträchtlich hoch.

Die Anbindehaltung von Milchkühen ist in Deutschland rückläufig, denn sie ist wenig tiergerecht, sehr arbeitsintensiv und bei größeren Beständen wirtschaftlich unrentabel.
 
Dennoch ist die Zahl der in Anbindung gehaltenen Milchkühe bei uns noch beträchtlich hoch: Von insgesamt circa 4,8 Mio. Milchkühen wurden 2010 noch etwa 1,3 Mio. in Anbindung gehalten. Das geht laut dem aid infodienst aus der letzten Landwirtschaftszählung des Statistischen Bundesamtes hervor.
 
Nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V. dürfte diese Zahl bis heute auf etwas weniger als 1 Mio. geschrumpft sein - was aber immer noch ein Viertel aller Milchkühe in Deutschland ausmacht. Dabei sind es vor allem die kleinen Betriebe Süddeutschlands, in denen die Anbindehaltung heute noch praktiziert wird - allen voran Bayern und Baden-Württemberg.  
 
Bei ökologischen Landwirtschaftsbetrieben dürfen dagegen seit Anfang 2014 keine Kühe mehr in Anbindung gehalten werden. Je nach Bundesland und Anbauverband gibt es jedoch Ausnahmen für sehr kleine Betriebe, wenn diese im Winter für regelmäßigen Freigeländezugang sorgen.  
 
Rinderställe werden heute überwiegend als Boxenlaufställe gebaut, denn dieser Stallbautyp ist tiergerecht und bietet eine hohe Arbeitseffizienz, erklärt der aid weiter. Warum das so ist, erfahren Sie im Online-Spezial "Tierwohl" auf aid.de. In zwei Videoclips werden Laufställe aus der Praxis vorgestellt, die dem Wohl der Tiere in besonderer Weise gerecht werden.

Tiergerechte Milchviehhaltung, Milchhof Soonwald, Seibersbach

Milchhof Soonwald - Statements