Junge Menschen gegenüber Gentechnik aufgeschlossener

Die junge Generation steht der Grünen Gentechnik offenbar positiver gegenüber als die Gesamtbevölkerung. Bei einer repräsentativen Meinungsumfrage des Forschungsinstituts Dimap votierten die 18 bis 29 Jährigen bei allen Fragen zur Grünen Gentechnik aufgeschlossener als die anderen Altersgruppen.

Die junge Generation steht der Grünen Gentechnik offenbar positiver gegenüber als die Gesamtbevölkerung. Bei einer repräsentativen Meinungsumfrage des Forschungsinstituts Dimap votierten die 18 bis 29 Jährigen bei allen Fragen zur Grünen Gentechnik aufgeschlossener als die anderen Altersgruppen, berichtet der Verein „Forum Grüne Vernunft“ (FGV), der darin einen Meinungswandel in der Bevölkerung sieht.
 
So seien 47 % der jungen Leute der Meinung, dass Gentechnik in der Medizin und in der Pflanzenzucht alles in allem eher nützt, 37 % glauben, dass sie eher schadet. In der Gesamtbevölkerung ist die Ansicht dagegen umgekehrt: Hier sehen lediglich 36 % einen Nutzen und 47 % mehrheitlich einen Schaden. Personen mit Abitur oder Fachhochschulreife würden dabei allerdings ebenfalls die positive Position der jungen Generation vertreten (nützt eher: 47 %, schadet eher: 41 %), heißt es.
 
Beim Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ist das Votum der jungen Generation wiederum positiver als das der Gesamtheit. Allerdings treten zunächst nur 33 % für den Einsatz in der Landwirtschaft ein, während 65 % negativ votieren. Nach dem Hinweis, dass weltweit auf mehr als 10 % aller Ackerflächen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, und der darauf aufbauenden Frage, ob es den deutschen Landwirten ebenfalls freigestellt sein sollte, gentechnisch veränderte Pflanzen anzubauen, sprechen sich laut FGV 54 % der jungen Leute für die freie Wahl der Landwirte aus (Gesamtbevölkerung: 35 %), während nur 46 % dagegen votieren (Gesamtbevölkerung 62 %).

Auf die Frage, ob Pflanzenschädlinge durch chemische Pflanzenschutzmittel oder durch gentechnisch veränderte Pflanzen bekämpft werden sollten, die sich selbst gegen die Schädlinge schützen können, plädieren 44 % der jungen Generation für die gentechnische Variante, während nur 38 % den chemischen Pflanzenschutz befürworten.
 
36 % der befragten Personen war bekannt, dass bis zu 80 % der Lebensmittel bei ihrer Herstellung in irgendeiner Weise mit der Gentechnik in Berührung kommen, 64% wussten das nicht. Auf die weitere Frage, ob sie das störe oder nicht störe, antworteten 53 % der jungen Generation, dies störe sie nicht. Anders die Gesamtbevölkerung: stört mich: 69%, stört mich nicht: 28%.

Happach-Kasan: Immer mehr Menschen finden Gentechnik gut

FDP-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan sieht sich durch die Umfarge bestätigt: Die Züchtungsmethode hat sich bewährt - bei Zusatzstoffen zu Lebensmitteln, bei Arzneimitteln und bei der gentechnischen Veränderung von Pflanzen. Schließlich trägt inzwischen jeder Baumwollhemden, die aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt wurden. Deswegen muss durch Vereinfachung der Zulassungsverfahren erreicht werden, dass auch mittelständische Unternehmen die Methode mit Erfolg anwenden können“, sagte sie nach Bekanntwerden der Ergebnisse.
 
Deutsche Unternehmen seien mit ihren gentechnisch veränderten Pflanzen im Ausland erfolgreich. Es müsse gelingen, dass sie die Forschungsarbeiten dafür auch bei uns durchführen können und Freisetzungsversuche nicht mehr zerstört werden. (ad)


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