Kartellamtsverfahren gegen Agrarhandelsunternehmen zieht sich

Das wegen des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln laufende Verfahren des Bundeskartellamtes gegen mehrere deutsche Agrarhandelsunternehmen zieht sich. Wie ein Sprecher mitteilte, ist noch völlig unklar, wann das Verfahren beendet sein wird.

Das wegen des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln laufende Verfahren des Bundeskartellamtes gegen mehrere deutsche Agrarhandelsunternehmen zieht sich. Wie ein Sprecher der Bonner Wettbewerbsbehörde auf Anfrage von Agra Europe mitteilte, ist noch völlig unklar, wann das Verfahren beendet sein wird. In den nächsten Wochen werde dies nicht der Fall sein, so der Sprecher.

Auch der unter anderem betroffenen Agravis Raiffeisen AG liegen zu dem Verfahren keine neuen Informationen vor. Wie Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff bei der Bilanzpressekonferenz in Münster mitteilte, hat sich „seit der Bilanzpressekonferenz im vergangenen Jahr an unserem Sachstand nichts geändert“. Es habe keinen Anruf und keinen Brief gegeben. „Wir haben nichts mehr gehört“, so der Finanzvorstand. Zugleich stellte er erneut fest, „wir können nicht erkennen, wo wir was falsch gemacht haben sollen“.

Anfang März 2015 hatte das Bundeskartellamt auf der Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichtes Bonn mehrere deutsche Agrarhandelsunternehmen durchsucht, darunter die Agravis Raiffeisen AG, die Baywa AG und die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ). Durchsucht worden waren darüber hinaus auch die Büros des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

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