"Keine Gewalt gegen Streikbrecher!"

Aufgrund der teilweise heftigen Diskussionen zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern des Milchstreiks hat der EKD-Ratsbeauftragten für agrarsoziale Fragen, Dr. Clemens Dirscherl, heute alle Beteilgten zur Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein aufgerufen.

Sein Appell hat folgenden Wortlaut: "Angesichts der aktuellen Diskussionen um den Milchlieferboykott kommt es in Teilen Deutschlands zu harten Auseinandersetzungen innerhalb der bäuerlichen Bevölkerung. So sehr ein Milchstreik als politisches Mittel der Milchbauern akzeptiert werden kann, um auf die eigene existenzbedrohende Situation aufgrund unzureichender Erzeugerpreise hinzuweisen, so wenig ist es hinzunehmen, dass gegenüber so genannten "Streikbrechern" in Wort oder Tat Gewalt angedroht bzw. ausgeübt wird. Der berechtigten ethischen Legitimation einer öffentlich wirksamen Aktion wird dadurch die Glaubwürdigkeit entzogen. Aus diesem Grunde appellieren wir dringend an die beteiligten Milchbäuerinnen und -bauern, ihre Berufskollegen, welche sich nicht an dem Milchstreik beteiligen wollen, weder zu nötigen daran teilzunehmen, noch zu verunglimpfen oder durch entsprechende Drohungen oder Handlungen einschüchtern zu wollen. Dies ist einer bäuerlichen Unternehmensethik nicht würdig." Dr. Clemens Dirscherl Ratsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland Evangelisches Bauernwerk, Waldenburg-Hohebuch


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