Klimaschutz: Deutschland erreicht Ziele für 2020 nicht

Deutschland wird seine Klimaziele für 2020 wohl deutlich verpassen. Das Bundeskabinett bestätigte die Annahmen in ihrem am Mittwoch verabschiedeten Klimaschutzbericht. Die steigenden Emissionen von Verkehr und Gebäuden machen Fortschritte in anderen Bereichen zunichte.

Wie aus dem Klimaschutzbericht 2018 hervorgeht, werden im Jahr 2020 voraussichtlich rund 32 Prozent weniger klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen als 1990. Das Ziel aber ist eine Verminderung um 40 Prozent. Vor allem im Verkehrsbereich sind die Emissionen nicht gesunken. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) forderte mehr Mut und Verbindlichkeit in der Klimapolitik. Sie bekräftigte, sie werde darum ein Klimaschutzgesetz vorlegen - in diesem sollen für Bereiche wie Energie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft Vorgaben zur Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes verbindlich festgeschrieben werden.

Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 55 Prozent verringert werden. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringt, damit das Klimaziel für 2030 zuverlässig erreicht und die Lücke zum Erreichen des 40-Prozent-Ziels so schnell wie möglich geschlossen wird. Der Klimaschutzbericht wurde am Mittwoch vom Kabinett gebilligt. Die Kernaussagen sind seit November bekannt. Umweltverbände und die Opposition im Bundestag äußerten erneut scharfe Kritik am Kurs der Regierung in der Klimapolitik.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Energiemix

@Geveke,das ist falsch,da es in China bereits erste Anlagen für die Verwendung und Aufbereitung des „Atommülls“gibt.Im übrigen könnte man es so lange lagern dort wo Uran gefördert wurde. Zu den Kohlekraftwerken noch soviel: Im vergangenen windarmen Sommer haben diese die Energieversorgung constant gehalten.Also immer alles im Zusammenhang sehen.

von Jens Geveke

@Bothe: ich denke, der Vergleich hinkt. Bei Atommüll müssen wir uns über tausende Jahre strahlenden Müll gedanken machen, wie man den irgendwie weit weg bringen kann, bei den WIndrädern geht es um Recyling eines Baustoffes, der sicherlich chemisch schwer zu knacken ist, aber selbst wenn er als Verbundstoff im Zement eingemischt wird: Er bekommt eine Verwendung und er macht keinerlei Probleme mehr. @Muenzebrock: Kohlekraft war noch nie geeignet, nächtliche Stromschwankungen auszugleichen. Kohlekraft kann einfach nur laufen und konstant produzieren. Was wir brauchen, sind Kraftwerke, die laufend rauf und runter fahren können und das sind die Gaskraftwerke, die zunächst auf absehbare Zeit noch mit fossilem Erdgas betrieben werden müssen, aber nach und nach die technische Entwicklung die anteile Erneuerbarer Gase erhöhen muss. Jetzt kann man sagen, das geht nie, dass ist viel zu viel, aber wir werden uns etwas einfallen lassen müssen und die Lösungen finden wir nur, wenn wir damit anfangen.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Wer erreicht die Klimaschutzziele?

mich interessiert die Frage: welche Länder der EU werden die Klimaschutzziele 2020 einhalten. Ich denke, dass man nicht einmal eine Handvoll Länder benennen kann. Deutschland muss nicht die Welt retten, während die restlichen EU Länder sich nicht um die CO² Werte kümmern. Gutes Beispiel: Die Eigentümer der alten Dieselautos mit Euro 2-4 werden hier in unserem Land verar...., deren Autos fahren aber in vielen osteuropäischen Ländern weiter und verpesten dort die Luft!!. Genauso verhält es sich mit dem Kohleausstieg: Unser Staat wird ca. 80 Mrd. Euro für den Ausstieg bezahlen, der Strompreis wird exorbitant steigen, Nachts und im Winter gibt es Stromschwankungen und die "eingesparten CO² Werte" gehen an die übrigen EU Länder. Manche Menschen sollten doch erst ihr Gehirn einschalten bevor sie handeln!!!

von Christian Bothe

Windmühlen

@Geveke,15000to Windmühlenflügel müssen ab 2020 entsorgt werden.Sie sind doch so ein Fan von dieser Energieerzeugung...Zitat: „Wir steigen bei der einen Technologie aus – weil wir nicht wissen, was wir mit dem Atommüll machen sollen – und bei einer neuen Technologie ein, bei der wir auch nicht wissen, wie wir mit dem Abfall klarkommen“, klagt ein Sprecher des Recycling-Unternehmens Remondis.

von Wilhelm Grimm

Berechtigte Zweifel? Ich weiß es nicht !

Wenn wir nicht ständig belogen worden wären. Das macht die Einordnung so unerträglich schwer. Nach "gesicherten" Erkenntnissen vieler groß angelegter Studien hätte es die Menschheit garnicht mehr geben dürfen. "Die Grenzen des Wachstums" vom Club of Rom -von VW und FIAT finanziert- , Beginn einer neuen Eiszeit, der Kölner Dom halb unter Wasser,Robbensterben durch Nitratüberdüngung der Landwirtschaft, und unsere Medien hatten immer ihren Spass, wie bei der Nitratlüge, dem Waldsterben, dem Bienensterben und in dessen Folge Aussterben der Menschheit, kurz: Es hätte uns nicht mehr geben dürfen.Aber wir leben immer noch. Da stehen wir kleinen Leute doch hilflos im Walde, den es auch nicht mehr geben dürfte. 1950 waren wir 2,5 Milliarden Menschen, heute trotz Glyphosat 7,6 Mille. Es ist alles gaaanz schlimm, vielleicht.

von Jens Geveke

@Bothe

wir haben einen hohen Anteil an den steigenden CO2-Gehalten. Wenn wir jedes Jahr die Biomasse (Erdöl,Erdgas,Kohle) freisetzen die die Erde in 1 Million Jahre eingelagert hat ist das auch kein Wunder. Da nützt es auch nichts, ppm-Zahlen in % darzustellen, um zu zeigen, dass es nur 0,04% an der Atmosphäre sind. Das es schon reichlich CO2 in Summe sein muss, zeigt alleine die Tatsache, dass diese 0,04% ausreichen, um das gesamte Pflanzenwachstum auf der Welt am laufen zu halten, denn Biomasse wird über Photosynthese daraus gebildet. Ausserdem wird nicht jede Wetteranomalie gleich als Beweis für einen Klimawandel gewertet, sondern man beobachtet, dass Anomalien zunehmen und immer häufiger werden. Und das wird als Zeichen dafür gewertet, dass der von Menschen ausgelöste Klimawandel beginnt.

von Heinrich Roettger

Eneuerbare Energien massiv ausgebremst

Wir können mehr erneuerbare Energie!! Man muss uns nur richtig fördern und nicht ständig eins über den " Schädel braten".Packt es endlich an: Kerosinbesteuerung und von fossilen Heizstoffen zur Wärmeproduktion. Die vereinnahmten Steuern zur Senkung der Kosten für die Eneuerbaren Energien verwenden.

von Christian Bothe

Studien

@Geveke,ich hatte Ihnen ja schon mal ein paar Zahlen zu den "hohen menschengemachten CO² Emissionen" aufgezeigt...Habe noch ein interessantes Zitat gefunden aus der Unmenge von Veröffentlichungen pro und kontra Klima : “Klimawandel“ bezog sich einst auf Statistiken, die das gemessene Wetter über Jahrzehnte hinweg zusammengefasst hatten“, bemerkte Roger Pielke Jr, Professor der University of Colorado, Heutzutage wird Klimawandel meist als ursächlicher Faktor bei der Zuordnung von Ereignissen über Stunden, Tage oder Wochen verwendet“, sagte Pielke. „Wir sind dümmer geworden.“

von Jens Geveke

@audrit

Welch ein Zufall haben wir dann ? Den CO2-Gehalt der Luft kann man sehr weit zurück über Eisproben bestimmen. Der Wert pendelte 800.000 Jahre hin und her. Jetzt zur Industrialisierung, wo wir massenhaft Öl und Kohle verbrennen, steigt er rasant an und wird durch Kipppunkte (Meerwasser gebundenes CO2, Permafrost) noch weiter steigen, die 4 wärmsten Jahre sind 2016,2015,2018 und 2017. Welch ein Zufall: Mensch verbennt alles, CO2 steigt, es wird warm, aber es gibt keinen Beweis ?? Ich muss nur die Augen aufmachen und abschätzen um zu merken, dass hier was nicht stimmt...

von Alexander Audrit

Der Klimawandel ist unbestritten!

ABER: Er ist nicht Menschengemacht! Es gibt bis heute keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis! Wissenschaft ist keine Demokratie die sich an Mehrheiten hält sondern sie beruht auf Beweisen. Beispiel? Es gab eine Zeit in der sich alle einig waren, die Erde müsse eine Scheibe sein. Heute wissen wir es besser!

von Anton Obermeier

Verkehr und Gebäude

sollen schuld sein? Das kann doch nicht sein! Da wird gleich wieder ein fragwürdiges Institut mit einer nicht veröffentlichten "Studie" um die Ecke kommen und die konventionelle Landwirtschaft als Hauptverursacher hinstellen. Und das "Massnahmenpaket" wird wieder nur auf die Landwirtschaft abzielen.

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