Erntedank

Klöckner: Bauern müssen vor die Welle kommen

Klöckner appelliert an Veränderungsbereitschaft der Landwirte. Zugleich stellt sie klar, dass Bauern Anspruch auf einen Ausgleich für ihre Allgemeinwohlleistungen haben.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat erneut an die Veränderungsbereitschaft der Landwirte appelliert. „Setzen Sie sich an die Spitze der Bewegung für mehr Klimaschutz, mehr Biodiversität und mehr Tierwohl“, sagte die Ministerin in ihrer Rede zum Politischen Erntedank letzte Woche in Berlin.

Dabei gehe es nicht um eine bessere PR, sondern den Schutz der eigenen Grundlagen. Ausdrücklich betonte die Ministerin, dass die Landwirte Anspruch auf einen Ausgleich für ihre Allgemeinwohlleistungen hätten. Den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) legte sie nahe, wegzukommen vom Schubladendenken, Ideologien und pauschalen holzschnittartigen Vereinfachungen. Sie seien stattdessen gut beraten, sich ernsthaft mit den Chancen neuer Technologien auseinanderzusetzen.

Die Verbraucher mahnte Klöckner, nicht Wunsch und Wirklichkeit zu verwechseln: „Wer Bio auf den Feldern wünscht, der muss auch in der Wirklichkeit des Supermarkt Bio kaufen.“ Ähnliches gelte beim Tierwohl und beim Klimaschutz. Auch hier müssten die Verbraucher bereit sein, entsprechende Leistungen der Landwirte zu honorieren. Alle Beteiligten forderte die Ministerin dazu auf, die Debatte um die anstehenden Veränderungen „mit Respekt voreinander“ zu führen.

Mit einer Stimme sprechen

„Es hilft nichts, sich gegen Veränderungen zu stemmen, gegen Insektenschutz, gegen Reduktion von Pflanzenschutzmitteln oder mehr Tierwohl“, so Klöckner. Es sei klar, wo die gesellschaftliche Entwicklung hingehe. Diese müsse die Landwirtschaft „beherzt annehmen“.

Den landwirtschaftlichen Berufsstand rief die CDU-Politikerin dazu auf, mit einer Stimme zu sprechen: „Je mehr Untergruppen für sich in Anspruch nehmen, die wahre Stimme der Landwirtschaft zu sein, desto schwächer werden sie.“

Verständnis äußerte Klöckner für Demonstrationen der Landwirte, die allzu oft pauschalen Angriffen ausgesetzt seien. Allerdings entbinde sie das nicht von der Verantwortung zu schauen, „unter welcher Fahne man mit welchen Aussagen läuft“. „Wer mit rohen Drohungen und Beleidigungen aggressiv jedem die Ernsthaftigkeit auf der anderen Seite abspricht, läuft ins Abseits und erweist seinem Berufsstand einen Bärendienst“, warnte die Ministerin. Wer sich radikalisiere, werde nicht mehr als ernsthafter Partner wahrgenommen.

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Diskussionen zum Artikel

von Karlheinz Gruber

Sagt das der Wirtschaftsminister

auch zur Autoindustrie usw. .Denn wer übers Land fährt sieht zum Teil Halden mit neuen Autos. Nur bekommen dann die Autobosse Abwrackprämien, Kaufanreize, Milliardenhilfen usw. Dasselbe bei der Luftfahrt, der Energie usw.... Bei den Bauern heißt es selber schuld. Ihr hättet es wissen ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

Frau Klöckner

ich könnte auch jeden Tag nur dummes zeug labern wie Sie! Aber wie sieht in Zukunft ihr Praktische Landwirtschaft aus? Bitte machen Sie es uns Landwirten mal vor wie die zukünftige Landwirtschaft aussieht und wie sie wirtschaften soll. Nicht nur dumm labern sondern mal anpacken! Bis ... mehr anzeigen

von Sebastian Heinzmann

Modeerscheinungen

"Vor die Welle kommen !?!?" Mal ganz ehrlich, wie viele Modeerscheinungen gab es in den vergangenen 75 Jahren? Unzählige! Hätte der Bauernstand sie alle mitgemacht, gäbe es seit Jahren keine Landwirtschaft mehr. Weil sich langfristig das wirtschaftlich Sinnvolle durchsetzt und nicht ... mehr anzeigen

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Das Ende ist in Sicht

Sie hat uns schon vom Ersten Tag an verkauft,der Fahrplan für die Landwirtschaft ist schon lange beschlossen Klöckner soll den pöbelden Bauernmop nur noch ein bischen mit diskutieren bei Laune halten

von Matthias Zahn

Hinterhältig und heuchlerisch

Unsere ganze Wirtschaft funktioniert nach dem Prinzip der Rentabilität. Wo Geld verdient werden kann, da bewegt die Wirtschaft sich hin. Sie Frau Klöckner und ihre Vorgänger, haben an keiner Stelle die Rahmenbedingungen dahingehend verändert, dass mit dem von der Gesellschaft ... mehr anzeigen

von Wolfgang Daiber

Vor der Welle!

Künast war einfach nur Nichtswissend ,Sie dagegen sind einfach für die Landwirtschaft untragbar. Die Welle die sie sagen wird sie einfach wegwischen. das Schlimme,daß es leider vorher noch viele landwirtschaftliche Existenzen kosten wird.

von Fritz Gruber

Aufhören

Treten sie zurück Frau Klöckner bevor sie von der Welle erfasst werden sie sind für unseren Bauernstand untragbar

von Gregor Grosse-Kock

Warum

Melden sich die kleinen Schlachtereien nicht bei ITW, weil das Geld nicht von den Verarbeitern sprich Kunden zurück kommt! Von ITW hört man von mehr Markt und der geforderten Nämlichkeit. Was ein Quatsch! Unsere Schweine tragen die Betriebsnummer und schon bei der Ankunft wissen ... mehr anzeigen

von Stefan Hezel

Eine Schande

es gab mal eine Zeit da hat es mir gegraust bei dem Gedanke das die Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt zusammen gelegt werde könnten. Heute hoffe ich das es bald geschehen möge, dann brauche ich mich nur noch an der (...) ereifern. Mittlerweile weiß man nicht mehr wer den ... mehr anzeigen

Anmerkung der Redaktion

Bitte bleiben Sie sachlich ohne Beleidigungen

von Christian Bothe

Frau Klöckner...

Zu Beginn ihrer Amtszeit war ich von der Dame sehr angetan. Mittlerweile hat sie durch solche unmöglichen Aussagen bei mir ihre Vorschußlorbeeren aufgebraucht. Landwirte müssen vor die Welle kommen? Was soll das denn heißen? Bauern stemmen sich nicht gegen Veränderungen, weil sie ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Frau Klöckner hat die Aufgabe,

sich für die Grünen hübsch zu machen und die Weichen auf schwarz/grün zu stellen. Nur so kann ich mir ihre dämlichen Aussagen zur Landwirtschaft erklären.

von Christian Kraus

Vor die Welle kommen?

Welche Welle? Die am Ufer wo die, die vor der Welle sind, die sind die als erste blutig auf die Steine aufschlagen? Bestimmt sollen wir vor die Welle von Forderungen kommen die "die Gesellschaft" an uns stellt. Das würden wir gern machen. Leider sind wir zu dumm dafür. ZEIGEN SIE ES ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Die meisten politischen Entscheidungen werden unter dem Einfluss massiver Propaganda getroffen.n

Das wusste nicht nur Goebbels, der sich die neuesten amerikanischen Erkenntnisse und Schriften zur Beeinflussung der Massen durch Werbung hat kommen lassen. Auch Frau Künast hat sich dieses Mittels bedient und nun auch Frau Klöckner. Alle Parteien tun es, und fordern vom Volk den ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Dieser Kommentar wurde aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Netiquette entfernt. Wir haben den Autor darüber per E-Mail informiert. Wir bitten Sie, Kritik sachlich zu formulieren. Danke, die top agrar Redaktion.

von Hans Gresshoener

Hallo Frau Klöckner!

Uns fehlt das Geld,um all diese gewünschten Veränderungen umzusetzen. Also,wer alles bezahlt,darf sich alles wünschen.

von Gerhard Steffek

"Wer sich radikalisiere, werde nicht mehr als ernsthafter Partner wahrgenommen".

Ach ja? Ist das wirklich so? Wer schreit, wird gehört. Ist eine alte Verkäuferregel, weshalb es die Marktschreier schon immer so machten. Wer sein Licht unter den Scheffel stellt, wird allzugerne übersehen. Das haben die Bauern anscheinend zu lange gemacht. Still gehalten und den ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Die Bauern müssten "vor die Welle" kommen???

Wie bitte??? Frau Klöckner, vielleicht sind sogar die Bauern schon vor der Welle? Waren es in den letzten 50 - 70 Jahren schon immer. Weshalb haben wir denn einen so eklatanten Ertragssprung? Doch nur deshalb weil die Bauern zeitnah an der technischen Entwicklung des Machbaren sind. Egal ... mehr anzeigen

von jörg Meyer

Nur mal angenommen

wir würden alle NGO-wünsche die momentan in der summe existieren (von den ernst zu nehmenden..) zu 100 % umsetzen in der Landwirtschaft, wäre es dann gut und die NGOs gehen nach hause und schließen ihre Büros ab? Oder werden dann neue Forderungen gestellt, damit alle alle die daran ... mehr anzeigen

von Jürgen Donhauser

Vor der Welle ist hinter der vorherigen

Also vor die Welle (beim Surfen) erlaubt mir einen kurzen Ritt. Im Meer folgen schier endlos Wellen. Insofern finde ich den Vergleich ganz gut. Ein Politiker ist damit zufrieden wenn er diese eine Welle „geritten“ hat. Uns Bauern geht aber die Kraft aus immer wieder neue Wellen zu ... mehr anzeigen

von Jürgen Donhauser

Potenzielle Hofnachfolger reagieren

Liebe Frau Klöckner, ich habe drei Söhne und zwei meiner Söhne hatten von Kindesbeinen an den Wunsch Bauer zu werden. Beide durchliefen die Ausbildung bis zum Meister. Der eine hat vor wenigen Wochen hingeworfen - er möchte nicht sein Leben lang als Insektenvernichter, ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Frau Ministerin Klöckner

Sagen Sie einfach wir koppeln die Umweltleistung mit den Erzeugerpreisen. Somit könnten wir bessere DB`s erwirtschaften und könnten Deutschland und nach und nach auch die EU vom Weltmarkt entkoppeln. Da setzen sich gleich Alle mit an den Tisch.

von Dietmar Weh

Zum Entedank noch nen Arschtritt!

Vielen Dank Frau Klöckner.

von Thomas Föing

Okay Frau Klöckner wir machen es wie bei jedem Handwerksbetrieb.

Sie, Frau Klöckner, benennen uns die gesellschaftlichen Wünsche. Aber wir Landwirte unterbreiten die Kostenvoranschläge und schreiben ihnen dafür die "Rechnung", und nicht umgekehrt. Weil es dann wird es gerecht!

von Rudolf Rößle

Um

genau das get es. Die Gelder in der GAP werden nur umgeschichtet. Unter dem Strich führt das sogar zu einer Kosteneinsparung, da nicht alle Gelder beantragt werden. Alles soll so bleiben wie es ist. Mehr Umwelt und Tierwohl zum Nulltarif.

von Klaus Fiederling

ZEITFAKTOR - Die Zeit ist es, die viele Bauern nicht mehr haben!

Es gibt noch immer viel zu viel, deshalb, und nur deshalb kann man sich solche unleidigen Diskussionen überhaupt problemlos in gefühlter Endlosschleife leisten. Unsere desaströsen Erzeugerpreiskonstellationen widerspiegeln genau DAS ganz unmissverständlich!!! // Führen wir uns ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Frau Klöckner auf der Welle von Schulze

mit diesen abgedroschenen Agrarparolen, Beschimpfungen und Belehrungen. Diese Dame will mit massiver politischer Propaganda einen ganzen Berufsstand in die Ecke der unbelehrbaren Umweltsünder stellen, so macht sie Stimmung gegen wissenschaftlich abgesicherte Verfahren, die wir mit ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Wie wäre es mal, wenn der Staat, und Sie Frau Klöckner, die Schularbeiten ordentlich erledigen!

Von uns Hellseherische Fähigkeiten abverlangen, und selber nicht in die Pötte kommen! Von der "Belegung" der Sau, bis zum Schlachtprodukt vergehen ein Jahr, ist das nicht bekannt? "Welche Welle", die die uns Bauern ertränkt? Wir weisen schon lange auf Mißstände hin, hören Sie da ... mehr anzeigen

von John Nissen

Erhobener Zeigefinger

Wie ne Mutti seiert sie eloquent die derzeitigen Konflikte herunter und zeigt immer auf andere. Wer mit einem Finger auf andere zeigt, der zeigt mit 3 Fingern auf sich. Es ist so langweilig, da kommen keine Visionen oder Ideen über die zukünftige Landwirtschaft. Wir brauchen so dringend ... mehr anzeigen

von Hubert Dabbelt

Vor die Welle kommen?

wenn ich das schon lese,gehen mir die Nackenhaare hoch. Schaut doch nur ins Rheinische Kohlerevier, da gibt es ein beschlossenen Kohleausstieg, aber haben sind die Beschäftigeten des Tagebaus jetzt vor der Welle? Nein es wird weiter gehetzt und demonstriert und gleichzeitig geschimpft ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Die gesellschaftliche

Entwicklung geht dahin, dass alle von den Landwirten Bio und Öko einfordern, aber an der Ladentheke nicht bezahlen können oder wollen. Und den Bauern die wirtschaftliche Grundlage entziehen, aber sie warnen, wenn sie dann aufmüpfig werden, Frau Klöckner, sie sind genau so wenig meine ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Aufwachen Frau Klöckner.

WIR SIND DIE SPITZE beim Klimaschutz, Biodiversität und mehr Tierwohl. Welche anderen Branchen binden weit mehr CO2 als sie emittieren, außer die Land- und Forstwirtschaft? Keine. Wer macht konkret etwas für Biodiversität, statt nur darüber zu reden? Die Landwirtschaft. Und wer und ... mehr anzeigen

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