Corona-Pandemie

Klöckner: "Keine Ansteckungsgefahr durch Nutztiere"

Nutztiere wie Schweine, Rinder oder Hühner stehen nicht in Gefahr, das Coronavirus zu verbreiten. Nach dem Vorkommen bei Nerzen fordert Agrarministerin Klöckner einen Verzicht auf Nerzfarmen in Europa

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fürchtet nicht, dass das Coronavirus in Deutschland über Tiere weiterverbreitet wird. "Von den wichtigsten Nutztieren wie Schweinen, Rindern oder Hühnern geht keine Gefahr der Übertragung auf den Menschen aus", sagte Klöckner der "Augsburger Allgemeinen". Es gebe keinerlei Erkenntnis über die Gefahr „der Rückübertragung zum Beispiel von Nutztieren“, wiederholte Klöckner Montag vor einer Videokonferenz mit ihren EU-Kollegen.

Bundesforschungsinstitut beruhigt

Bereits vergangene Woche hatte das Landwirtschaftsministerium Ergebnisse des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (FLI) veröffentlicht, wonach von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Hühnern, Schweinen und Kühen mit Blick auf das Coronavirus keine Gefahr ausgeht. Zudem gebe es keine Hinweise darauf, dass Menschen sich bei Hunden oder Katzen infiziert haben.

Debatte in Dänemark über Tötung von Nerzen

Nach der Massenkeulung von Millionen Nerzen in Dänemark aus Corona-Sorgen hatten sich die EU-Agrarminister am Montag beim Agrarrat mit dem Thema befasst. Die dänische Delegation berichtete über die aktuelle Situation zu SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Nerzfarmen in ihrem Land. Die Regierung in Kopenhagen hatte entschieden, dass alle Nerze im Land getötet werden sollten. Darüber wird im Land heftig debattiert, unter anderem, weil es noch keine rechtliche Grundlage für die Tötung gesunder Pelztiere außerhalb bestimmter Risikogebiete gibt.

Klöckner für Verzicht auf Nerzfarmen in der EU

Klöckner sagte am Montag, dass es auf Grund der deutschen gesetzlichen Regelungen keine kommerziellen Nerzfarmen in Deutschland mehr gebe. Auch europaweit sollte darauf verzichtet werden, forderte sie. Klöckner zufolge spielt die kommerzielle Nerz-Wirtschaft noch in fünf EU-Staaten eine Rolle.

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