Bauernproteste

Klöckner regt nationalen Dialog zur Landwirtschaft an

Angesichtes der heutigen Bauernproteste hat Agrarministerin Klöckner ein nationales Dialogforum zur Landwirtschaft vorgeschlagen. Es soll zur Verständigung mit der Gesellschaft führen.

Das nationale Dialogforum könne zum Beispiel als Roadshow vor Ort in die Städte und Gemeinden ziehen, skizzierte sie ihre Idee heute in Berlin vor Journalisten. Es solle die landwirtschaftliche Praxis und die gesellschaftlichen Anforderungen wieder näher aneinander bringen. Im nationalen Dialogforum müsse es um Grundsätzlichkeit gehen, so Klöckner weiter.

Zur Internationalen Grünen Woche (IGW) im Januar in Berlin will Klöckner das Thema zum Schwerpunkt machen. Verbraucher sollen unter dem Motto „Du entscheidest“ mit in die Pflicht genommen und aufgeklärt werden. Außerdem will sie den Handel stärker in die Diskussion über Landwirtschaft einbinden.

Klöckner äußerte erneut ihr Verständnis für die Proteste, die Landwirte am Dienstag deutschlandweit mit Treckerkonvois auf die Straße gebracht haben. Sie könne nachvollziehen, was die Landwirte bewege. Es sei gut, dass alles friedlich geblieben sei, sagte Klöckner. Alles andere hätte den Landwirten in ihren Anliegen eher geschadet, sagte sie. Klöckner verteidigte erneut die Beibehaltung der Direktzahlungen. Diese seien "nach wie vor wichtig als Abstützung" für die Landwirte, sagte sie. Sie wisse, dass sie mit dem Agrarpaket von den Landwirten viel verlange, sie würde diese dabei aber auch finanziell unterstützen, versprach sie.

Klöckner verteidigt ihre Abwesenheit in Bonn

Die Ministerin verteidigte sich in Berlin dafür, dass sie nicht in Bonn bei der Hauptkundgebung der Bauernproteste gesprochen habe. Sie sei ständig an vielen Orten in Deutschland mit Bauern im Gespräch, sagte sie. Diese Woche sei jedoch in Berlin Sitzungswoche im Deutschen Bundestag und im Bundeskabinett wird am morgigen Mittwoch der agrarpolitische Bericht verabschiedet. Da sei ihre Anwesenheit in Berlin wichtig, so Klöckner. Unmittelbar vor der Pressekonferenz hatte Klöckner nach eigener Aussage ein Gespräch mit dem Initiator der "Grünen Kreuze" Willi Kremer-Schillings alias "Bauer Willi".

Mit Blick auf das von vielen Demonstranten kritisierte Agrarpaket und das Insektenschutzprogramm verwies Klöckner darauf, dass das Gesetzgebungsverfahren dazu mit seiner üblichen Beteiligung von Bundestag und Bundesrat noch komme. „Natürlich wird es da auch die Verbändeanhörungen geben“, sagte sie. Außerdem kündigte sie im Vorfeld der Beratungen dazu einen runden Tisch von Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium mit den Verbänden und Gruppierungen aus Landwirtschaft und Umwelt an.

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Diskussionen zum Artikel

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von Claus-Philipp Graf

Den Bürger befragen?

Der Bürger soll seine Meinung sagen, wie er sich die Landwirtschaft der Zukunft wünscht? Um Himmels willen, woher soll der Bürger das Wissen nehmen um sich darüber eine Meinung zu bilden. Ständig von NGOs, Grünen und den ihnen hörigen Medien mit "Alternativen Fakten" bombardiert, soll der Bürger über die Zukunft unserer Landwirtschaft entscheiden? Wir sind doch hier nicht im "Wünsch-dir-was-Land". Die Aufgabe der Politik wäre es, nach Faktenlage zu entscheiden und dem Bürger diese Fakten zu erläutern und nicht den Populisten hinterherzurennen. Dafür müssten diese Fakten aber auch mal realistisch erhoben und komuniziert werden. Road-Show! Wenn ich das schon höre!

von Erhard Kunz

Wer ist denn nachhaltig?

Wenn Bauern demonstrieren ist der Platz nach der Demonstration sauber wie geleckt! Wenn die NGO´s demonstrieren bleibt Containerweise Müll zurück.

von Werner Augustin

Spielen am Handy

Die meisten Abgeordneten, wie auch Frau Klöckner, spielen sowieso nur die ganze Zeit im Parlament am Handy. Wenn niemand zuhört braucht auch keiner zu reden . Aber wenigsten hat sie mit Willi geredet, der uns sowieso besser vertritt als andere hoch bezahlte Funktionäre.

von Heinrich Albo

Wann starten wir

die nächste Demonstration? Wir müssen jetzt "am Ball" bleiben...

von Jürgen Langreder

Bauernpräsident für welche Bauern ?

Ich bin für mehr Demokratie in der Herachie des Verbandes . Viele Äußerungen die Herr Ruckwied in den letzten Jahren gesagt hat , haben bei mir und meinen Mitunternehmern (Kollegen ) sehr große Verwunderung ausgelöst . Wie können wir in unseren Verband Führungskräfte einsetzen die mit Ihren Aussagen von der Bevölkerung und Landwirten wieder wahrgenommen werden .

von Hermann Kamm

verehrte Frau klöckner .

nehmen sie ihren Hut und treten sie zurück! mehr gibt's zu diesen Thema nicht zu sagen!

von Jörg Meyer

Diskussion läuft schräg

Weder Frau Klöckner noch Herr Ruckwied stellen die Frage nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die das Agrapaket für notwendig begründen noch nach den wissernschaftlichen Erkenntnissen die die Zielkonformität der Maßnahmen im Paket begründen. Kurzum hier wird Politik gegen besseres Wissen gemacht um den Bürgern etwas zu beweisen was überhaupt nicht in Form und Ausmaß notwendig ist nach derzeitiger Faktenlage! Beide wissen nicht wie Groß der Rückgang der Insektenpopulationen ist, Sie arbeiten mit getürkten Statistiken beim Nitrat und mit gesellschaftsoziologischen Umfragen beim Tierwohl ohne jede wissenschaftliche Signifikanz. Getrieben wird die Politik durch NGOs und den Wahlerfolgen der Grünen! Das ist eine erschreckende Art Politik zu gestalten und umzusetzen. Für ein Land dessen einzigster wirklicher Rohstoff der Wissensvorsprung gegenüber anderen ist eigentlich eine Bankrotterklärung! Von Frau Köckner habe ich nichts anderes erwartet, aber der Bauernpräsident hat mich persönlich heute ehr abgestossen mit seiner Meinung. Es ist nach meiner Auffassung so nicht im Amt zu halten, so geht das nicht , so darf es im Bauernverband nicht weitergehen! Die Kreisverbände machen tolle unterstützenswürdige Arbeit und die höheren Ebenen erstören das alles wieder!

von Jörg Meyer

Diskussion läuft schräg

Weder Frau Klöckner noch Herr Ruckwied stellen die Frage nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die das Agrapaket für notwendig begründen noch nach den wissernschaftlichen Erkenntnissen die die Zielkonformität der Maßnahmen im Paket begründen. Kurzum hier wird Politik gegen besseres Wissen gemacht um den Bürgern etwas zu beweisen was überhaupt nicht in Form und Ausmaß notwendig ist nach derzeitiger Faktenlage! Beide wissen nicht wie Groß der Rückgang der Insektenpopulationen ist, Sie arbeiten mit getürkten Statistiken beim Nitrat und mit gesellschaftsoziologischen Umfragen beim Tierwohl ohne jede wissenschaftliche Signifikanz. Getrieben wird die Politik durch NGOs und den Wahlerfolgen der Grünen! Das ist eine erschreckende Art Politik zu gestalten und umzusetzen. Für ein Land dessen einzigster wirklicher Rohstoff der Wissensvorsprung gegenüber anderen ist eigentlich eine Bankrotterklärung! Von Frau Köckner habe ich nichts anderes erwartet, aber der Bauernpräsident hat mich persönlich heute ehr abgestossen mit seiner Meinung. Es ist nach meiner Auffassung so nicht im Amt zu halten, so geht das nicht , so darf es im Bauernverband nicht weitergehen! Die Kreisverbände machen tolle unterstützenswürdige Arbeit und die höheren Ebenen erstören das alles wieder!

von Karlheinz Gruber

Vergessen zu schreiben

Der Sitz sollte aber bitte auch hochdotiert sein....

von Karlheinz Gruber

Und ich dachte immer

die Basis ist das wichtigste und nicht die Kollegen/innen/dender im Bundestag. Aber einmal gewählt, will man halt nicht dort fehlen. Frau Klöckner, wenn Sie Politik für Ihr Ressort machen wollen, wäre es von Nöten gewesen, sich auch mal unseren (geballten) Problemen direkt zu stellen. Auch eine schlechte Presse (Buhrufe usw. ) ist eine Presse. Ich bete derzeit nur noch, daß endlich mal auch die gut ausgebildeten Landwirte Gehör finden und nicht die populistische Wählerschaft. Ansonste biete ich mich als Experte bei der Industrieanhörung CO2 usw. an. Habe darüber auch schon mal was gehört. Und geflogen bin ich auch schon, deshalb wäre ein Sitz bei der Luftfahrbehörde für mich genau das richtige.....

von Bernhard ter Veen

Dialog um Agrarthemen...

kein Problem...wenn wir BAUERN dann auch im Gegenzug zu den Themen Rente- Verkehr- Energie- Gesundheit- und und und mitreden dürfen... ansonsten sollten die "Unwissenden Unausgebildeten" möchtegern Experten UND NGO`S sich aus der Thematik RAUSHALTEN. Motto...wenn man nix weiss einfach mal den Mund halten...

von Torsten Kremershof

Interview mit Herrn Rukwied.

Habe gerade auf ARD das Interview mit Bauernverbandspräsident Rukwied gesehen . Kann dazu nur sagen das es mir die gute Laune , welche mir der heutige Tag gebracht hat und die Hoffnung daran ,das wir endlich was bewegen können gründlich verhagelt hat . Man möchte einen ganzen Eimer voll Kot..... :(. Wie nur schafft es dieser Aal nur immer sich in Interviews so um die Beantwortung von Fragen und den Forderungen von unserem Berufstand zu winden ?? Der Mann lamentiert eine Viertelstunde lang hin und her und sagt im Endeffekt null Komma nix zum Thema . Das selbe einsilbige Gefasel wie Frau Klöckner auch. Haben die beiden den selben Mentor , der ihre Reden schreibt ? Beherrscht Herr Rukwied nicht Worte wie Mercosur Abkommen , höhere Kosten, bessere Preise oder auch nur das einfache Wort : " Nein " !!!! Es ist zum Verzweifeln mit diesem Verband !!!

von Willy Toft

Warum war Frau Klöckner nicht in Bonn?

Die ganze BRD war auf den Beinen, und Julia Klöckner macht einen wichtigen Kranken- Besuch bei Bauer Willi, den wir von hier aus gute Besserung wünschen! Die ganze Bauernbewegung nimmt Fahrt auf. Wer sich über die Probleme nicht mit uns austauschen will, und lieber auf die NGO`s hört, denen man anscheinend mehr glaubt, als die eigenen Bauern, muss bald mit den Konsequenzen rechnen. Hier läuft etwas mächtig schief! In unserem Bereich probieren sich alle aus, und wollen noch über die Wirtschaftsformen, Gesetze uns Vorschriften bestimmen! Das das jetzt aus dem Ruder läuft, wird diesen Politikern gerade bewusst! Frau Klöckner, es geht nur mit uns, und wir sind die Lösung, das muss Ihnen nur bewusst werden!

von Rudolf Rößle

50%Praktiker

von Konventionell und Bio mit an den Tisch ohne Verbandsmandat, dass hier nicht wieder irgendwelche Märchenfantasien erarbeitet werden.

von Wilhelm Grimm

Ich habe gestern mit jungen Bauern gesprochen.

Sie verstehen den Bauernverband und dessen zurückhaltenden und viel zu höflichen Umgang mit dieser Regierung nicht mehr.

von Wilhelm Grimm

Das übliche Politgeschwätz.

Nationales Dialogforum ist Bauerndumm. Aber Bauern sind heute gut ausgebildet und fallen nicht mehr auf Propaganda herein, heute nennt man das PR. Und überhaupt: Was sollen denn Gespräche bringen, wenn diese Regierung noch nicht einmal auch nur ansatzweise den Willen zur Rücknahme ihrer verhehrenden Forderungen, Behauptungen und Beschimpfungen über die umweltzerstörende Landwirtschaft hat erkennen lassen. Nicht einmal die irreführenden Behauptungen zum Zustand unserer Gewässer und zur Qualität unseres Grundwassers hat diese Regierung richtig gestellt. Aber die Regierung hat diese Irreführung der Gesellschaft benötigt, um die Düngeverordnung begründen zu können. Schlimmer kann ein Vertrauen der Landwirte nicht hintergangen werden. Und dann wollen die gleichen Politiker mit Landwirten einen Dialog führen ? Die sollen erst einmal ihre bauernfeindlichen Kampagnen einstellen und dem Bürger die heutige Landwirtschaft erklären, erst dann lassen sich Dialoge ernsthaft führen. Wir Alten machen noch weiter, die Jungen suchen sich ihr Leben woanders, sie wollen nicht von der Politik in die Irre geführt werden.

von Volker Grabenhorst

Jeder weitere Tag, den diese unerträgliche Person im Amt ist, ist ein Tag Zuviel!

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