Bundestagswahl 2021

Klöckner verteidigt bisherige Kanzlerkür

Laut Julia Klöckner hat es sich bewährt, dass sich die Parteispitzen von CDU und CSU auf einen Kanzlerkandidaten einigen, der den Mitgliedern dann präsentiert wird. Andere fordern dagegen eine Urwahl

Bundesagrarministerin Julia Klöckner, die auch stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende ist, spricht sich für das bisherige System der Kür von Kanzlerkandidaten aus. Es gebe keinen Grund, vom bisherigen Prozedere abzuweichen, sagte sie dem SWR.

Hintergrund ist der Vorschlag des konservativen CDU-Flügels Werteunion, der eine Urwahl gefordert hatte, dass also die Mitglieder frei einen Kandidaten wählen. Klöckner ist dagegen der Meinung, zu so etwas könne man nicht aufrufen. Politik sei ein Handwerk, vor allen Dingen, wenn man an die Spitze eines Staates wolle. "Insofern ist es ganz gut, sich offen zu zeigen für Vorschläge, aber am Ende auch zu schauen, dass es nicht nur eine schnelle Schlagzeile ist", so Klöckner weiter. Bisher nominierten CDU und CSU immer gemeinsam einen Kanzlerkandidaten.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte zuvor gesagt, er sei überzeugt, dass CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nächste Kanzlerkandidatin der Union wird. Anders sieht dies jedoch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet (CDU). Er meinte, das stehe doch noch gar nicht fest. Kramp-Karrenbauer hat offenbar vorgeschlagen, die Kanzlerkandidatur auf dem CDU-Parteitag Ende 2020 zu entscheiden.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Renke Renken

Können die nicht

einfach mal die Klappe halten, erst ein halbes Jahr Wahk(r)ampf, dann ein halbes Jahr Gezeter, bis die Groko endlich handlungs(un)fähig ist, gefühlt ein Jahr nur Krampf, und jetzt haben wir (normal) noch zwei Jahre Zeit bis zur nächsten Wahl, und nun kekeln und katzbalgen diese überbezahlten Marionetten jetzt schon rum um das wie, wer , wann und durch wen zum nächsten Kanzlerkandidaten "gekürt" werden soll. Einfach mal Schnauze halten, regieren und Politik machen für den Bürger und für den Staat, es gibt mehr als genug Probleme und Baustellen in unserem Land

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