Hannover

Klöckner wehrt sich gegen den Vorwurf bei der Düngeverordnung zu überziehen Premium

„Wir haben uns das Thema Düngeverordnung nicht rausgesucht, müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass Europa es anders sieht. Die EU Kommission hat unmissverständlich klar gemacht, dass sie mehr zum Schutz des Grundwassers erwartet“, sagte am Dienstag Agrarministerin Julia Klöckner.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich gestern mit deutlichen Worten gegen die massive, undifferenzierte Kritik an ihrem Vorgehen zur erneuten Verschärfung der Düngeverordnung gewehrt. „Wir haben uns das Thema nicht rausgesucht, müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass Europa es anders sieht. Die EU Kommission hat unmissverständlich klar gemacht, dass sie mehr zum Schutz des Grundwassers erwartet“, erklärte die Ministerin bei einer agrarpolitischen Veranstaltung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums am Dienstag in Hannover.

„Die Kommission hat mit ihrer Klage gegen Deutschland wegen der unzureichenden Umsetzung der Nitratrichtlinie vom Europäischen Gerichtshof in allen Punkten gegen Deutschland Recht bekommen. Wer ehrlich ist, muss feststellen, dass Deutschland das Düngerecht viel zu spät verschärft hat. Dafür tragen auch diejenigen Verantwortung, die glaubten, man könne das alles verhindern. Diese Abwehrhaltung hat nicht zu einer positiven Grundhaltung der Kommission gegenüber Deutschland geführt“, beschreibt Klöckner das Verhandlungsklima.

Dennoch seien ihr praktikable Umsetzungen und nicht pauschale Absenkungen wichtig. „Es wäre besser, die Kommission gäbe uns die Chance, die 2018 verschärfte Düngeverordnung erst einmal wirken zu lassen. Das braucht eben seine Zeit.“

Notwendige Verschärfungen wurden jahrelang verschleppt

Klöckner zeigte sich enttäuscht über die „selektive Kommunikation“ der Verbände. „Eine Debatte um besseren...

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von Ralf Harth

Pauschaler Abzug von 20%

Mir ist auch klar, dass oben genannte Vorschläge zur Verschärfung der DüngeVO nicht von der EU kommen. Allerdings scheint selbst diese drastische Maßnahme in den Augen der EU-Kommission ja nicht ausreichend zu sein. Zudem muss man bedenken, dass der ermittelte Düngebedarf im ... mehr anzeigen

von Heinrich Roettger

Sehr geeehrter Herr Harth: Sind Sie der Meinung , dass der pauschale Abzug von 20 % im Düngebedarf tatsächlich von der EU vorgeschrieben wurde??

Für mich ist dies eine alleinige Entscheidung unserer Landwirtschafsministerin und liegt komplett in Ihrem Kompetenzbereich. Wieso kann unsere Ministerin und Ihr Staatssekretär die gute fachliche Praxis einer ausgewogenen Ernährung unserer anvertrauten Kulturpflanzen so ungestraft ignorieren??

von Gerd Uken

Die 20% kann man /ich so auch nicht nachvollziehen

Wenn wir ehrlich sind, die Wasserrahnenrichtline beschäftigt uns ja auch schon mind.seit 2012 Ob die Landwirtschaftsministerin nun aus RP oder NRW kommt ist vollkommen Schnurz piep egal. Es ändert nichts an der Tatsache das das KInd jetzt in den Nitratbrunnen gefallen ist undcda ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

EU ist schuld oder nicht, wir selbst sind verantwortlich !!!

Unsere Regierung hat mit ihren nach Brüssel gemeldeten Messstellenwerten nicht nur die Kommission über die aktuelle Situation des deutschen Grundwassers absichtlich getäuscht, sie hat auch die deutsche Öffentlichkeit und die Medien bewusst falsch unterrichtet und tut dies auch noch ... mehr anzeigen

von Ralf Harth

Kleines Rheinland-Pfalz

Lieber Herr Roettger, auch im kleinen Rheinland-Pfalz gibt es bäuerliche Haupterwerbsbetriebe, die allerdings im Gegensatz zu vielen Betrieben im großen NRW eine ihrer Vieheinheiten entsprechende Fläche bewirtschaften und dementsprechend nicht so stark von Verschärfungen bei der ... mehr anzeigen

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Julia Klöckner

auch wenn ich hier und heute Prügel beziehe, Frau Klöckner trifft keine Schuld an der Misere!. Die Problematik liegt bei der EU. In Brüssel werden Gesetze gemacht und unsere Regierung incl. Landwirtschaftsministerin müssen sie umsetzen. Man hat den Bock zum Gärtner gemacht und muss ... mehr anzeigen

von Heinrich Roettger

Den pauschalen unsinnigen 20 % Abzug hat Sie mit Ihrem Staatssekretär alleine und völlig kopflos auf den Weg gebracht.

Der Entscheidung gerade einer CDU Ministerin kann nicht von einem Bauchgefühl sondern muss immer vom Verstand geleitet sein. Vielleicht sollte statt dem kleinen Rheinland Pfalz doch lieber eine Frau aus dem grossen Nordrhein-Westfalen das Ministerium leiten. Schon das gesamte Management ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Sie denkt sich: Angriff ist die beste Verteidigung, aber dann muss sie auch ehrlich bleiben, das tut sie nicht !

Zur Auswahl und den Bedingungen der Messbrunnen kein Wort. Brüssel und die NABU-Ministerin spielen sich mit der Kommission die Bälle zu. Die Viehdichte in den Niederlanden und Dänemark kein Wort, Und dann der große NABU und Bärbel Höhn-Trick mit den "Roten Gebieten", sie will sich ... mehr anzeigen

von Hendrik Hueske

Es ist schon merkwürdig, das bei den Hausbrunnenuntersuchungen unter 10 Prozent Werte über 50mg aufweisen, man uns aber weismachen will, das alles schlecht ist. Keine Nachfragen oder Nachforschungen warum Werte unter Niedermoorgebiete so hoch sind oder warum aus dem selben ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Respekt das sie da so deutlichehe Worte

Gefunden hat - das hat einigen anwesenden sicherlich nicht geschmeckt....... Das sich was ändern muss ist klar aber das wie und vor allem wo?

von Renke Renken

Und für den Weltmarktpreis produzieren

zu EU-Vorgaben, daß ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten - wenn wir Obst , Gemüse, Fleisch, Getreide und Milchprodukte importieren, dann interessiert uns plötzlich nicht mehr, wie anderswo produziert wird, Hauptsache billig. Und wie Menschen dafür ausgebeutet werden spielt ... mehr anzeigen

von Georg Summerer

Wer hat was verschlafen?

Die Regierung hat jahrelang verschlafen die Nitratwerte im Grundwasser richtig zu messen und in entsprechender Anzahl an Brüssel zu melden. Ich persönlich würde eine Mindestanzahl von 30000 Probestellen mit entsprechender Bewertung durchaus für angemessen halten. Und wer war jetzt ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Dann erwarten wir auch

mehr Gleichbehandlung von der EU , in Galicien ( Spanien ) werden 4 - 5 Kühe pro ha gehalten, und überhaupt scheitert die EU daran, daß sie sich vielzuviel in die Belange der einzelnen Mitgliedsstaaten einmischt und alles bevormunden will, in der großen Politik aber nichts geregelt ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Notwendige Verschärfungen? Notwendige genauere Untersuchungen der Probleme sind.......

auf der Strecke geblieben! Jetzt den Prügel herauszuholen, und wild um sich zu schlagen, weil man es nicht besser weiß, verkennt die Situation auf den Höfen! Wir müssen für Weltmarktpreis produzieren, und bekommen nur Steine in den Weg gelegt, das werden die Betriebe so nicht ... mehr anzeigen

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