Pflanzenschutz

Klöckner will auch Neonikotinoid Thiacloprid verbieten

Der nächste Wirkstoff der Neonikotinoide, Thiacloprid, steht auf der Streichliste. Landwirtschaftsministerin Klöckner will sich auf EU-Ebene für ein Anwendungsverbot einsetzen. Es soll „schnellstmöglich“ umgesetzt werden.

Bundesagrarministerin Klöckner hat sich heute für ein „schnellstmögliches“ Verbot des Neonikotinoids Thiacloprid ausgesprochen. Sie wolle sich auf europäischer Ebene gegen die Wiedergenehmigung und damit für ein Verbot des Wirkstoffs Thiacloprid einsetzen, teilt das BMEL heute Nachmittag mit. In Brüssel gab es dazu am Montag eine erste Erörterung im zuständigen Ausschuss für Pflanzenschutzmittelrechtsetzung. „Der Wirkstoff Thiacloprid gilt nach neuesten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen als gesundheitlich bedenklich und schädlich für den Naturhaushalt, unter anderem auch für Bestäuber“, begründete Klöckner ihre Entscheidung. Laut der Ministerin verdeutlichen die Risikobewertungen der zuständigen Behörden das Risiko. „Meine Haltung war hier immer klar: Solche Wirkstoffe müssen vom Markt“, sagte sie.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Klöckner auf europäischer Ebene für ein Verbot der drei bienenschädlichen Neonikotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Freiland gestimmt. Bis heute hatte sich außerdem darauf bestanden, dass es in Deutschland auch keine Notfallzulassungen bei der Zuckerrübenbeizung dieser Wirkstoffe geben wird. Sie stehe dazu, auch wenn dies in anderen Mitgliedstaaten der EU abweichend praktiziert werde, hatte Klöckner mehrfach wiederholt.

Thiacloprid ist ein Insektizid zur Bekämpfung von Acker- und Obstschädlingen wie Blattläusen und Mottenschildläusen, Blattflöhen, Apfelwicklern und Rüsselkäfern. Zu in Deutschland zugelassenen Produkten gehören unter anderem 'Calypso', 'Lizetan' und 'Biscaya'. Die Mittel werden unter anderem im Raps- und im Obstanbau angewendet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte im Jahr 2016 das Ruhen der Zulassung für bestimmte Anwendungen und insbesondere während der Blüte eine Zeit lang verfügt aber danach wieder aufgehoben. Hintergrund war die zwischenzeitliche Absenkung des Rückstandshöchstgehaltes (RHG) für Thiacloprid in Honig von 0,2 mg/kg auf 0,05 mg/kg, die dann aber auch wieder auf den Ursprungswert zurückgesetzt worden war.

Die geltende Zulassung für den Wirkstoff Thiacloprid läuft noch bis April 2020. Eine Widergenehmigung soll es danach nicht mehr geben, heißt es im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Frankreich hatte die Nutzung von Thiacloprid bereits gemeinsam mit dem Verbot für die drei Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam untersagt.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Karlheinz Gruber

Hallo Herr Dressel

langsam glaube ich, außer uns gibt es keine anderen mehr. Nur noch kurz. Ich bin gerade dabei meine Direktvermarktung auf/ auszubauen. Hatte da auch, wie sie schreiben, schon Ideen. Eine wäre gewesen, da bei uns in der Stadt ( 17000 Einwohner) wie wahrscheinlich überall, ziemlicher Leerstand herrscht, dort gemeinsam mit anderen Landwirten eine kleine Ladenfläche anzumieten. Dort hätten wir, z. B. die Auslagen nach Meterpreis an Landwirte vermieten können. Die angestellten Verkäufer werden über diese Meterpreise entlohnt. So nach dem Motto: "unser Bauernladen". Habe die Idee im Amt vorgetragen und die erklärten mir, daß alle schon bestehenden Direktvermarkter sich ihren Hofladen aufgebaut haben und dort die ganze Logistik betreiben, wenig Interesse usw..... Wenn dann noch jeder LDW selber verkauft, kann seine Zeit für Produktion zu knapp werden/ Und wie viele LDWler unterbieten dann selber mit Ihren Produkten den Nachbarn. Wie beim Pachten. Da zahlt man auch einfach mehr, nur um was zu haben.... Ein schwieriges Pflaster..... Vielleicht trifft man sich mal, dann kann man länger reden

von Peter Dressel

Herr Gruber

Hallo nochmal Herr Gruber, Erstmal vorweg entschuldige ich mich so ausfallend geworden zu sein. Kommentare bei denen man mit Nazionalsozialistischen Zeiten liebäugelt, da platzt mir einfach der Kragen. (..daher der Kommentar Hirn Vernebelt ) Auch ansonsten kann man Mais als Alternative für Raps Pflanzen es ist aber nunmal eine sehr zehrende Kultur und der Boden ist auch sehr schnell in Gefahr ausgewaschen zu werden. Und Raps ist zudem nur ein Bruchteil der Tracht von Bienen. Man sollte sich eben nach alternativen umsehen. Klasse statt Masse. Direktvermarktung, Genossenschaften und co. gründen Ich gehe kurz nochmal auf ihre Punkte ein. ""Die Fleischproduktion ist das einzige was auf manchen Flächen Funktioniert"" Wir reden von manchen Flächen. (z.B zu steil, zu Nass..) Das ist aber nur ein Bruchteil der LW flächen und das sollten sie wissen. ""Der Verbraucher will alles zu jeder Zeit."" Wieso Demonstrieren wir als Landwirte nicht wie wir wirtschaften. Produzieren selbst unser Brot, Gemüse, Obst etc.? Auf dem eigenen Hof bzw. in der Genossenschaft. Und haben so ständig Rückmeldung unserer Kunden..Dieser Kontakt funktioniert nicht über Bärbel die bei aldi an der Kasse sitzt. Vestehen sie?Mit genossenschaftlicher Vermarktung/Verkauf Direkt auf dem Hof oder Hofnah in eigenen kleineren Läden. Man muss keine Utopischen Preise verlangen. Warum? Es gibt keine Zwischenhändler. Wer LEBENSMITTEL zum SPOTTPREIS will der soll sie aus China kaufen. Kunden MÜSSEN umerzogen werden! Lebensmittel sind das wichtigste!! Vor Handy, Fernseher und 5 Urlauben im Jahr. Das ist all dad geld was uns verloren geht!! Und viele die hier kommentieren wollen einfach so weitermachen. Ich wünsch mir das jeder Bauer wieder anfängt selbst seine Produkte zu Vermarkten. Wir sollten gemeinsam zusammenstehen und uns nicht die Preise diktieren lassen!!!! Wer sein Weizen an der Börse vermarktet und dann über geringe Preise jammert der sollte aufwachen. ""Die Leute sind Älter geworden weil ausreichend Nahrung da ist und die Inhaltsstoffe sich verbessert haben."" Ja das Stimmt! Es ist aber nur ein Teil der Wahrheit! Nochmal...genauso hat sich die Medizintechnik Rasant verbessert und die Leute müssen weniger körperlich schwere Arbeit leisten.. ebenso gibt es weniger Unfälle durch Arbeitssicherheit. All sowas fliest in die durchschnittliche Lebenserwartung einer Bevölkerung mit ein! Wenn das jemand rausrechnet ist die Statistik gefälscht ganz einfach. Wär wirklich toll wenn nur wir Landwirte uns dafür loben könnten. Ist aber nicht so. Wenn sie mir nicht glauben können fragen sie Experten, ihren Arzt z.B oder lesen sie nach... Ja oft führen solche Gespräche zu wenig.. aber ich freue mich zu hören, dass sie Kompromissbereit und vernünftige Kommunikation noch nicht aufgegeben haben. Mfg

von Karlheinz Gruber

Herr Dressel

es ist schade, daß Sie mich nicht kennen. Denn sonst würden Sie wissen, daß etliche meiner Bekannten auch in der Bioschiene unterwegs sind, daß ich sehr viel ausprobiere. Dann würden Sie wissen, daß ich sehr viel Öffentlichkeitsarbeit für die LDW (egal ob Bio oder Konv.) mache. Und ich denke, z. T. mehr als manch anderer... Wenn Sie schreiben, man soll miteinander reden, volle Zustimmung. AABER auf dem selben NIVEAU und nicht in der Werbung oder Presse, nicht einseitig wie die NGO und Grünen auf die anderen einschlagen, damitParteipolitik betreiben weil die die schlechteren sind und als Alleinstellungsmerkmal vorzeigen, daß ich ohne Umweltzerstörung arbeite, was sich bei genauer Betrachtung nicht ganz so halten läßt. Jede Landwirtschaft ist ein Eingriff, und jede Maßnahme wird von allen Betriebsleitern in der Regel hinterfragt. Und die Leute sind Älter geworden, weil ausreichend Nahrungsmittel da sind, die Qualität und Inhaltsstoffe sich verbessert haben. Das wir zu viel Fleisch essen? Kommt auf den einzelnen an. Die Fleischproduktion ist manchmal das einzige, wo auf bestimmten Flächen funktioniert. Oder wollen Sie das Gras selber als Salat auf dem Teller? Mahlzeit, wie lange werden Sie dann damit überleben? haben sie eine Verdauung wie die Wiederkäuer oder einen riesen Blinddarm wie die Pferde? Oder gibt es Menschen mit diesen Körperausstattungen. Mir bis heute nichts bekannt. Würde man im Gegenzug auf Konsumfrüchte wie Ananas, Kiwi, Bananen, Erdbeeren usw. verzichten, so könnte man auf diesen Flächen auch Landwirtschaftliche Grundgüter anbauen. Dann reichen die Flächen für alle. Aber nein, der Verbraucher will alles zu jeder Zeit. Und der Verbraucher will nichts dafür bezahlen. Dass ist der Punkt. Der Verbraucher läuft dem nach, der am lautesten plärrt und was ohne Hintergrundwissen logisch zu sein scheint. Und das wir solche Diskussionsprobleme haben, liegt daran, daß die Regale 24/7/ 365 Tage im Jahr voll sind. Wir können uns die niedrigere Produktion nur leisten, weil Geld für den Einkauf da ist, und unter MENSCHEN- und UMWELTSCHÄDEGENDEN Bedingungen im Ausland produziert wird (was aber den Verbraucher nur sekundär evtl. etwas tangiert). Der Verbraucher ist nicht der Feind. Er ist der Irregeleitete von den NGO´s und Grünenlobbyisten, dem, wie Sie schon selber geschrieben haben, das Hirn vernebelt wurde. Fangen Sie einfach mal an, nur auf das Niveau zu kommen, daß Sie dem Gegenüber zugestehen (Hirn Vernebelt....) Dann ist bei Ihnen auch schon viel erreicht, bevor Sie uns sagen, wie wir mit anderen Reden sollen. Oder ist Ihre Ansprache ein Beispiel für die Diskussionskultur die Sie verfechten und bei uns Ablehen?! Na dann herzlichen Dank.Ich kann verstehen, daß einem manchmal der Kragen platzt. Aber dann dürfen Sie im selben Beitrag nicht unterschiedliche Punkte fordern und austeilen.

von

schade, schade, schade

Sachde, dass wir heute nicht mehr zwischen Risiko und Gefahr unterscheiden können. Schade, dass nicht nur Thiachloprid, auch andere Wirkstoffe eher unter politischen Beweggründen vom Markt genommen werden, als aufgrund fachlicher Aspekte. Gegen Pflanzenschutz zu sein, ist envogue. Schade, dass heute die Welt nur in schwarz und weiß eingeteilt wird. Bio ist gut, Konventionell ist schlecht. Schade, dass wir uns verteidigen müssen, weil wir unsere Mitmenschen mit Nahrungsmitteln versorgen und uns dabei an geltendes Recht halten. Schade, dass wir nicht mal hier in einem Fachforum fachlich und sachlich miteinader umgehen können. Was spricht gegen Mais, der fachlich sauber angebaut wird? Mit Zwischenfrucht, reduzierter N-Menge, wo möglich auch mit Untersaat. Mais kann eine Biodiversitätsförderungspflanze sein! Ja , und es ist schade, dass Raps deutlich weniger angebaut werden wird. Das Risiko wird einfach zu groß. Wir haben jetzt 3 Jahre kein Biscaya mehr eingesetzt, weil wir es nicht gebraucht haben. Dieses Jahr waren aber derart viele Rapsglanzkäfer unterwegs, dass knapp 20% der Fläche behandelt werden mußten, wenn nicht alle Schoten gefressen werden sollten (Schadschwelle mit 10 Käfern war deutlich überschritten). Mit dem Wissen, dass wir dieses Produkt nicht mehr für den Notfall zur Verfügung haben, werden auch wir den Rapsanbau einschränken (müssen). Schade, dass durch diesen Umgang miteinander und bei diesen Perspektiven noch mehr Betriebe aufgeben werden. Es muß wohl erst schlechter werden, bevor es besser wird. Schade, dass inzwischen anscheinend gilt: Nur wer zerstört, wird gehört.

von Peter Dressel

@ obermeier @ Gruber

Nun mal langsam. Wer behauptet ich stünde hinter der Politik Grüner Parteien? Das hab ich nirgendwo behauptet. Ich sehe auch,dass Grüne Populismus betreiben, deswegen stelle ich mich lange noch nicht hinter Parteien mit Rechtem Gedankengut. Soviel dazu. Es ist sehr einfach die Welt in Freund und Feind einzuteilen! Sehr sehr einfach. Das ist das Ziel der Politik in den Letzten Jahren. Und bei den Leuten hier in den Kommentaren scheints zu funktionieren Ich gebe mir in allen Bereichen meines Lebens mühe zur Reduzierung Umweltfremden Konsums oder Verhaltens. Ich stehe als Konventioneller Landwirt viel in Kontakt mit Biologisch wirtschaftenden Betrieben. Man hilft sich wo man kann. Und ich verschliese mich auch nicht dagegen mir Tricks von ihnen anzueignen. Viele von denen die hier sich auf die Seite der Bios oder Konv. Landwirte stellen und sich gegenseitig schlecht reden sollten sich doch einfach Fragen: REDEN wir noch miteinander oder nurnoch ÜBEREINANDER? Herr Gruber ganz ehrlich solche Aussagen ohne Fundament sind GENAU das was man Populismus nennt. "Warum haben wir eine Höhere Lebenserwartung?" Nur n paar beispiele.. -Weniger Kontakt mit Bakterien und Viren durch Hygienische Lebensbedingungen. -weniger Körperlich schwere Arbeit (bei einem groß der Bevölkerung -> ob das gut ist bezweifel ich) - Besserer Stand der Medizin -"Unsere Vorfahren waren alle Bios": Ja und jetzt stellen viele wieder auf Bio um. Vielleicht hat ja Konventionelle Bewirtschaftung viele Nachteile. "Wir haben hier keine Hungersnöte mehr": Es ist längst klar das jeden Tag Fleisch zu essen nichtmehr tragbar ist. Das frisst landwirtschaftliche Anbauflächen, die genausogut für Getreide, Gemüse oder Obst verwendet werden könnten. Landwirte sollten sich heutzutage mit ihren Lebensmitteln direkt die Bevölkerung versorgen. Eigene Vermarktungsgenossenschaften gründen! Nicht über zig zwischenhändler die sich riesige Gewinne in die Taschen stecken. Der KUNDE scheint schon zum Feind geworden zu sein..weil man nichtmehr miteinander Redet bessert sich das ganze auch nicht! Probiert alternativen und redet miteinander auch wenn man von uns Landwirten momentan kein gutes Bild hat. Bringt nichts wenn wir jammern und uns auf unserem Traktor einschliesen. Seit offen euch VORURTEILSFREI mit anders Wirtschaftenden Landwirten zu Unterhalten.

von Juergen Blanke

Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit ?

Jedem der sich mit dem Thema befasst ist klar das ohne Insektizide die Weltbevölkerung nicht zu ernähren ist . Es ist auch jedem der sich den Auswirkungen von gut gemeinten Verboten beschäftigt klar ,das vieles solche Folgen hat die langfristig die Umwelt zerstören und genau das Gegenteil bewirken was erwünscht war . Das Verbot der insektiziden Beizen hat dazu geführt das bei uns in der Gegend nach einem Totalausfall der Rapsflächen im letzten Jahr fast kein Raps mehr angebaut wird .Bei den Rüben muste in diesm Jahr bereits das dritte mal gegen Insekten gespritzt werden . Auch bei Pflanzkartoffeln müssen jetzt wesentlich mehr Insektenspritzungen durchgeführt werden damit diese nicht von Virusbeladenen Blattläusen infiziert werden .Was besser für die Umwelt ist wewrden einige Experten irgendwann einmal ausrechnen .Ich hoffe das es dann nicht zu spät ist

von Hans Nagl

Leute nur mal so zum Nachdenken.

Wo bleibt in dieser Diskussion über das Verbot von Wirkstoffen die Chemieindustrie .Die halten sich vornehm zurück. Wir die Landwirtschaft machen für die Marketing, und bekommen dann Prügel von der Gesellschaft.

von Paul Siewecke

Raps ohne Insektizide...

funktioniert nur in den kühleren Küstenregionen. Es ist dabei auch ein Glücksspiel, ob es so lange so kühl bleibt, bis der Raps blüht, bevor die Glanzkäfer anfangen zu fliegen... Und wer von den Berufskollegen hat schon so eine "Monte-Carlo-Casino-Mentalität"?

von Walter Rothenbacher

Ein sofortiges Verbot

kann man nur bei den Bauern auflegen. Ein Verbot von Insektiziden hat im Raps einfach die Folge das keinen mehr Angebaut werden kann. Es haben nur wenige Biobauern Raps in der Fruchtfolge. Was ist dann mit den Blühenden Felder, wo holen dann die Bienen ihren Nektar oder Blühten Pollen. Bestimmt bei der der Bevölkerung in Ihren netten Steingärten.

von Henrik Plaas-Beisemann

Maisanbau

Von Verboten bei Pflanzenschutzmitteln profitiert tatsächlich der Maisanbau. Wir bauen keine Mais an, aber jeder der auch nur ein Bisschen Ahnung vom Ackerbau hat, erschließt sich ziemlich schnell, dass Mais unter dem Verzicht von Pflanzenschutzmitteln am wenigsten Ertragsverluste aller Kulturen hat. Insektizide und Fungizide sind in unseren Breiten im Maisanbau quasi nicht notwendig. Herbizidmaßnahmen kann man mechanisch relativ besser als in anderen Kulturen substituieren. Hinzu kommt, dass Mais seine Hauptwachstumsphase in den warmen Monaten hat, so dass auch eine nicht bedarfsgerechte Düngung durch Mineralisation aus dem Bodenvorrat ausgeglichen wird, was zwar zu einem langfristigen Verlust der Bodenfruchtbarkeit führt, mittelfristig aber weiterhin ein gleichmäßiges hohes Ertragsniveau garantiert. Das ist ja auch der Grund, warum Prof. Taube für Raps schwächere Restriktionen empfiehlt als für Mais und E-Weizen, weil auch ihm der Wettbewerbsvorteil des Maisanbaues gegenüber anderen Kulturen bei stärkeren Restriktionen bewusst ist. Wir werden Biskaya nicht halten können und wir werden deutlich mehr Mais in der Feldmark sehen, das wäre meine Prognose.

von Karlheinz Gruber

Herr Dressel

daß verbiete ich mir doch noch etwas, daß man mir sagt, die Industrielobby wäscht mein Gehirn. Ich bin als Landwirt Unternehmer und sehr wohl in der Lage, auch kompliziertere Zusammenhänge auch in der Natur noch selbst einordnen zu können. Genau so gut könnte Ich Ihnen jetzt vorwerfen, die NGOs und die Grünen Parteien haben Ihre Subjektivität auf den Nullstand gebracht. Lobbyismus wie jetzt den Bauern immer vorgeworfen wird, ist in der freien Marktwirtschaft in jeder Sekunde am Arbeiten. Jeder Wirtschaftsverband, jeder IHK Verein, macht minütlich oder bei Veranstaltungen bei der Politik ganz offen!!!! Lobbyismus. Liest man jeden Tag in der Zeitung. Was ist mit dieser Art? Warum dürfen die und wir nicht? Nur weil es hier um Autos, Glühbirnen, Straßen, Fernseher, Bauaufträge oder andere Konsumgüter geht? Was ist denn bei uns besser? Zwangsökologisierung und damit ein noch schnelleres Höfesterben? Unsere Vorfahren waren alle Bio! Warum sind die umgestiegen? Warum stieg die Lebenserwartung?! Warum haben wir hier keine Hungersnöte mehr? Ja wir müssen sorgsam mit den Resourcen umgehen. Aber das heißt noch lange nicht, auf alles zu verzichten, weil es ein Mainstream ist. Und wenn schon verzicht, dann aber auch überall. D. h.: auch im Haushalt auf alle Chemie und Mikroplastik zu verzichten.... Na bereit dazu Auto, Fernseher, Seife, Zahnpasta, Kloreiniger, Duschgel, Verpackungen usw. nicht mehr zu nehmen? Oder sind hier doch die Lobbyisten der Wirtschaftsverbände noch stärker bei Ihnen?

von Anton Obermeier

Dressel

Die mit Abstand verlogenste Partei sind die Grünen. Wissentlich belügen sie das Volk und betreiben auf Kosten einer Minderheit reinen Populismus. Was die hinter verschlossenen Türen so alles über die Landwirtschaft ablassen will man sich gar nicht vorstellen, denen wird nur leider keine solche Falle gestellt. Das ganze wird durch eine mediale Gehirnwäsche, vor allem durch die öffentlich-rechtlichen, begleitet.

von Hermann Kamm

@peter Dressel

ich möchte nicht wissen ob unsere Altparteien nicht das gleiche machen?

von Peter Dressel

Industrielobbyismus wäscht Hirne

Jetzt Mais anbauen statt Raps. Ganz ganz toller Plan. Find es mitunter ziemlich peinlich was manche Berufskollegen hier von sich geben. Wie rechte Parteien ihr eigenes Volk beklauen hat man ja unlängst erst in Österreich gesehen. Aber scheint bei manchem hier nichtmehr durchzudringen durch den ganzen Nebel im Kopf.

von Hans Haid

Rapsanbau wird immer mehr erschwert

Wenn der Wirkstoff Thiacloprid auch noch verboten wird, dann können ja die Biobauern mehr Raps anbauen, damit die Bestäuber überleben können.

von Harald Finzel

Meine Konsequenz: Mais statt Raps

Die derzeitige Rapsblüte ist eine der schönsten Zeiten im landwirtschaftlichen Jahreszyklus. Auch auf meinen Rapsfeldern brummt es aktuell vor lauter Honig- und Wildbienen und allerhand anderer Bestäuber - und das, obwohl ich die Bestände im Frühjahr mit Thiacloprid (Biscaya) behandelt habe! Diese Momente, in denen ich im blühenden Rapsfeld stehe und einfach nur den Bestäuber-Insekten bei ihrem Treiben zusehe, lassen mich versöhnlich stimmen für viele Vorwürfe von Medien, Politik und NGOs , dass ich als Bauer für alles Übel dieser Welt verantwortlich sei. Auch deshalb baue ich überhaupt noch Raps an, obwohl dieser schon seit einigen Jahren finanziell nicht mehr lukrativ ist. --- Umso schwerer würde für mich das Verbot von Thiacloprid wiegen: Es geht nicht einfach um eines unter mehreren Insektiziden im Rapsanbau. Sondern um die grundsätzliche Möglichkeit, auch in den kommenden Jahren ein einigermaßen funktionierendes Resistenzmanagement gegen Schadinsekten im Raps zu führen. Wenn nach vielen anderen Insektiziden nun auch noch Thiacloprid wegfallen sollte, halte ich ein solches Resistenzmanagement für nicht mehr möglich. Folge: Schweren Herzens werde ich zukünftig auf den Anbau von Raps verzichten - und diesen in der Fruchtfolge durch Mais ersetzen. Auch wenn ich Mais aus vielerlei Gründen eigentlich nicht anbauen will, und auch das örtliche Umfeld (Imker, Spaziergänger, Anlieger, ...) sicher nicht begeistert sein wird. Aber welche Alternativen bleiben mir denn?!? --- Mir werden diese "gelben Glücksmomente" fehlen. Aber was die Gesellschaft bestellt, das soll sie auch bekommen...

von Reinhard Matzat

Bye Bye Raps

.

von Wilhelm Grimm

Jeder Unternehmer muss täglich Entscheidungen treffen,

wenn er und sein Betrieb überleben will. In der Politik ist es so lange umgekehrt, bis alle nach dem "Starken Mann" rufen.

von Hermann Kamm

Alles schön langsam verbieten,

damit die Produktionskosten immer weiter steigen! So das die Landwirtschaft in der BRD nicht mehr rentabel ist und Landwirte ihren Job am Nagel hängen. CDU ihr seid nicht besser als SPD und Grüne! ES wird Zeit das die Altparteien UMDENKEN! Ansonsten sind sie nicht mehr wählbar! (...)

von Wilhelm Grimm

Abwägungsprozess

ist für Ministerin Klöckner ein Fremdwort. CDU schleich dich ! So läuft das nicht !

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