Koalitionskrach

Klöckner lässt BMU Termin zum Insektenschutz platzen Premium

Der Streit zwischen Agrar- und Umweltministerium kocht hoch. Klöckner beschwert sich in einem Brief, dass Schulze sie bei der Organisation eines Runden Tisches zum Insektenschutz außen vorlässt.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze verheddern sich in einem Streit. In einem auf gestern datierten Brief an Schulze, der top agrar vorliegt, beschwert sich Klöckner deutlich darüber, dass Schulze sie nicht ausreichend an den Planungen für einen Runden Tisch zum Insektenschutz beteiligt. „Nun muss ich feststellen, dass Du selbstständig einen Termin und eine Tagesordnung vorgelegt hast ohne Einbindung des BMEL“, lautet ein Satz darin. Sie sei über das Vorgehen zur Planung und Terminierung „erstaunt und verwundert“, schreibt Klöckner weiter.

Klöckner legt weiter dar, dass sie aus terminlichen Gründen am vom Bundesumweltministerium (BMU) festgesetzten Termin für das Treffen nicht teilnehmen kann. „.. und es war Deinem Haus nicht möglich, auf einen anderen Termin auszuweichen. Das ist bemerkenswert“, fährt sie fort.

Klöckner will alle Betroffenen zum Insektenschutz an einem Tisch

Klöckner betont in dem Schreiben, dass Umwelt- und Landwirtschaftsministerium für das Insektenschutzprogramm „eine gemeinsame Federführung vereinbart“ hätten. Es sei „von größter Bedeutung“, dass es gelinge, alle Betroffenen an einen Tisch zu...

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Schäfer

Hoffentlich

verre..t diese Koalition bald

von Klaus Volker Reuhl

tuesday for farmers

wenns die Politik nicht richten kann

von Wilhelm Grimm

Dieser Streit ist überfällig.

Frau Klöckner hätte wissen müssen, dass man mit den Ideologen des NABU nicht diskutieren kann. Ihre Nachgiebigkeit dem NABU-Ministerium gegenüber bei gleichzeitiger Überheblichkeit gegenüber den Argumenten der Landwirtschaft haben uns in das Verderben geführt. Nur gut, dass mit "Land schafft Verbindung" unseren jungen Leuten der Kragen geplatzt ist. Vielleicht ist da noch was zu retten.

von Christoph Schulte Tüns

Große Koalition

Die große Koalition ist einfach nur noch peinlich! Das ganze ist mehr Kindergarten als Kabinett ob Klöckner und Schulze, Kramp Karrenbauer und Maas. Nur noch Streit und Zwietracht und da wundert man sich das die AFD mehr Stimmen holt als die CDU und von der SPD ganz zu schweigen. Bitte aufhören und Neuwahlen lieber heute als morgen!

von Rudolf Rößle

Praktiker

werden wohl keine eingeladen und die Hauptdiskussion geht um das Schaufeln von der ersten in die zweite Säule damit Nichtlandwirte mehr Geld erhalten.

von Hans Spießl

das ist Politik

G1 dann G2 bald G5 Netz. Der Mobilfunk ist für das Insekten sterben verantwortlich!!! ansonsten hätten ja die Insekten schon vor Jahren so in den 70igern aussterben müssen!? und in der so dreckigen DDR hätte es keinen Insekten mehr geben dürfen! so schauts doch aus. Das 5G Netz da werden die Vögel auch noch sterben, Menschen erkranken..... davon kannst ausgehen aber das darf nicht angesprochen werden obwohl Leute aus Militär und Technik die diese Gefahren der Strahlen, Frequenzen kennen, heute schon warnen.

von Gerhard Steffek

Mit diesem Gebahren -

macht die Schulze nur eines deutlich: Ideologie um jeden Preis! Gleichzeitig aber auch, welch geistiger Tiefflieger sie ist. Denn eines sollte ihr schon klar sein, ohne Bauern geht kein Umweltschutz. Es wäre ja nicht so, daß die Umwelt zugrunde ginge. Ob mit oder ohne Bauern, es wird immer eine Umwelt geben. Allerdings stellt sich dann die Frage welche Umwelt wir letztendlich dann haben. Denn ohne Bauern, die die Wiesen mähen und Äcker bestellen, hätten wir in kürzester Zeit nur noch Wald. Ob das den Herrschaften dann in ihre Vorstellungswelt paßt bezweifle ich aber sehr.

von Michael Behrens

Die beiden sind per "du"?!

Schade das TA nicht den ganzen Brief veröffentlicht. Das die beiden per "du" sind war mir bisher nicht bekannt, aber erklärt aus heutiger Sicht einiges. Wollen wir hoffen das aus der oberflächlichen Pseudo Freundschaft kein Zickenkrieg auf unseren Rücken ausgetragen wird!

von Erhard Kunz

Wahlkampf

Bei dem Gebahren der beiden Damen darf sich weder Frau Schulze noch Frau Klöckner darüber wundern, wenn Parteien wie AFD oder Linke ihre Stimmenanteile weiter ausbauen. Bessere Wahlkampfhilfe kann man einfach nicht leisten. Die Linken und die Rechten lachen sich einfach nur ins Fäustchen. Und mit den Landwirten redet sowieso keiner.

von Norbert Schulze-Darphorn

Frau Klöckner könnte ja auch zu Tisch kommen

Und gemeinsam mit den Landwirten sinnvolle Programme ausarbeiten ohne Frau Schulze und den ganzen NGO,s die den Hals eh nicht voll genug bekommen. Würde wahrscheinlich auch mehr bringen und ganz wichtig einfache praktische schnell umzusetzen Ergebnisse zu Tage fördern.

von Volker Grabenhorst

Grundsätzlich überrascht mich nur, dass beide „Damen“ überhaupt des Lesens und Schreibens mächtig sein sollen

von Willy Toft

Richtig Frau Klöckner, und wo bleiben die Bauern an dem Tisch?

Die ganzen NGO bekommen Zutritt, und entscheiden über das Schicksal der gebeutelten landwirtschaftlichen Betriebe. Ob es um die Machbarkeit geht, oder wie man die Bauern mit integrieren kann, alles soll von Oben diktiert und übergestülpt werden! Wir sind nicht gegen Insektenschutz, Sie Frau Schulze, sollten nur der Berufsgruppe das Wort gönnen, die es nachher umsetzen müssen und sollen! Das Frau Schulze sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wenn es um die Restriktionen geht, die sie gerne auf dem Weg bringen möchte, oder schon hat, liegt in der Natur der Sache! Wer mehr Ökologie möchte, muss es auch ökonomisch ausgleichen, sonst wird da kein Schuh draus!

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