top agrar Interview

Klöckner: „Hingehen, wo es wehtut“ Premium

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beschreibt ihr Verhältnis zu den Landwirten als „wohlwollend, aber konstruktiv kritisch“. Bei der Düngeverordnung bekommt sie massiven Protest der Bauern zu spüren. Im Interview mit top agrar erläutert sie, wie sie damit umgeht.

Klöckner gibt weiterhin als ihr vorrangiges politisches Ziel aus, dass sie die Gesellschaft und die Landwirtschaft miteinander versöhnen will. „Deshalb gehe ich insbesondere auch dorthin, wo es wehtut: Zu Verbrauchern, die ein vorgefertigtes Bild von der Landwirtschaft haben und diese für vieles verantwortlich machen. Und ich gehe zu Landwirten, auch zu deren Großdemonstrationen, wo mitunter sehr einseitig argumentiert wird“, sagt sie im Interview mit top agrar. Ihr Verhältnis zur Landwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Organisationen bezeichnet sie als „wohlwollend, aber konstruktiv kritisch.“ Wenn es notwendig und gerechtfertigt ist, stelle sie sich vor die Landwirtschaft und die Bauernfamilien, erläutert sie weiter.

Düngerecht soll zur Balance zwischen Tierbeständen und Fläche führen

Bei den Verhandlungen zur Düngeverordnung mit dem Bundesumweltministerium und der EU-Kommission verspricht sie sich für „fachlich sinnvolle Maßnahmen, die eher praktikabel sind“ einzusetzen. Die bisher in den roten Gebieten geplante 20-prozentige Unterdüngung bezeichnet sie als „problematisch“. Für ihren 7 Punkte Plan mit Fördermaßnahmen für die Landwirtschaft zur ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Alles soweit richtig interpretiert und wahrgenommen, wir müssen nur Aufpassen, dass.....

die Landwirtschaft dabei in DE nicht abgeschafft wird. Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft muss erhalten bleiben! Das Bauernbashing in der Print- Welt muss aufhören! Warum wird unsere Landwirtschaft nicht medial stärker gefördert, wir haben die höchsten Standards, hier liegt im Wesentlichen, die große Diskrepanz in der Wahrnehmung der Bevölkerung!

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