Agrarpaket im Bundestag

Koalition will Umschichtung durchwinken Premium

Union und SPD wollen der Umschichtung von 6% der Direktzahlungen hin zu den Agrarmaßnahmen am Donnerstag im Bundestag zustimmen. Damit wäre der erste Teil des Agrarpakets umgesetzt.

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag abschließend über die Umschichtung der Direktzahlungen zu den Agrarmaßnahmen in der Zweiten Säule. Danach soll der Satz von gegenwärtig 4,5 auf 6% erhöht werden. Die Regelung gilt nur für das Jahr 2020.

SPD lenkt ein

Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD signalisieren im Vorfeld beide ihre Zustimmung. „Es wird mit 6 Prozent so laufen“, sagte der SPD-Agrarsprecher, Rainer Spiering, gegenüber top agrar. Die SPD hatte bis zuletzt auf eine höhere Umschichtung zwischen 10 und 15% gedrängt. Sie hatte dies damit begründet, dass das Geld für die Agrarmaßnahmen in der Zweiten Säule, etwa für die Honorierung von Umwelt- und Klimamaßnahmen der Landwirtschaft, benötigt werde. Nun setzt die SPD auf die Veränderung der Agrarzahlungen über die anstehende Reform der EU-Agrarzahlungen in Brüssel.

Union pocht auf moderate Erhöhung

Die Union hatte hingegen versucht, die Umschichtung moderat zu halten und legt Wert darauf, dass sie nur für 2020 gilt. Mit der Umschichtung stehen den Agrarprogrammen im Jahr 2020...

Verpassen Sie nichts mehr!

Erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt ganz unverbindlich.

30 Tage kostenlos testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Der Bundesrat hat für eine Anhebung der Umschichtung auf 6 % der Direktzahlungen hin zur 2. Säule, dem ländlichen Raum, zugestimmt. Umweltschützer hatten einen deutlich höheren Wert gefordert.

Insektenschutz/ Umschichtung/ Tierwohlkennzeichen

So sehen die Details des Agrarpakets aus

vor von Stefanie Awater-Esper

Das Umweltministerium hat sich mit Einschränkungen für den Pflanzenschutz im Agrarpaket durchgesetzt. Der Kompromiss zu Tierwohllabel und Umschichtung war vorher durchgesickert.

Die Einigung der Bundesregierung zu Insektenschutz, Umschichtung und Tierwohl treibt die Agrarpolitiker von CDU/CSU auf die Palme. Sie wollen erhebliche Änderungen erreichen.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Christian Kraft

Umschichtung

Betriebe bei denen die Gewinne passen sollten auf das Geld vom Staat verzichten. Das hätte den positiven Effekt das man sich nicht ständig rechtfertigen muß und die ständigen Kontrollen einen am Allerwertesten vorbei gehen. Der Staat holt sich ein Teil des Geldes sowieso wieder über die Steuer.

von Hans Spießl

Freies Bauerntum gibt es ja eh schon nicht mehr

langsam wird eine Öko Diktatur aufgebaut. Die zumindest Problem bewussten Bauern müssen reagieren. Es rette sich wer kann. Pachten zurück geben, Maschinen verkaufen, Vieh abstocken, unbedingt Kredite tilgen....... die Produktions schlachten sind vorbei. Es geht jetzt darum den Hof zu erhalten....... aber das darf derzeit noch nicht so angesprochen werden. Die jungen Bauern werden ja immer noch so richtig belogen von den zu gut bezahlten Staatsdienern...... und wer auf Bio setzt geht auch in die Pleite, weil die Masse des Volkes nicht so dumm ist und für den scheiß Bio Fraß viel Geld ausgeben will.

von Hermann Kamm

Saubande

dreckige!!!!!

von Willy Toft

Hier soll der Koalitionsfrieden eingehalten werden, über die Großen Brocken gibt es noch....

Diskussionsbedarf! Wir sehen noch keinen Ökonomischen Ausgleich, geschweige denn, wo der Mehrwert für Natur und Umwelt liegen soll? Wie kann man eine funktionierende Landwirtschaft, so mit überhöhten Forderungen überfrachten, wo wir doch nur den Erlös auf Weltmarktniveau bekommen? Jede Verschlechterung sehen wir als Kampfansage, die bäuerlichen Familienbetriebe werden es nicht überleben, und die Industriellen werden es auch sauer haben, überhaupt klar zu kommen! Will man alles hier "Platt machen", um nur einer Klientel von verwöhnten Eliten zu gefallen? Hinter jedem Betrieb stehen noch mal mindesten 10 Arbeitsplätze im Vor- und Nachgelagerten Bereich, das will man alles auf dem Spiel setzen???? Da sind einfach keine Wähler mehr zu gewinnen, darüber sind sie sich noch nicht im Klaren!

von Wilhelm Grimm

Sie werden satt und zur Landwirtschaft keine Lust.

Es wird so weitergehen, rette sich wer noch kann !

von Karlheinz Gruber

90 % fließen an die Landwirte zurück

wohin fließen denn die anderen 10 % von den landwirtschaftlichen Geldern. Bei den Verbrauchern heißt es immer die Bauern bekommen so viel Geld weil es im Agrarhaushalt ist. Evtl. mal veröffentlichen wie viel die Kommunen usw. von UNSEREM Geld erhalten, Auf unsere Kosten....

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen