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Kooperationen in der Landwirtschaft: Drum prüfe, wer sich bindet

Wer unter den Kooperationspartnern haftet, wie hoch die Steuerbelastung ist, sowie erbrechtliche Konsequenzen. Das alles entscheidet sich mit der Wahl der Rechtsform.

Den Einleitungsartikel der Serie zur Kooperationen in der Landwirtschaft finden Sie hier: Partner oder Einzelkämpfer

Ob hinter Ihrer neuen Gesellschaft GbR oder GmbH steht, ändert am Namen nicht viel, an Ihrem Steuerbescheid sehr wohl. In  Übersicht 3 auf Seite 36 haben wir daher die in der Landwirtschaft verbreitetsten Rechtsformen zusammengestellt und kurz erläutert.

Die GbR – Jeder haftet

Die häufigste Rechtsform in der Landwirtschaft ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Die Gründung ist einfach, kommt bereits durch mündliche Absprache zu Stande, wobei natürlich wegen der Rechtssicherheit ein schriftlicher Vertrag anzuraten ist. Ein Vorteil der GbR besteht in der Besteuerung als Personengesellschaft. Die Gewinne werden damit beim einzelnen Gesellschafter mit dem individuellen persönlichen Steuersatz erhoben, der zwischen 15 % und 45 % liegen kann. Sonderausgaben, wie beispielsweise Altenteilleistungen und Vorsorgeaufwendungen, können Sie dabei noch abziehen. Erwirtschaftet die Gesellschaft Verluste, können diese mit anderen persönlichen Einkünften des Gesellschafters verrechnet werden.

Der Gewerbesteuer unterliegen Per­sonengesellschaften grundsätzlich nur, wenn sie gewerbliche Einkünfte erzielen. Dabei kommt – wie beim Einzelunternehmer – noch ein Freibetrag in Höhe von 24 500 € je Gewerbebetrieb zur Anwendung. Fällt in der Gesellschaft Gewerbesteuer an, wird diese auf der Ebene des...

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