Zukunft der Agrarzahlungen

Länder schmieden Kompromiss zur Agrarreform an den Grünen vorbei

Acht Bundesländer haben einen Kompromiss zur Agrarreform in Deutschland vorgelegt. Er enthält wachsende Mittel für die 2. Säule und den Verzicht auf Kürzungen für Großbetriebe.

Acht Agrarminister und Agrarministerinnen der Länder haben sich zusammen geschlossen und legen ein gemeinsames Kompromisspapier zur Umsetzung der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) in Deutschland vor. Es ist ein parteiübergreifendes, schwarz-rot-rot-gelbes Bündnis, dass seine Vorschläge in einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner formuliert. Damit haben sich alle Länderagrarminister gegen die Länderagrarminister der Grünen verbündet.

Höhere Umschichtung in die 2. Säule

In dem Papier, das top agrar vorliegt, schlagen die Länder einen moderaten Anstieg der Umschichtung von Mitteln aus der 1. Säule zu den Agrarumweltmaßnahmen in die 2. Säule über die Zeit vor. Die Umschichtung von Direktzahlungen in die 2. Säule soll danach im Jahr 2023 bei 8 % starten und in einem steigenden Korridor mindestens 10 % im Jahr 2027 erreichen.

Keine neuen Ambitionen für die Eco-Schemes

Das Geld für die Öko-Regelungen (Eco-Schemes) aus der 1. Säule wollen die Länder hingegen wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zunächst bei 20 % der Direktzahlungen belassen. Sollte in den Trilog-Verhandlungen auf EU-Ebene noch ein höheres Budget (ab 25 %) für die Öko-Regelungen verpflichtend festgesetzt werden, schlagen die Länder vor, zu prüfen, inwieweit Teile von Leistungen der 2. Säule auf die Öko-Regelungen angerechnet oder Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen der 2. Säule als Öko-Regelungen in die 1. Säule verschoben werden können.

Verzicht...


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Diskussionen zum Artikel

von Christoph Zeitz

Was ist der Sinn der Zahlungen?

Diese Frage beantwortet wohl keiner der Vorschläge: mehr Naturschutz? Wohl kaum, sonst würden die Weidetiere höher und gleich gestellt Prämie bekommen (= 1 Kuh entspricht 10 Schaafe). 6000€ Für 100 MK Mutterkuhprämie wird wohl keinen Halter vom aufhören abhalten. Freiwillige ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Die Landwirtschaft

gehört an die Wertesteigerung der Industrie gekoppelt. Dann könnte die GAP gestrichen werden.

von Gerd Uken

Hätte man die Prämie gekappt

Dann hätte es Betriebszeilungen gegeben- so kommen wir aber auch nicht weiter . Wasser predigen aber Wein saugen!

von Andreas Gerner

Paradox

Die Grünen wurden bei der letzten Wahl die KLEINSTE Fraktion im Bundestag. Damit nicht genug. Etwa 2% der Landwirte werden die gewählt haben und ausgerechnet im Ressort Landwirtschaft stellen die die Hälfte der Länderminister. Irgendwie wird die Demokratie ausgehebelt, wenn es um ... mehr anzeigen

von Sabine Baumgartner

Falsches Feindbild

Schulze und Flachsbarth sind nicht grün, das Problem sitzt derzeit im Umweltministerium bzw. in der Personal und Lobbypolitik der Umweltverbände. Hier scheint aber Lobbyarbeit nicht negativ sondern positiv beladen zu sein. Das ganze Ministerium besteht nur aus Populismus und ... Da die ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

Alle Parteien tönen

Für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und genau denen wird das Geld gekappt wessen Brot ich esse dessen Lied ich singe

von Hans Spießl

Richtig

Da zeigen sie ja wie falsch und dreckig sie sind. es sollte sich nur für das dumme Stimmvieh - dem allgemeinen Volk - das für den Bauernstand Verständnis hat gut anhören..... nur nebenbei schauen Sie doch einmal bei YuoTube rein in den Bundestag ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Abgeordnete

War heute interessant welche Meinung unsere regionalen Vertreter bei unterschiedlichen Themenfeldern haben mit Daumen nach oben, quer und nach unten. Wenn man sich selbst die Fragen stellt, kommt bei mir zumindest eine Parteienmischung heraus. So erwarte ich es auch von Volksvertretern, ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Der Schwachsinn geht weiter

Das Derzeitige System ist doch im Grunde schon nix anderes als ein absolut unübersichtliches, überholtes, krankes System. Was Pflanzenschutz und Düngung angeht haben wir ja sowieso schon einen engen Rahmen, alleine da diese Gewässerabstände wo ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Lieber Hans

Erfülle die ECO-Schemes und Dir ist ein lebensgroßes Denkmal in deinem Heimatort sicher.

von Hans Spießl

Der Schwachsinn geht weiter

ich hatte in dieser Sache auch schon Kontakt zu Grünen Politiker ( die von Landwirtschaft ein wenig Ahnung haben ) und da wurde mir sogar recht gegeben das dieser Schwachsinn Bio auf Grenzertragsstandorten eigentlich Verboten werden müsste.

von Hans Spießl

Der Schwachsinn geht weiter

solange insbesonders das sinnlose Bio Ackern um zb 1 to Sondermüll - Getreide für die Biogasanlage so hoch subventioniert wird wie derzeit gibt es keinen Platz für Naturschutz, Weidetiere, Bienenweide, ja von all diesen schönen Nutzungsformen wie ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Subventionen komplett abschaffen

Die Zahlungen in einem Zeitraum von max. 5 Jahren Abbauen und dafür personenbezogene Zahlungen in höhe der Sozialversicherung der in der Landwirtschaft tätigen einführen - Bio etc,... das soll der Bio Konsument bezahlen - Den Mercedes muß auch ... mehr anzeigen

von Peter Börnig

Kappung

So schlecht wäre es nicht gewesen den Größenwahn mal etwas zu bremsen!

von Bernhard ter Veen

NABU & Co

sind nun mal -zu Recht- nicht an einer Gesetzesbildung beteiligt. Alles was aus dieser Organisation heraus an Einfluss auf die Agrarpolitik gemacht und mitgenommen wird gehört künftig als Korruption eingestuft und deren Vertreter, egal welcher Partei zugehörend, aus deren Amt ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Aktiengesellschaften

und ähnliche Konstrukte gehören ausgeschlossen von Zahlungen

von Hans Spießl

Richtig

aber glaub mir diese Verbrecher haben gute Berater und Hintertüren, Pachtverträge die Unterverpachtung etc, erlauben, Strohmänner die irgendwie Abhängig sind...... zB die 150.000 Euro Betriebsprämie höchstgrenze über sowas lachen die nur......

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