Nutztierhaltung der Zukunft

Ländermehrheit fordert Umsetzung der Borchert-Empfehlungen

Die Bundesländer fordern die Bundesregierung auf, die Vorschläge der so genannten Borchert Kommission zum Umbau der Tierhaltung umzusetzen und Maßnahmen vorzulegen.

Die Empfehlungen der Borchert-Kommission zur Zukunft der Nutztierhaltung treffen in den Bundesländern überwiegend auf Zustimmung.

Im Rahmen seiner Stellungnahme zum Agrarbericht 2019 der Bundesregierung fordert der Agrarausschuss des Bundesrates die Bundesregierung dazu auf, umgehend geeignete Instrumente wie eine Tierwohlabgabe umzusetzen, um den Umbau zu einer zukunftsfähigen Nutztierhaltung zu ermöglichen und Strukturbrüche zu vermeiden.

Zugleich verweist der Ausschuss auf das Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“, das der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundeslandwirtschaftsministerium im Frühjahr 2016 veröffentlicht hatte.

Der Agrarausschuss stellt fest, dass bereits damals „ein zukunftsweisendes Konzept für den Bereich Tierhaltung“ vorgelegt worden sei. Bei der Abstimmung über die Empfehlung gab es allerdings eine Reihe von Enthaltungen, darunter die Länder mit CDU-geführten Landwirtschaftsministerien Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Bayern stimmte sogar dagegen.

Positiv wertet der Agrarausschuss auch die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgelegte Ackerbaustrategie. In ihrer Empfehlung betont eine deutliche Ländermehrheit die Notwendigkeit, die Ackerbaustrategie „nach Abstimmung mit den Ländern“ zeitnah umzusetzen. Dabei seien verschiedene Bausteine des Ackerbaus wie Bodenbearbeitung, Bodenleben, Humusaufbau, Pflanzenschutzmaßnahmen und Fruchtfolgen neu zu bewerten, um den Ackerbau nachhaltiger zu gestalten.

Die Redaktion empfiehlt

Das Papier der Borchert-Kommission zeige dem Sektor Nutztierhaltung in Deutschland endlich wieder eine tragfähige Perspektive auf. Philipp Schulze Esking zu den Empfehlungen der Kommission:

Ein Umbau der Tierhaltung ist unumgänglich, urteilt die Borchert Kommission und fordert nicht weniger als einen Systemwechsel ein. Vielen Praktikern stockt bei dieser Vorstellung der Atem.

Die Borchert-Kommission empfiehlt einen grundlegenden, langfristigen Umbau zu mehr Tierwohl und Umweltschutz. Dieser würde Milliarden kosten. Lesen Sie hier exklusiv und vorab alle Details!

Der Umbau der Tierhaltung wird Milliarden kosten. top agrar hat die Empfehlung des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung von Ex-Minister Borchert analysiert. Lesen Sie hier, woher das Geld kommen soll.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Die Wahrheit liegt am Markt

Und da ist die Wahrheit, dass die Mehrheit der Bevölkerung das beim Einkauf gar nicht interessiert! Es gibt also zwei Möglichkeiten: verstärkte Verbraucheraufklärung oder Aushebelung des Marktes. Gerade bei letzteres sehe ich Probleme mit der EU und am politischen Willen. ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

diese Heuchler leben alle mit der Landwirtschaft aber keiner von der Landwirtschaft das sogenannte Tierwohl kostet doch nur Geld und wird uns keinen Cent an Einnahmen bringen

von Diedrich Stroman

Basar

Landwirtschaft und bäuerliche Familienbetriebe, es wird geschachert und verhandelt wie auf einem orientalischen Basar! Selbst ernannte Propheten verkünden ohne praktischem Wissen und Nutzen ein Himmelreich mit der Tür zum Abgrund des Teufels!!Sie handeln wie Sklaventreiber im Mittelalter!!

von Konrad Darscheid

Ja, klar

Die Länderministerien stellten ja auch 16 der 28 Teilnehmer der Borchert Kommission.

von Willy Toft

Ich wünsche uns allen, dass auch bei uns etwas ankommt(!),.......

und nicht woanders wieder bei uns eingespart wird! Der Handel denkt da stets Pragmatisch, das solltemn wir nicht verkennen. Wer will bei der Ackerbaustrategie uns die Fruchtfolge vorschreiben, wenn wir für die anderen Früchte keine vernünftige Verwertung sehen? Humusaufbau durch ... mehr anzeigen

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