Förderung

Lagerung sowie Aufbereitung von Gülle als Schwerpunkt der Bauernmilliarde

Die Bundesregierung erklärt, wofür die Gelder als der sog. Bauernmilliarde ab 2021 verwendet werden können. U.a. gibt es für eine verbesserte Gülleaufbereitung Förderung.

Die zusätzlichen Gelder für Landwirte aus dem Zukunfts- und Investitionsprogramm sollen hauptsächlich in die Förderung der Lagerung und in Ausbringungstechniken von Gülle sowie die Gülleaufbereitung durch Separierung fließen. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Bereitstellung der sogenannten „Bauernmilliarde“.

Ein genauer Termin für den Start der entsprechenden Antragsverfahren stehe aber noch nicht fest. Die Mittel im Umfang von einer 1 Mrd. € seien ab 2021 abrufbar und stünden für vier Jahre bereit. Investitionen in eine verbesserte Gülleaufbereitung seien im Rahmen des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFP) bisher nicht förderfähig gewesen.

Laut Bundesregierung sehen die Planungen für das Investitions- und Zukunftsprogramm darüber hinaus zusätzliche Mittel für die Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen vor. Diese solle im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) erfolgen, weil hier auf bereits bestehende und etablierte Maßnahmen zurückgegriffen werden könne.

Weiterhin würden Mittel des Programms für die Aufgabenfelder Digitalisierung und Innovation bereitgestellt. Im Bereich Innovationsförderung und Digitalisierung könnten beispielsweise die Entwicklung und modellhafte Erprobung von digitalen Lösungen, die den zielgenaueren Einsatz von Ressourcen ermöglichten, oder die Förderung von Innovationen - insbesondere im Förderbereich Technik und umweltgerechte Landwirtschaft - hinsichtlich neuer Ausbringungstechniken zu einer Minderung der Nitratbelastung beitragen. Die Unterstützung von innovativen Techniken beziehungsweise Demonstrationsvorhaben im Bereich Wirtschaftsdünger sei ebenfalls vorgesehen.

Vielfältige Unterstützung für die Landwirte

Der Transformationsprozess, welcher mit der „Bauernmilliarde“ unterstützt werden soll, umfasst nach Angaben der Bundesregierung die angestrebte Umstellung der landwirtschaftlichen Betriebe hin zu einer umwelt-, natur-, klima- und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise. Darin inbegriffen seien beispielsweise die emissionsmindernde Abdeckung von Güllelagern, die Anschaffung emissionsarmer Ausbringungstechnik sowie Investitionen im Bereich umwelt- und ressourcenschonende Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Bodenbearbeitung.

Hinzu kommen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen wie die Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur oder die extensive Bewirtschaftung von Dauergrünlandflächen, Insektenschutzmaßnahmen oder die Aufbereitung von Gülle durch Separierung. Die Regierung stellt klar, dass ein Ausgleich der finanziellen Effekte auf die landwirtschaftlichen Betriebe, die sich durch verpflichtende Vorgaben der Verordnung zur Änderung der Düngeverordnung ergeben, nicht möglich sei.

Mit dem Investitions- und Zukunftsprogramm, dem Bundesprogramm Nährstoffmanagement und der Förderung über Umwelt- und Klimaprogramme sollten die landwirtschaftlichen Betriebe jedoch bei der Umsetzung des Transformationsprozesses unterstützt und die Auswirkungen dadurch abgemildert werden.


Diskussionen zum Artikel

von Ulrich M. Sorg

Bauernmilliarde ist grundsätzlich richtig - es kommt darauf an, was damit gemacht wird

Ich bin jetzt nicht mehr überrascht über die teils unschönen Worte, die so mancher Kommentator hier verwendet - Das verleiht dieser wichtigen Debatte keinen guten Unterton! Schade um die Landwirte der mittleren und kleineren Betriebe, die sich kaum mehr auf die Stimmen der ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

wir werden schon wieder verarscht.

Abdeckungen von Güllelagern schadet der Insektenvielfalt! und dann gibts auch keine Mistbienen mehr. Jedes eingreifen des Staates erreicht nur Zwiespältigkeit seitens des Klimas und Artenvielfalt. am einfachsten wäre es unsere Regierung mit auf den Mars zu schicken.

von Hans Nagl

Falsche Überschrift.

Richtig: Bauernmilliarde für die Industrie.

von Hermann Kamm

Das sehe ich genauso,

1 milliarde zum fenster hinaus geworfen. einfach nur lachhaft.

von Rudolf Rößle

Wachsen

Förderung für Wachstum, wie auch bei Campina Bericht. Immer weniger und immer größere Betriebe wird es geben. Flächen werden rausfallen, die von Großmaschinen nicht bewirtschaftet werden können.

von Klaus Goller

Freude

Bei der Landtechnikindustrie für die neue Förderung. Die neu geschriebenen Preislisten incl. der Förderung sind schon in der Schublade

von Willy Toft

Es gibt viele in den Ministerien die die Gülle abschaffen wollen, das geht gar nicht!

Mehr Lagerkapazitäten und Aufbereitung hört sich gut an, soll aber ablenken von den Leuten die Total gegen Gülle sind! Ich möchte es gerne Glauben, dass die Protagonisten der Regierung uns "HELFEN" wollen, nur der Weg dahin, lässt uns alle im Regen stehen! 20 % weniger düngen, dass ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Die Verschärfungen durch die DüVo20 gelten zum Teil bereits,

der Rest gilt ab 1.1. Und irgendwann ab 2021 soll dann Geld abrufbar sein für notwendige Investitionen, um die Auflagen überhaupt umsetzen zu können. Ganz schön schlecht geplant. Mit keiner anderen Branche würde so umgegangen. Mit den Bauern kann man´s ja machen.

von Willy Toft

Die Energieeffizienz soll auch gefördert werden, wird allerdings gerade ausgesetzt!

Diese Staatlichen Förderrichtlinien werden alle paar Monate erneuert, bzw. ausgesetzt! Ich bin schon völligt genervt, so bekommen sie mich nicht zu einer Investition bewegt!

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