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Landtagswahl Brandenburg: Landwirte fordern klare Positionen

Die Brandenburger Landwirte wirtschaften im Fokus eines sich beschleunigenden Modernisierungsprozesses. Sie benötigen jetzt Rückendeckung der politischen Akteure, mahnt der Bauernverband.

Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) hat den Parteien im Zuge der bevorstehenden Landtagswahl am 1. September einen Themenkatalog zukommen lassen und um konkrete Antworten auf drängende Probleme der Landwirtschaft gebeten. Die Antworten werden nach Ablauf einer Frist aufbereitet und seinen Mitgliedern zugänglich gemacht.

LBV-Präsident Henrik Wendorff kritiisiert, dass sich die Parteien in der jüngeren Vergangenheit gern hervorgetan haben, wenn es um Ansprüche an die Landwirtschaft ging. "Wenn wir dann aber über die dafür notwendigen Rahmenbedingungen reden wollten, dann wurde es auf der anderen Seite des Tisches häufig still. Achselzuckend wurde dann auf den Bund oder die EU verwiesen. Damit muss endlich Schluss sein“, .

Ein für Brandenburg wichtiges Zukunftsthema ist seiner Meinung nach die Tierhaltung. Denn die natürlichen Bedingungen im Land, die Ansprüche der Verbraucher und die Erfordernisse einer notwendigen Kreislaufwirtschaft verlangten mehr regionale flächengebundene Tierhaltung in dem Bundesland. Dies umso mehr, da die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg verstärkt regional erzeugte Produkte nachfragt und dieser Bedarf bei Weitem nicht gedeckt werden kann.

"Baurechtliche Genehmigungsverfahren für Ställe haben sich in der Vergangenheit für die Bauern zu einer Odyssee mit ungewissem Ausgang entwickelt. Die Investitionsbereitschaft ist deshalb rapide gesunken. Wir erwarten von den Parteien unter anderem eine Antwort auf die Frage, wie sie sich in diesem Spannungsfeld zu positionieren gedenken", sagte Wendorff weiter.

Die Liste der Fragen umfasst insgesamt neun Themen, darunter auch Aus- und Weiterbildung, Schutz der landwirtschaftlichen Fläche, Natur- und Gewässerschutz, der Umgang mit geschützten Arten und digitale Landwirtschaft.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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von Erwin Schmidbauer

Die Landwirtschaft muss sich im Klaren darüber sein, dass sie nur noch eine kleine Gruppe ist, eine Minderheit mit geringer Bedeutung. Darum ist es leicht, ihnen die Daumenschrauben anzuziehen und Forderungen ungehört zu lassen. So lange die mediale Aufmerksamkeit bei Skandalen liegt und die Landwirtschaft nicht Sympathieträger bei den Medien wird, wird es immer schwieriger.

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