Förderung

Landvolk sieht großen Investitionsbedarf für Düngerlager

Für den Bau neuer Güllelager und Mistplatten stellt Niedersachsen 10 Mio. Euro bereit.

Niedersachsen will den Bau neuer Wirtschaftsdüngerlager oder Lagerplatten für Stallmist mit insgesamt 10 Mio. Euro unterstützen.

Neben den eigentlichen Lagerstätten gibt es auch die Fördermöglichkeit für Technik beim Befüllen oder Entnehmen, die Logistik um das Güllelager wie Vorplatz oder Überdachung und auch Ausgaben für entsprechende Gutachten sowie Baudienstleistungen.

Betriebe mit mehr als zwei Großvieheinheiten je Hektar müssen Abnahmeverträge für ihre Wirtschaftsdünger vorlegen. Die Fördersumme ist auf 35 Prozent des Gesamtvolumens begrenzt, die Investition muss mindestens 25.000 Euro betragen und darf netto maximal 200.000 Euro erreichen. Die Anträge sind bis zum 29. Juli einzureichen an die Bewilligungsbehörde, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Landvolk sieht weiteren Förderbedarf

Lob dafür kommt vom Bauernverband, denn strengere Vorschriften für den längeren Lagerzeitraum betriebseigener Düngemittel würden den Landwirten zusätzliche Investitionen abverlangen.

Mit der Förderung könnten die Landwirte die strengeren Vorschriften erfüllen und Wirtschaftsdünger noch passgenauer auf ihren Flächen ausbringen, sagt Landvolkvizepräsident Dr. Holger Hennies. Auch in Ackerbauregionen, wo Gülle oder Stallmist aus Tierhaltungsbetrieben den Humusgehalt der Böden verbessern kann, fehlten vielfach entsprechende Lagermöglichkeiten, um den Dünger zum richtigen Zeitpunkt verfügbar zu haben.

„Auf die Verschärfungen der Düngegesetzgebung müssen unsere Landwirte mit erheblichen Investitionen reagieren, dieser Bedarf geht weit über das Fördervolumen von derzeit zehn Mio. Euro hinaus“, meldet Hennies noch weiteren Bedarf für derartige Zuschüsse an.

Wann liefert das DMK endlich?

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Yvonne Richter

Am Problem vorbei

Der Ausbau von Lagern und Lagerplatten geht an der zu lösenden Problematik duch die neue DÜV vorbei, denn der Wirtschaftsdünger muss raus aus dem Kreislauf, genauso wie die darin enthaltenen riesigen Wassermengen. Das Schlüsselwort ist Komplettaufbereitung. "Wasser raus- Nährstoffe konzentrieren-Dünger(Pellets) vermarkten" Dafür wären die notwendigen Investitionen und mögliche Förderungen weitaus besser eingesetzt. www. renewenergyprojekt. de

von Steffen Harms Harms GbR

Der Antrag

kostet ca 500 Euro.Ausserdem weiß man gar nicht so genau wie das mit den Abbahmevertägen läuft.Hab gestern noch mit einem Berater gesprochen.Man muss auch mindestens drei Angebote vorliegen haben und natürlich noch die Baugenehmigung....

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