Berlin

Landwirtschaft in die Klimaschutzpolitik einbeziehen

Professor von Braun kritisiert die bisherige Nicht-Einbeziehung der Landwirtschaft in die Klimapolitik. Doch gerade sie müsse langfristig klimaneutral oder sogar positiv werden, fordert er.

Für eine Einbeziehung der Landwirtschaft in die Klimaschutzpolitik spricht sich der langjährige Vorsitzende des Bioökonomierats, Prof. Joachim von Braun, aus. „Die Landwirtschaft muss langfristig klimaneutral oder sogar positiv werden“, sagt von Braun im Interview mit Agra-Europe. Dabei gehe es nicht um abrupte Änderungen, sondern um ein generelles Umsteuern.

Der Wissenschaftler kritisiert, dass die Landwirtschaft aufgrund ihrer Doppelrolle als Verursacherin von Klimagasen und Leitragende der Klimaveränderungen lange Zeit aus der Klimapolitik ausgeklammert worden sei. Auch die Interessenvertretung habe sich selbst „gern zurückgehalten“, wenngleich sie inzwischen eine eigene Strategie vorgelegt habe. Von Braun fordert ganzheitliche Klimakonzepte, wie es sie in Ansätzen für die Bodennutzung, aber auch die Tierhaltung bereits gebe. Dabei spielten technologische Neuerungen eine wichtige Rolle.

Ausdrücklich betont der Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn die Bedeutung molekularer Züchtungstechniken für die notwendige Weiterentwicklung der Pflanzenzüchtung. Die Diskussion über die Genome-Editing-Verfahren schätzt er als konstruktiver und weniger verhärtet ein als die Auseinandersetzung der vergangenen Jahrzehnte um die klassische Gentechnik. Das Plädoyer des Bioökonomierats für eine differenzierte Bewertung der neuen genetischen Methoden und eine Anpassung des Gentechnikrechts sei „bis weit in die Zivilgesellschaft hinein“ positiv aufgenommen worden.

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Diskussionen zum Artikel

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von Christoph Noven

Fordern, fordern und nochmal fordern.

Was fordert das Professörchen den da ? Möge er sich sich lieber um seine Pflanzen kümmern und nicht den Klimapapst spielen. Davon gibt es eh schon zu viele. Warum spricht niemand aus, daß dem Klima nur durch KONSUMVERZICHT auf breiter Basis beizukommen ist ? Ich fordere einen 10-fach höheren Preis fürs Fliegen und eine Mobiltelefonquote. Max 1 neues Gerät alle 3 Jahre, oder halt doppelter Preis, fürs Klima. 1 TV Gerät pro Haushalt und Verbot von Waschmaschinen, Spülmaschinen, Staubsaugern etc. für Arbeitslose. Die könnten ja für die üppigen Alimente, Miete, Heizung, Krankenversicherung Taschengeld etc. auch mal was fürs Klima tun. Aber nein, es werden zig Millionen in Land geholt, deren ökologischer Fußabdruck mit Einreise mal locker um den Faktor 50-100 steigt. Wir werden hier alle nach Strich und Faden veräppelt. Es stellt sich die Frage, wem der Herr Professor dient. Es ist wohl auch hier die Absicht, einen Posten zu sichern und gewissen Leuten durch solche Pamphlete in den Po zu kriechen.

von Jörg Meyer

Richtig

Moderne Technologien werden wichtiger werden dazu gehört auch crisper cas, effizienz in jeglicher hinsicht, aber auch Verzicht der Gesellschaft nicht nur beim fleischkonsum, sondern bei Mobilität, freizeitverhalten und anderen lebensbeteichen! Ob das den demonstrierenden Schülern schon bewusst ist?

von Christian Kraus

Egal um was es eigentlich wirklich geht wenn man es Klimaschutz nennt dann ist man "in". Unter dem Strich geht es hier trotzdem nur um Gentechnik. Wenn Gentechnik die Lösung wäre oder wie andere ausgerechnet haben Bäume pflanzen dann sollen sie doch Bäume entwickeln die in der Wüste wachsen. DAS wäre die Lösung!

von Torsten Kremershof

Landwirtschaft ?

Die findet doch in Zukunft klimaneutral in Südamerika statt !! ;)

von Albert Maier

Unter dem ...

... Deckmäntelchen des Klimaschutzes kann man alles fordern, wenn solchen Professoren gar nichts mehr anderes einfallt auch, dass die Sonne im Westen aufgehen soll....

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