Ökolandbau

Löwenstein hält Insektenschutzprogramm für unzureichend Plus

Das Insektenschutzprogramm der Bundesregierung reicht den Ökolandwirten nicht aus. Um den Artenschwund aufzuhalten, plädiert der BÖLW-Vorsitzende Löwenstein für „radikale Maßnahmen“.

Eine „radikale Bedrohung unserer Lebensgrundlagen“ sieht der Vorsitzende vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, im anhaltenden Verlust der Artenvielfalt. Das Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung sei „bei weitem nicht ausreichend, um das Absterben unserer Lebensgrundlage aufzuhalten“, sagte der BÖLW-Vorsitzende auf der Jahrestagung des Verbandes in dieser Woche in Berlin. Prinz Löwenstein mahnte deshalb „radikale Maßnahmen“ an und bekräftigte seine Forderung nach einer stärkeren Förderung des Ökolandbaus. „Die Leistungen von Bio für die Artenvielfalt sind...

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Diskussionen zum Artikel

von Alexander Audrit

Mehr braucht man dazu nicht zu sagen!

https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/insektensterben-doch-nicht-so-schlimm-2137525411.html

von Guido Müller

Der Herr von und zu Löwenstein

soll sich einmal näher mit dem Thema befassen und nicht die Thesen der selbsternannten Insektenschützer verbreiten. Er soll mal im Internet unter "Insektenschutz" googeln, dann bekommt er "Hintergrundwissen" .

von Felix zu Löwenstein

Wie kommt die Landwirtschaft wieder zurück in die Gesellschaftliche Diskussion

Dem Zitat von Prof. Rademacher, die Landwirtschaft sei Teil der Lösung, kann man nur zustimmen. Ohne die Landwirtschaft gibt es keine Lösung der Biodiversitätskrise. Wie er zur Einschätzung kommt, die Landwirtschaft sei kein Problem, erschließt sich mir allerdings nicht. Die Studie ... mehr anzeigen

Anmerkung der Redaktion

Prof. Dr. rer. nat. Michael Rademacher stellt klar: Zunächst einmal ist die moderne Landwirtschaft auch ein Teil des Problems und das habe ich am Anfang meines kurzen Vortrages genauso formuliert. Ich bin noch auf die die wichtigsten Faktoren (intensive Bewirtschaftung, eingeschränkte Fruchtfolgen, immer größer werdende Schläge und hoher Pestizideinsatz) eingegangen. Die Landwirtschaft ist mit verantwortlich für den starken Artenrückgang. Sie ist aber auch ein Teil der Lösung und wird mithelfen die Artenvielfalt wieder zu steigern. Anhand der Nachfragen der Teilnehmer bin ich mir auch sicher, dass es im Kreistag ebenso verstanden wurde. Die Aussage zum Glyphosat habe ich im Zusammenhang mit dem gewerblichen Obstbau um Ingelheim angesprochen. Da zeigen tatsächlich neueste Studien von Frau Dannemann (einer Doktorandin bei Frau Professor Hietel an der TH Bingen), dass es gerade im Bereich der freigespritzten Baumreihen deutlich höhere Individuendichte an erdbewohnenden Wildbienen gibt. Das hängt natürlich damit zusammen, dass hier offene, stark besonnte Rohbodenstellen entstehen und die Flächen sonst mit einer dichten Grasvegetation bedeckt sind. Ich habe auf Nachfrage eines Abgeordneten auch noch einmal erläutert, dass selbstverständlich andere Pestizide wie die Neonicotinoide enorm negative Auswirkungen auf unsere Insekten haben. Ich habe auch von meinen Forschungen zum Problemfeld Rückgang der Arten in der Agrarlandschaft gesprochen und erwähnt, dass wir immer wieder bei unseren Barberfallen-Untersuchungen feststellen, dass die Biomasse epigäischer Arthropoden auf Ackerflächen durchaus höher sein können als auf ältere Brachflächen. Ich habe ebenfalls erwähnt, dass diese kleineren Untersuchungen noch keinen Trend ergeben und wir uns die Ursache auch noch nicht erklären können und weiter forschen. Ich hatte weder in der Diskussion am vergangenen Freitag noch in den Gesprächen danach den Eindruck, dass dieser Grundtenor meines Vortrages falsch verstanden wurde. " Hier ist der Link zum Originalartikel: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/ingelheim/landkreis-mainz-bingen/klimaschutz-anhorung-im-kreistag-mainz-bingen_20677772

von Guido Müller

Insektenschutz - welcher?

Bitte bei Google o.Ä. nach "Insektenschutz" suchen!

von Guido Müller

AKTUELL!! Die Landwirtschaft sei nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung,

Dienstag, 12.11.2019 - 01:00 Klimaschutz – Anhörung im Kreistag Mainz-Bingen Die Landwirtschaft sei nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung, plädierten Experten im Kreistag für eine faire Zusammenarbeit mit den Landwirten. Von Beate Schwenk XXXX MAINZ-BINGEN - Das ... mehr anzeigen

von Peter Schmid

Sehr geehrter Hr. Löwenstein

Sie sind nichts anderes als ein verdrehter Guru,der ohne Hintergrundwissen nur Unwahrheiten und (...) labert..........pfuiteufel, (....)

Anmerkung der Redaktion

Bitte halten Sie sich an unsere Kommentarregeln (https://www.topagrar.com/netiquette-11841085.html) und bleiben sie fair und sachlich im Ton. Vielen Dank

von Gregor Grosse-Kock

Herr Löwenstein

Gibt in seiner Erwiderung nur zu Erkennen, kein Einsehen, kein aufeinander Zugehen, bedienen von Klischees. Die Bevölkerung wir nur Irre gemacht. Das geht Schief, wie wir von Politik wissen 180Grad hin aber auch wieder zurück. Wir brauchen keine Glaubensvertreter! Praktiker können von ... mehr anzeigen

von Ahrend Höper

Für ein ehrliches Miteinander von Konventionell und Bio auf Augenhöhe!

Fordert Dr. Willi Billau vom ÖKO Prinzen zu Löwenstein. Ein ehrliches Miteinander kann es gar nicht geben, denn nichts ist unehrlicher als die Bio - Branche. Sicher hat der Prinz Recht, dass Öko Landwirte wissenschaftlich bewiesen mehr Insekten haben. In den Jahren, wo ich mal einen ... mehr anzeigen

von Dr. Willi Billau

Sehr geehrter Prinz Löwenstein

Sie behaupten, dass nur 6% der Ökoflächen mit Öko-Pestiziden (die Chemie kennt keinen Unterschied zwischen guten und bösen Giften!) behandelt würde. Das stimmt wohl, wenn man beachtet dass im Bereich von Obst, Gemüse und Intensivkulturen unr Umstellungsraten von 5-6% erfolgten, ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Nachtrag:

Zwei ergänzende Fragen: ***Was macht der Öko-Landbau, wenn es kurz vor der Ernte regnet u. damit einhergehend die Fusarien günstige Lebensbedingungen vorfinden? ***Was empfehlen Sie persönlich als Wissender den Bauern vorbeugend gegen Mutterkorn? ***Was schlagen Sie vor, wenn sich die ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Ihre Durchlaucht Dr. Prinz zu löwenstein,

malen Sie sich doch bitte einmal aus, 100% der deutschen Betriebe stellten auf BIO-Landbau um, mithin wirklich jeder Hektar in dieser Art und Weise ökologisch bewirtschaftet würde; natürlich mit einem zunächst gesicherten jährlichen Prämienanspruch von mindestens 500,00 Euronen, ... mehr anzeigen

von Martin Krautter

@ zu Löwenstein

Ja Herr zu Löwenstein es geht um Probleme welche zur Lösung an stehen. Es ist erschreckend wenn mach der Münchener Studie auf Bio und konventionellen Wiesen ein Insektenschwund von 67% sind ebenso im Wald und das auf Flächen wo keine Pestizide ausgebracht werden. Hier muss man dann ... mehr anzeigen

von Felix zu Löwenstein

Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Probleme, die gelöst werden müssen

Vorurteile zu kultivieren, die mit meinem Namen oder mit meinen Vorfahren zu tun haben, helfen in dieser Debatte wirklich nicht weiter. Dafür sind die Biodiversitätsverluste viel zu sehr Existenz bedrohend – vor allem für uns Landwirte. Ja: es gibt viele Ursachen ausserhalb der ... mehr anzeigen

von Richard Huber

Die ersten Verfügungen können

nur sein das Beleuchten von Kirchen (betritt eh fast niemand mehr), von Rathäusern und Denkmälern umgehend einzustellen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrzeuge auf 30 km/h während der täglichen Hauptflugzeit der Insekten und eine Verfügung, welche alle ... mehr anzeigen

von Gregor Grosse-Kock

Kann

Meinen Vorrednern nur beipflichten, in Österreich gut zu beobachten wie die Hofläden der Biobetriebe schließen und die Vermarktung vom Handel übernommen wird. Dabei seit Ihr BIO'S unsere Berufskollegen die nur etwas anders wirtschaften.

von Michael Behrens

An die Ökobauer!

An alle Ökobauern, der Prinz zu Löwenstein erweist euch einen Bärendienst! Wenn aufgrund des unsachlichen Geschwafel von dem Prinz immer mehr auf biologische Produktion gesetzt wird, dann wird eurer Markt immer mehr geflutet und verwässert. Wollt Ihr Biobauern nicht den Löwenstein ... mehr anzeigen

von Martin Krautter

Völlig daneben

Wir können alle Landwirtschaftlichen Flächen zu Öko oder Blühflächen machen, dann geht das Insektensterben auch dann weiter, denn die Landwirtschaft hat daran nur einen kleinen Anteil daran. Die wirklichen Gründe vertuscht man und weder durch die Schuldzuweisung an die ... mehr anzeigen

von Dr. Willi Billau

Löwenstein will kein Miteinander auf Augenhöhe!

Bio und Konventionell sind zwei Produktionsrichtungen, die voneinander lernen können. Auch bei Bio ist nicht alles gut, man denke nur an Kupfer, Azadiractin und Spintor. Um nicht missverstanden zu werden: Auch Bio braucht Wirkstoffe um seine Produktion zu sichern. Wir haben die ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Die Leistungen von Bio...

.... für den Artenschutz sind wissenschaftlich so gut wie nicht belegt. Verunkrautete Äcker haben mit Erhalt der Artenvielfalt gar nichts zu tun. Immer die gleiche Masche, Bio will sich mit "Unwahren" Behauptungen über die konventionelle LW stellen und daraus Profit schlagen!

von Hans-Peter Mahler

Die wahren Ursachen

Die Oekoseite möchte immer einen radikalen Umbau der Landwirtschaft,ohne die wahren Ursachen der heutigen Probleme zu sehen. Warum nennt sie nicht Funknetze, Verkehr, Windkraft, Flugverkehr, Beleuchtung der Städte und Fächenverbrauch als Hauptursache des Artenschwunds, Wahrscheinlich ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Zum Kotzen das ganze Geschwätz!!!

Und wie immer, rauskommen wird dabei nichts. Hauptsache man reißt die Klappe auf.

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