Nach Brüskierung durch Edeka

LSV Deutschland fordert Transformation des Lebensmitteleinzelhandels

LSV Deutschland zeigt sich verärgert über die Behauptung von Edeka-Chef Mosa, die deutschen „Landwirte würden lieber auf billiges Fleisch und den Export setzen“.

Nach den Äußerungen von Edeka-Chef Markus Mosa zur Landwirtschaft und Agrarpolitik hat LSV Deutschland eine Transformation des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) gefordert. Dies könne die Antwort auf die Forderung nach einer Transformation der Landwirtschaft sein, erklärte LSV Deutschland.

Konkret schlägt LSV Deutschland eine Zerschlagung des Edeka-Konzerns in die sieben Regionalgesellschaften durch die Politik vor. Das könne aber nur ein erster Schritt „gegen das anhaltende ruinöse Preisdiktat des Handels gegenüber den Erzeugern innerhalb und außerhalb Deutschlands“ sein.

Zudem macht LSV Deutschland deutlich, dass es nicht das Ziel sein sollte, die Verhandlungspartner aus den seit mehr als einem Jahr laufenden Gesprächen zwischen Landwirtschaft und Handel im Rahmen der Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) öffentlich zu diskreditieren.

"Verfehlte Landwirtschaftspolitik und miserable Lobbyarbeit"

Die Organisation betonte, dass sie wie Mosa die hiesige Landwirtschaft in vielen Bereichen in einer „äußerst schwierigen Lage“ sehe, „an der auch der LEH in den letzten Jahren kräftig mitverdient“ und seinen Teil beigetragen habe. Zusammen mit einer „völlig verfehlten Landwirtschaftspolitik und einer teils miserablen Lobbyarbeit“ in den vergangenen 30 Jahren seien viele Weichen in die falsche Richtung gestellt worden. Daher sei es umso wichtiger, der einheimischen und regionalen Landwirtschaft die notwendigen Perspektiven zu verschaffen.

Aus Sicht von LSV Deutschland gehören dazu moderne Lieferbeziehungen, die Menge, Preis und Zeit vertraglich fixieren und die Produktionskosten und Gewinne der Landwirte absichern. Zudem brauche es eine transparente Herkunftskennzeichnung im gesamten Lebensmittelbereich.


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