Dialog in der Heinrich-Böll-Stiftung

LsV, Whes und NABU an einem Tisch - "Uns verbindet mehr als uns trennt" Premium

Beim Agrarforum der Heinrich-Böll-Stiftung haben sich zwei Vertreter von LsV der Diskussion mit Naturschützern und Unterstützern der Agrarwende gestellt. Die Schuldigen der Misere sitzen woanders.

In der Gesellschaft haben gerade verschiedene Gruppen die Agrarpolitik satt: Die einen wegen der Düngeverordnung, die anderen wegen einer angeblich zu industriellen Ausrichtung der Landwirtschaft. „Damit ist die Basis für ein gewisses Gespräch ja da“, meint Prof. Harald Grethe von der Uni Berlin. Er war am 17. Januar einer der vielen geladenen Fachleute beim Agrarforum der Heinrich-Böll-Stiftung.

Zur Einleitung der nachfolgenden Diskussion (siehe unten) beschrieb er zunächst die Ist-Situation: So wünscht sich der Verbraucher immer mehr Nahrungsmittel in hoher Qualität, die aber unter hohen Umweltstandards erzeugt sein müssen. Er werde oft von Bauern gefragt, ob die Ansprüche der Gesellschaft weiter steigen oder ob das nur eine Phase ist. „Ja, das wird immer so weitergehen. Der Bürger besteht heute auf sauberes Gemüse, Biodiversität in der Agrarlandschaft, geringe Treibhausgasemissionen und eine CO2-Bindung“, so Grethe.

Der Ausspruch „Die Preise müssen die Wahrheit sagen“, funktioniert laut dem Fachmann nicht in einer internationalen Welt. Es reiche auch nicht, nur ordnungsrechtlich Leistungen von den Bauern zu fordern. „Wir haben nun mal kein geschlossenes Wirtschaftssystem“, sagt Grethe und warnt vor einem Abwandern der Produktion ins Ausland. Es könne nur darüber gehen, die Leistungen der Landwirtschaft zu honorieren, was zentrale Aufgabe der Politik sei. „Das aber geschieht kaum“.

„Politik zögert, weil Bauernverband Alarm schlägt“

Laut Grethe sind bislang 70 % der Fördermittel als pauschale Flächenprämie an den Hektar gebunden. Dies wird dann überwälzt an die Bodenpreise und die Bodeneigentümer. Auch über Tierwohl rede die Politik viel, Fakten zeigten jedoch, dass es kaum weitergeht. Grethe erinnert an seine Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats aus 2015. Damals veranschlagten die Experten 3 bis 5 Mrd. Euro zum Umbau der Landwirtschaft. Viele Ziele der Regierung seien nicht erreicht. Entsprechend frustriert sei die Zivilgesellschaft über das viele Gerede.

Auch den DBV sieht der Professor in der Verantwortung für die heutige Lage. Dieser habe die Politik immer wieder „vom Weg des richtigen Handels“ abgebracht, wie er sagte. Der Verband stelle die nächsten Regeländerungen immer so dar, als gehe damit die Welt unter. Die kritisierte Düngereduktion um 20 % in den roten Gebieten etwa beziehe sich tatsächlich auf die Gesamtbilanz, das habe der Berufsstand zu lange blockiert und jetzt falle ihnen die Notlösung auf die Füße, sagte Grethe am Freitag weiter.

„Ganze Sektor fährt gegen die Wand“

„Jetzt geht es ganz schnell, die Politik ist getrieben, Gerichtsurteile schließen die Lücken und erfordern nicht zu Ende gedachte Gesetzesänderungen“, so Grethe. Er erinnert an die Dieselfahrverbote in einigen Städten: Da es keine politische Gesamtlösung samt Kompromissen gab, schaffen nun die Gerichte Fakten. Die Folge sind kurzfristig erzwungene Einzelfallentscheidungen, das drohe in der Agrarpolitik auch. „Der ganze Sektor fährt gegen die Wand, dabei braucht er Akzeptanz und eine wirtschaftliche Honorierung“, so Grethe weiter.

Er wisse, dass sich die Landwirte an die Gesetze halten, nur die seien falsch. Für die Zukunft wünscht sich der Ökonom einen proaktiv auftretenden Sektor, die Branche solle nicht alles ablehnen, weil man so politisch nicht durchdringe. „Stattdessen sollten die Bauern sagen, ja wir können Tierschutz, Naturschutz, wir können Landwirtschaft und Tierhaltung, wir haben Ideen, wie das besser geht. Und das muss dann auch kommuniziert werden. Dann sind die Landwirte aus der Zwangslage heraus. Darüber muss verhandelt werden“, betonte der Fachmann.

Zum Abschluss seines Referats forderte er einen breiten gesellschaftlichen Dialog und einen neuen...

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Der Insektenatlas ist Beweis genug,...

.... dass die Böll-Stiftung exakt null Interesse hat, da irgendwie zu vermitteln oder Annäherung zu suchen. Nur den Schein wahren und die Erfolgswelle von LSV mitreiten, sonst nichts. Diese landwirtschaftsfreundliche Fassade fällt sofort in sich zusammen, wenn man liest, mit welch voller Breitseite im (u.A. von der Böll Stiftung veröffentlichten) Insektenatlas gegen die Landwirtschaft geschossen wird. Mit zweifelhaften Daten (Krefelder Studie, die über Arten nichts aussagt sondern nur über Masse und dies nicht auf landwirtschaftlichen Flächen, sondern in einem Naturschutzgebiet. Zu Beginn hat alles geblüht, dann lies man dort alles verbuschen) wird ein "massives Artensterben" abgeleitet. Als Ursache wird sofort und ohne Prüfung allein die Landwirtschaft angeprangert. Dass die Landwirtschaft heute wesentlich weniger insektenschädlich eingreift, als vor 30 Jahren, wird nicht erwähnt. Dass sich im selben Zeitraum der PKW-Verkehr, Lastverkehr und Flugverkehr etwa verdoppelt haben, dass Mobilfunk von null auf fast flächendeckende Dauerbestrahlung zugelegt hat, dass die Siedlungs- und Versiegelungsflächen zunahmen, dass sich das Klima gewandelt hat und nachts immer mehr Lichtverschmutzung stattfindet, wird völlig ausgeblendet. Dazu noch die dreiste Lüge, dass lediglich 5% des Mineraldüngers an der Pflanze ankommen und der Rest nur ausgebracht wird, um Luft und Wasser zu belasten.

von Michael Behrens

Landwirtschaft in Deutschland

Volle Regale sind kein Zufall, sondern eine Errungenschaft! Die mantraartigen wiederholten angeblichen Probleme in der Landwirtschaft sind doch eine Wahrnehmungsstörung. Angetrieben von den NGO's! Und verbreitet vom Mainstream! Immer wieder wird die Gesellschaft angeführt! Wer ist die Gesellschaft? Die Armut steigt in dieser Gesellschaft! 1993 hat sich die erste Tafel in Berlin gegründet, die erste in der Bundesrepublik! Heute sind in der BRD über 2000 Tafel- Ausgabenstellen! Ich bin es auch leid, Inflationsbremse zu sein, aber wenn die angebliche Gesellschaft die Landwirtschaft umkrempeln möchte, was bleibt dann für die Einkommens- Schwachen? Die heute Landwirtschaft produziert kostengünstig die besten Lebensmittel der Welt, wenn die angebliche Gesellschaft durch immer neue Auflagen das ändern möchte, dann erklärt allen, von Wo und wo Mit sie zukünftig satt werden können, und wie gesund das dann ist, für Mensch, Tier und Umwelt!

von Karlheinz Gruber

Zu den Treffen mit den NGOS und Grünen sage ich wie schon

letztes Mal nur eines: Erst müssen DIE Liefern und zeigen daß sie es ernst meinen!!!!! Die Aktionen jetzt bei der Grünen Woche von Greenpeace und Konsorten haben gezeigt, wie die die Landwirtschaft sehen und wie die Gesprächsbereitschaft auf was für einer Basis ist. Solange die nicht ihre Fußtruppen dem Staatsanwalt ausliefern, und sich öffentlich vom Bauernbashing lossagen (die Bauernkinder danken es, denn die Leiden meine lieben NGOs), Stalleinbrüche und Kamerüberfälle sofort stoppen, solange brauchen wir mit denen nicht reden. Die jetztigen Treffen sind nur der Versuch, die Lawine, die die Richtung auf die NGOs nimmt, abzuwenden. Denn es wird sich zeigen, daß diese nur auf Spendengelder aus sind. Und das an den Grenzen eben nicht aussortiert wird. Der Verbraucher kauft billig. Und das werden die Grünen nie ändern können. Nur über geschlossene Wirtschaftsgrenzen. Und bevor das kommt haben die nur noch 3 % bei den Wahlen. Das wissen sie auch, deshalb spricht es keiner aus. Also: Entweder die Lenken ein, oder die Treffen hören auf. Aber bei der Grünen Woche wurde auf uns wieder eingeprügelt. Mit sowas rede ich nicht!!!!

von Josef Doll

Die wir haben es Satt

Demonstranten demonstrieren für eine Landwirtschaft die die Teuerste Landwirtschaft der Welt werden wird. Die Verbraucher wollen das aber nicht bezahlen, und die Politik ist auch nicht dazu bereit. Jetzt sollen die ( Zuviel)Zahlungen für die Großbauern ausreichen die über 100 oder 200 ha bewirtschaften um IHRE Biolandwirtschaft in Reinform durchzusetzen ?? Ihre Teure Landwirtschaft wie es WIR HABEN ES SATT vorsieht wird Aldi, Lidl; Edeka, und xx nicht mitmachen wenn Sie die Möglichkeit haben IHRE Waren im Ausland zu Kaufen. Bioland hat zwar mit Lidl einen Vertrag nur können diese Preise einen normalen Biolanderzeuger nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Und jetzt haben wir nur defakto noch ÖKO und das per Gesetz !! Das interessiert die Organisatoren Nabu , WWF, und XXX gar nicht, das das Wiederum Aldi , Lidl, Edeka, und XXX nicht interessiert wenn es die Waren irgendwo billiger gibt. Ich erinnere nur das bei uns Äpfel aus Neuseeland kommen billiger als bei uns Produziert und das obwohl dort der Mindestlohn höher als bei uns ist. Wo liegen da dann die Ursachen für die hohen Preise bei uns ?? Nur noch Klasse ohne Markt ist das die Zukunft ??

von Martin Krautter

Schuldzuweisung

Warum waren bei diesem Agrarforum mit den 2 Vertretern von LsV nur 2 landwirtschaftliche Fachleute und sonst nur engstirnige ideologische geprägte möchte gerne Fachleute. Bei so einer Besetzung ist ja die Zielsetzung schon vorgegeben, dass die Politik und der Bauernverband jetzt schuld sind. Wobei die wahren Schuldige die NGOs und ihre Mitstreiter durch ihre immer wiederkehrenden Falschaussagen sind.

von Diedrich Stroman

Heinrich Böll Stiftung!

Sagt doch alles, menschenens Kinder las euch doch von diesen Narrenspielern und Rattenfängern nicht einlullen, Grehte, Krüger und Spiller und dann noch Whes und Nabu machen uns doch was vor und vernebeln die bäuerliche Landwirtschaft und tragen durch Zwiehtracht und unerfüllbaren Thesen und angeblichen neuen Gesellschaftsverträge zum Schafott auf dem die letzten der bäuerlichen Landwirtschaft geopfert werden sollen, sie haben doch, genährt und ausgehalten von der Politik auch der NABU uns Bauern in die Ecke gebracht wo wir jetzt stehen, als Tierquäler, Nitratlüge, Subventionsemfänger, Regenwald und Naturzerstörer Schuldige an der Armut in der dritten Welt, ich kann garnicht soviel aufzählen, als das ich kotzen müste! Nein und Illichmann und Janssen ìn Ehren hört doch auf euch mit solchen wie Grehte vor die Karre spannen zu lassen davon profitieren nicht die Bauern sondern nur die Politik, die sich ins Fäustchen lacht!! LsV bleibe stark und auf Kurs gegen das Lügenkartell der Politik in Deutschland und Brüssel, nur das bringt uns weiter, und kein Whes,Grehte, Krüger oder Spiller! Der Nabu sollte sich lieber um seine 160000tausende ha oder mehr um die Bodenbrüter und Insekten kümmern, alles totes Land, vernäst, verbuscht, nur noch Krähen und Füchse und hungernde Koniks und Heckrinder und das abgrappschen von bäuerlichen GAP Prämieenzahlungen!,!incl. Bauernbasching in höchster Form betrieben um Spenden zu sammeln! Ich könnte noch weiter machen, aber dann fährt diese Gesellschaft irgentwann vor die Wand!!!

von Wilhelm Grimm

Alle gegen Thomas, auch Top agrar ?

Wir werden uns nicht von Grethe und den übrigen Anhängern der Heinrich-Böll- Stiftung unsere Werte und die gute landwirtschaftliche Praxis verunglimpfen lassen.

Anmerkung der Redaktion

??? Hier steht nichts geschrieben, was nicht exakt so an dem Abend gesagt wurde. Wir berichten lediglich

von Kirsten Wosnitza

Verbale Abrüstung auf allen Seiten

Ist zwingend notwendig, um Gesellschaft und Landwirtschaft wieder dichter zueinander zu bringen. Dies scheint den Teilnehmern der Veranstaltung bestens gelungen zu sein! Für dieses mutige Signal sollten sich die Landwirte bei den Teilnehmern bedanken. Wenn dieses Signal ernst gemeint ist, dann werden wir hoffentlich in Zukunft weniger "Aufheizen" nach innen und mehr respektvollen Dialog nach außen erleben und anfangen, über "die Sache" zu reden!

von Joachim Nuscheler

Vorsicht!!!

Liebe LSVler, lasst euch bitte nicht von dieser NGO - Mafia einlullen. Die gehen nur auf Schmusekurs, weil sie merken, dass wir Landwirte trotz allem medialen Gegenwind die Mehrheit der Gesellschaft und langsam auch wieder die entscheidenden Politiker auf unserer Seite haben. Über die zweifelhafte Rolle der AbL möchte ich hier gar nicht reden, nicht dass mein Kommentar noch gelöscht wird.

von Klaus Fiederling

Vorsätzliche Ignoranz / Uneinsichtigkeit?

Werter Herr Niemann, die nunmehr endlich schleunigst notwendig werdenden Schnittmengen, die ich nachstehend benannt habe, lassen sich aus Ihren Einlassungen nach wie vor nicht erkennen. WARUM werden diese stoisch tabuisiert?

von Eckehard Niemann

Hier ein Bericht aus den "Bäuerlichen Nachrichten" der AbL, der zu obigem TOP-AGRAR-Text gut passt:

„Ein Signal, das die Politik ernst nehmen sollte“ ------- Einen Tag vor der „Wir haben es satt!“-Demonstration (WHES-Demo) hatte die Initiative „Land schafft Verbindung“ (LsV) zu einer Trecker-Demonstration in Berlin und an weiteren Orten bundesweit aufgerufen. Insgesamt sollen nach LsV-Angaben bis zu 20.000 Trecker bundesweit auf der Straße gewesen sein. Einer der Redner der LsV-Demonstration in Berlin war auch Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Anmelder der WHES-Demo am 18.01.. Im Gegenzug sprach auf der WHES-Demo mit Tilo von Donner auch ein LsV-Vertreter. Für Georg Janßen „ein Signal, das die Politik sehr ernst nehmen muss“, sagt er auf der LsV-Demo. „Wir sind uns nämlich einig, dass wir unsere Höfe verteidigen müssen. Und dafür gehen wir heute auf die Straße und dafür gehen wir morgen auf die Straße“, so Janßen. ------- Deutliche Kritik übt Georg Janßen an der häufig gehörten Aufteilung der beiden Demonstrationen in Schubladen, wenn beispielsweise gesagt werde: „Heute rollen die Schlepper in Berlin, konventionelle Landwirte, gegen Umweltschutz und gegen Klimaschutz. Und morgen rollen die Schlepper der Ökolandwirtschaft zusammen mit der Gesellschaft für Klimaschutz und für Umweltschutz“. Dieses „Spiel“ warf er auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor. Die hatte zuvor in einem Interview mit dem Tagespiegel gesagt: „Zur Grünen Woche wird es mehrere Demonstrationen auch von Landwirten geben, mit unterschiedlichen Ansätzen, die einen demonstrieren quasi gegen die anderen“. Janßen dazu: „So hätte es die Ministerin gerne. Weil dann kann sich Politik zurücklehnen und sich in die Moderatorenrolle begeben oder als Konfliktmanager oder als Psychotherapeutin zwischen Bauern“. Er fordert die Ministerin auf „Handeln statt Moderieren ist angesagt“. ------ Ein „Weiter so“ wie bisher mit dem Postulat der Kostenführerschaft für die Landwirtschaft auf dem Weltmarkt und angesichts der Ressourcenverschwendungsgesellschaft und den Herausforderungen aus dem Klimawandel werde es nicht geben. Bauern und Bäuerinnen sollten sich da „nicht zurückziehen“, sondern eine „aktive Rolle einnehmen“ und nennt dafür sechs Themenfelder, wo sich die Bauern und Bäuerinnen einig sein sollten. Das Eintreten für faire Preise, indem die Politik einen entsprechenden Rahmen setzen muss und auch die Molkereien und Fleischunternehmen in der Verantwortung stehen. Einen fairen internationalen Handel mit Ablehnung des Mercosur-Abkommens aber auch einer Änderung der EU-Exportstrategie, denn „es kann nicht sein, dass wir zu billigsten Preisen Märkte von afrikanischen Bauern, von südamerikanischen Bauern, von asiatischen Bauern kaputt machen“. Auch zu einem klimaschonenden Ackerbau und einer artgerechten Tierhaltung sieht Janßen die Bauern und Bäuerinnen in der Lage und da sollten sie sich einig sein, „aber wir brauchen dafür auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“. Erforderlich sei ferner eine EU-Agrarreform, die, wie es schon LsV-Sprecher Dirk Andresen formuliert habe, allen Beitriebe eine Chance biete, in der Produktion zu bleiben statt den Ausstieg vorzubereiten. Und als letzten Punkt nennt Janßen die Bodenpolitik. Auch hier sieht er die Politik in der Verantwortung und Einigkeit unter den Bauern und Bäuerinnen, wonach auch mit Blick auf außerlandwirtschaftliche Investoren gelte „Bauernland in Bauernhand“. ------ Tilo von Donner zeigte sich auf der WHES-Demo „glücklich“ und erfreut darüber „hier so freundlich empfangen zu werden“. Die vielen Trecker auf den Straßen und die entstandene Bewegung solle genutzt werden, um über die Zukunft ins Gespräch, in den Dialog über eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu kommen, die Kräfte zu bündeln und „uns nicht mehr von der Politik trennen lassen“. Es müsse ein Ende haben, „dass die Politik Keile zwischen uns treibt“. Die Zeit sei „reif, dass wir uns annähern., dass wir zusammenkommen, dass wir Schnittmengen, die auf jeden Fall da sind, auch nach vorne stellen, und aus diesen heraus einen Dialog entwickeln, und gemeinsam nach vorne kommen“. Er will weg vom schwarz-weiß-Denken. „Wenn ich mir das hier angucke, dann sehe ich doch wie bunt wir sind. Das ist doch Wahnsinn. Da ist so viel Farbe drin, das müssen wir nutzen“, erklärt der LsV-Vertreter. Gemeinsam gelte es Visionen und Leitbilder zu entwickeln.

von Guido Müller

von Klaus Fiederling vor 1 Stunde Wir Bauern können mehr - wir Bauern können Zukunft!

Es muss heißen: "Wir Bauern können mehr - wir Bauern sind Zukunft!" XXXXX In meiner Ausbildung (1975) musste jeder Teilnehmer einen Vortrag vor der Klasse halten. Das Thema eines Klassenkameraden: "Ohne Bauer stirbt die Stadt!" XXXXX Wie alle gesellschaftlichen Entwicklungen verläuft so etwas über Generationen. Die Globalisierung braucht nur einen kleinen Knacks - Lidl, Aldi und Co können die Regale nicht mehr füllen.

von Christian Bothe

LsV, Whes und NABU...

Wäre natürlich gut, wenn der DBV als Vertreter von 290000 Mitgliedern dabei wäre und es nicht nur als Eintagsfliege bei einem Gespräch bleibt.Dann wäre es sinnvoll und man g e m e i n s a m gegen die falsche Agrarpolitik protestiert(auch wenn es Abl-Ilchmann anders sieht).Was Grethe sagt, ist es wie immer und seine Aussagen zu Gesellschaftsvertrag,Agrarwende,Tierwohl etc. entbehren jeglicher Grundlage und Notwendigkeit.Aber von dem Herrn ist ja seit Jahren nichts anderes zu hören.Wie weit weg der Herr von der praktischen LW zeigen seine Äußerungen seit Jahren.

von Rudolf Rößle

Der nicht

funktionierender Genossenschaftsgedanke frustriert

von Leon Blitgen

Warum dürfen die Bauern denn jetzt nicht an den Klimazertifikaten teilnehmen?

von Klaus Fiederling

Wir Bauern können mehr - wir Bauern können Zukunft!

Neben dem leiblichen Wohl steht heute die Mobilität des Einzelindividuums ganz weit vorn im neu zu beleuchtenden Fokus. Gerade die LW könnte hier vorzüglichst proaktiv fungieren und ihr maßgebliches Scherflein dazu beitragen; wir wären durchaus imstande umwelt- und klimafreundliche Zukunftskonzepte zu liefern, so man uns denn ließe! // Eine gesellschaftlicherseits gefragte moderne LW kann beides: Die Nahrungsmittelversorgung sicherstellen UND(!) einen sehr hungrigen NON-FOOD-BEREICH bedienen. Ich vermisse dahingehend die mitreißenden Konzepte unserer geistigen Eliten. Darf man dort wirklich noch keine längst überfälligen Visionen erwarten!? - Immerhin muss ein solcher Personenkreis gegenwärtig nach mehreren Jahrzehnten geistiger Arbeit das bescheidene Resümee hieraus ziehen: Die Gedankenwerkstatt in unseren wissenschaftlichen Elfenbeintürmen in Zusammenarbeit mit unseren politischen Entscheidungsträgern im zeitlichen Verlauf mündete wohin!? Leider, leider, in einer Wertlosigkeit der von uns Bauern erzeugten Nahrungsmittel. - Und jetzt!? // Sollen wir Deutschen in der LW das angedachte Modell der Niederlande auch in den Mittelpunkt rücken und diesem blindwütig nacheifern!? Ist selbst hierzulande die „Abschlachtprämie für deutsche Bauernhöfe“ -klassische „Mittelchen“ aus der Schublade „Vergangenheit“, alter Wein in diesen neuen Schläuchen- der einzige Ausweg aus unseserer Bauernmisere!? // Wenn dem so sei, so müssen wir bauernseits resümieren: Ja, wir brauchen unsere geistigen Eliten, heute dringender denn je! - Wohl aber neue Köpfe, möglicherweise bessere als heute!? // Wer versucht, CO2-neutral auf seinen Feldern herumzufahren, wird aktuell auch von einer nach Grethes Ansicht „falschen Gesetzeslage“ sofort abgestraft, steht mit einem Fuß quasi im Gefängnis. „Salatöl“ hat in unseren Verbrennungsmotoren -wo auch immer- nichts verloren; wie antiquiiert ist eine solche Haltung in Zeiten der Argarwende, von Umwelt- und Klimaschutz, unter dem augenscheinlichen äußerst peinlichen Wegschauen, wenn ganze Kontinente niederbrennen. // Das eine Drittel unserer bäuerlichen Erzeugnisse, die niemand im eigentlichen braucht, könnte problemlos in der gerne und oft eingeforderten Nachhaltigkeit einer Wertschöpfung in den verschiedenen NON-FOOD-Bereichen zugeführt werden. - Tollpatschiger wie derzeit unsere intellektuell befähigten Entscheidungsträger mitsamt allen himmelsstürmenden, den absoluten Heiligenschein unserer Zeit tragenden NGOs um eben diesen „heißen Brei“ herumtanzen, geht kaum mehr. Allenthalben huldigt man auch dort dem goldenen Kalb und damit schichtweg dem schnöden Mammon. // ...Aber wir kommen steuerrechtlich immerhin mit Siebenmeilenstiefeln voran: Wenn der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber sein E-Mobil oder das E-Tretomobil unentgeltlich an dessen neue Stromzapfsäule hängen darf, muss dies nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden... Es geht voran! - ...Nur nicht in der LW!!!

von Willy Toft

Wir müssen aufpassen, dass wir von den NGO verheizt werden, die Bauern müssen zusammenhalten!

Nur so haben wir eine echte Chance, den ganzen Begehrlichkeiten zu Widerstehen, und wenn wir mehr bringen müssen, muss eine Gegenfinanzierung stehen! Wir sind zurzeit mehr als gefordert, aber wir werden unser Bestes geben, um das Schlimmste zu vermeiden! Der Forderungskatalog der Regierung und der NGO haben es in sich! Hier muss ein Abwägungsprozess erfolgen, sonst wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet!

von Albert Maier

Die Bauern werden zwischen den....

.... durchgeknallten, völlig realitätsfremden Vorstellungen von Landwirtschaft der NGO´s und deren hörigen Wissenschaftlern zerrieben.

von Harald Finzel

"waren sich alle Seiten einig, dass es Bauernverband und Politik gewesen seien, die für die heutige Misere verantwortlich seien"

Eine solche Schuldzuweisung ist nicht schwer, wenn Bauernverband und Politik nicht in der Runde vertreten waren. Bei allem Respekt vor dem Engagement der LsV-Vertreter: Mittlerweile geht mir der Kuschelkurs mit den NGOs und grünen Gruppierungen zu weit. Sind es doch tatsächlich vor allem diese, die mit ihrer polemischen Stimmungsmache zur heutigen Misere beitragen.

von Wilhelm Grimm

Sie versuchen die Spaltung, mit allen Mitteln !!!!!

Wenn das gelingt, gnade uns Gott !!!!

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