Bauernprotest

Mahnwache in Münster: Warten auf Svenja Schulze

Seit Donnerstag findet in Münster eine Mahnwache statt: „Wir wollen so lange bleiben, bis Frau Schulze mit uns spricht.“ Freitagnacht hieß es für die Landwirte jedoch Verbrecherjagd statt Wache.

Nach den bundesweiten Protesten am Donnerstag (top agrar berichtete), ist direkt nach der Demo vor der SPD-Geschäftsstelle im nordrhein-westfälischen Münster eine Mahnwache eingerichtet worden. Der Treckerprotest ist für die verärgerten Landwirte von Land schafft Verbindung (LsV)-Deutschland nicht genug. Bauern aus der Region und aus anderen Bundesländern harren auch über das Pfingstwochenende hinweg mit ihren Traktoren vor dem Wahlkreis-Büro von Bundesumweltministerin Svenja Schulze aus. Die Ablösung wird über eine Whatsapp-Gruppe organisiert.

Ihr Ziel: Das Gespräch mit der Ministerin. Bislang jedoch erfolglos. Die bei der Polizei bis Montag angemeldete Mahnwache soll nun verlängert werden.

„Weder von Svenja Schulze noch von der SPD haben wir etwas gehört.“

Verbrecherjagd statt Mahnwache

Zwei Junglandwirte aus dem Kreis Borken konnten während der Mahnwache in der Nacht von Freitag auf Samstag gleich mehrere Fahrraddiebstähle verhindern. Die beiden Männer beobachteten zunächst einen 41-jährigen Fahrraddieb auf der Bahnhofstraße und verständigten sofort die Polizei, die den Dieb kurze Zeit später in Tatortnähe stellen konnte. Zwei Stunden später beobachteten sie drei weitere Täter und nahmen sogar die Verfolgungsjagd auf.

Hintergrund: In Münster haben am Donnerstag Bauern für einen Rücktritt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze demonstriert. Schulze habe vergangene Woche in ihrem Bericht zur Lage der Natur der Landwirtschaft die Alleinschuld am Verlust der Artenvielfalt gegeben, sagt LsV-Deutschland: zu viel Dünger und "Pestizide" würden auf den Wiesen und Weiden eingesetzt und die intensive Wiesenmahd würde ebenfalls negativ einwirken.

Die Redaktion empfiehlt

In Münster haben am Donnerstag Bauern für einen Rücktritt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze demonstriert. Diese gebe der Landwirtschaft die Alleinschuld für die Umweltprobleme, heißt es

Nach einer coronabedingten Zwangspause finden am Donnerstag wieder deutschlandweite Demos statt. LsV-Deutschland fordert u.a. den Rücktritt von Svenja Schulze.


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Die Aktion beweist:

an der oft und betont von Svenja Schulze geäußerten Bereitschaft zum Dialog ist nichts dran. Sie drückt sich wie erwartet und teilt lieber aus dem Hinterzimmer weiter aus. Heuchelei wie aus dem Lehrbuch.

von Gerhard Steffek

Alte Marktschreierregel -

Wer schreit, wird gehört! Wer sein Licht immer unter den Scheffel stellt, vergeht. Die Bauern müssen der gesamten Politik - und nicht nur der Schulze - klarmachen, daß sie nicht mehr länger mit sich Schlitten fahren lassen, daß sie keine willfährigen Bücklinge und erst recht keine ... mehr anzeigen

von Ahrend Höper

Mahnwache

abzuhalten ist eine SUPER Idee! Haltet durch bis die Bevölkerung begreift was dieses unfähige Damentrio mit den Landwirten anstellt. EX Landwirtschaftsministerin Künast muß sich gerade zu Wort melden. Die BSE Krise war ja wohl das schlimmste Fiasko was in 75 Jahren BRD im ... mehr anzeigen

von Diedrich Stroman

Künast!

Anwältin von Landwirtschaft null Ahnung, immer nur reißerisch und populistisch unterwegs, erzählte Geschichten von wegen Scrapie und Kreuzfeld Jakobskrankheit ganz England würde in zehn Jahren an der Krankheit sterben, genau der selbe Dreh mit Corvid 19 aktuell, die europäische ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Stellen

sich die Ministerien den Fragen welche Landwirtschaft ist in Deutschland sinnvoll? Dabei werden wir bei der Ökonomie nicht mehr nachgeben. Biomilchbetriebe arbeiten in der Regel auch Grünland intensiv um ordentliche Milchmengen zu haben und die Kühe Energie und Eiweiß gerecht zu ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

"Biobetriebe bewirtschaften auch Grünland intensiv"

Bleibt ihnen was anderes übrig? Auch sie müssen wirtschaftlich arbeiten und Erfolg haben. Ansonsten sind sie schnell weg vom Fenster. Deshalb erlaube ich mir auch zu sagen, daß von den ganzen Ökofuzzis und Möchtegernbesserwissern, besonders in der Stadt, die wenigsten die Wiese eines ... mehr anzeigen

von Dr. Willi Billau

Eine Frage der Ehre, nicht nur!

Wir Landwirte erleben gerade von den Grünen und Teilen der SPD, welche um Stimmenverluste während der Corona-Pandemie fürchten, eine noch nie dagewesene Form der Hexenverfolgung und Inquisition. Es sind die Stellungnahmen zweier weiblicher Politiker, die uns Landwirte die Zornesröte ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Meine Hochachtung!

Herr Dr. Billau, was Sie schreiben findet zu 100% meine Zustimmung. So sollte sich auch einmal ein Herr Ruckwied äussern.

von Wolfgang Daiber

Eis essen

Die Dame wird zum Eis essen nach Kalifornien geflogen sein ,für 19,90 €,oder noch besser mit der Flugbereitschaft der Kanzlerin.

von H. K.

dei schulze ist

zu feige das sie sich den Landwirten stellt. die wird Sonderurlaub die nächsten 14 tage machen.

von Willy Toft

Die SPD fordert jetzt die 30 Std./ Woche! Fragt sie mal wie das gehen soll?

Der totale Realitätsverlust bei den Politikern, oder nur Wahlkampfgeplänkel? Das ist hier die Frage, bei den ach so sozialen Politikern, und immer auf Kosten anderer! Eine Ohrfeige für den Mittelstand, nicht nur in der Landwirtschaft.

von H. K.

diese Saubande,

die dreckerte!!!!!

von Wilhelm Grimm

Was lernen wir daraus ?

Wenn Bauern demonstrieren, kann die Polizei Urlaub machen.

von Wilhelm Grimm

So wird es gemacht,

Immer und immer wieder. Nicht nur wir Landwirte profitieren von dieser Botschaft, nein, die ganze Gesellschaft. Die weiß es nur noch nicht, weil unsere Medien versagen und nicht die Wahrheit schreiben. Unser Land ist herunter gekommen.

von Christian Bothe

Proteste

Meine Hochachtung gilt den protestierenden Bauern! Ich hoffe Schulze hat soviel Mumm und stellt sich!

von Hans Spießl

richtig

das darf ruhig Wochen/Monate andauern, Bauern macht mit, ihr werdet mit Sicherheit dazulernen.

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