Mecklenburg-Vorpommern steuert auf 20% Ökobetriebe zu

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten bald 20 Prozent der Betriebe im Ökolandbau. Damit belegt das Land bundesweit den 1. Rang mit der höchsten Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe. Seit Anfang des Jahres ist die Ökolandbaufläche dort noch einmal um 10.000 ha gestiegen.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten bald 20 Prozent der Betriebe im Ökolandbau. Damit belegt das Land bundesweit den 1. Rang mit der höchsten Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe. Seit Anfang des Jahres ist die Ökolandbaufläche dort noch einmal um 10.000 ha gestiegen.

In Mecklenburg-Vorpommern lag der Zuwachs an ökologisch bewirtschafteter Fläche zwischen Januar und Mai 2018 bei 9.662 Hektar. „Der Zuwachs an Ökofläche ist deutlich größer als erwartet. Damit erreichen wir das in der Koalitionsvereinbarung der Landesregierung festgesetzte Ziel, bis zum Jahr 2021 im Land eine Fläche von 150.000 Hektar ökologisch zu bewirtschaften, bereits zur Jahresmitte 2018“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am Dienstag auf der Landespressekonferenz in Schwerin.
 
Im gesamten Jahr 2017 hatte der Zuwachs bei 7.266 Hektar gelegen. Insgesamt werden in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 01. Juni dieses Jahres 149.131 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet.
 
Derzeit arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern 944 Landwirtschaftsbetriebe und damit fast jeder 5. Betrieb (19,3 %) ökologisch. „Die Landwirte haben die Zeichen der Zeit erkannt“, so Minister Backhaus. Im Ländervergleich belegt Mecklenburg-Vorpommern mit der höchsten Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe den 1. Platz, gefolgt vom Saarland, von Brandenburg und Hessen. Beim Anteil der Ökofläche an der landwirtschaftlichen Gesamtnutzfläche erreicht Mecklenburg-Vorpommern Platz 4 hinter dem Saarland, Hessen, Brandenburg.
 
Auch in den einzelnen Produktionszweigen werden in Mecklenburg-Vorpommern hohe Anteile von ökologischer Erzeugung erreicht: 28 % der Legehennen und 50 Prozent der Mutterkühe in MV werden ökologisch gehalten. Rund 15 % des in Deutschland produzierten Bio-Schweinefleisches und Bio-Rindfleisches stamme aus MV, unterstrich der Minister in Schwerin.
 
„Wir werden den ökologischen Landbau auch 2019 fördern“, sagte Backhaus. Ökobetriebe könnten schon jetzt bis zum 30. Oktober Erweiterungsanträge stellen. Umstellungsanträge bislang konventionell wirtschaftender Betriebe könnten bis zum 15. Mai 2019 gestellt werden.

Ökologischer Landbau auch in Brandenburg auf Wachstumskurs

Auch in Brandenburg gab es nach den Worten von Agrarminister Jörg Vogelsänger auf eine mündliche Anfrage im Landtag eine Erhöhung der Antragsflächen im Förderprogramm ökologischer Landbau von rund 8.000 Hektar. Zu Neuanträgen in einem Umfang von 5.400 Hektar kommen noch 113 Erweiterungsanträge von rund 2.600 Hektar. „Die zur Förderung angemeldete Gesamtfläche beträgt im Land damit 128.000 Hektar. Das ist ein deutliches und starkes Bekenntnis zum ökologischen Landbau in Brandenburg“, sagte Vogelsänger.
 
In der Förderperiode 2014 bis 2020 sind im Agrarhaushalt des Landes nach derzeitigem Stand über 188 Millionen Euro für den ökologischen Landbau geplant. In diesem Jahr wurden die Mittel nochmals um 11 Millionen Euro aufgestockt, um den Flächenzuwachs bis zum Ende der Förderperiode zu finanzieren. Von den 188 Millionen Euro sind zirka 141 Millionen Euro EU-Mittel und 47 Millionen Euro Landesmittel.

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