Medwedew will Milchviehbetriebe fördern

Der russische Ministerpräsident Dimitrij Medwedew hat am Dienstag mit einer Delegation den größten landwirtschaftlichen Betrieb der Ekoniva-Gruppe in Woronesch besichtigt. Die auf Milchproduktion in Russland ausgerichtete Unternehmensgruppe Ekoniva ist Tochter der deutschen Ekosem-Agrar GmbH.

Der russische Ministerpräsident Dimitrij Medwedew hat am Dienstag mit einer Delegation den größten landwirtschaftlichen Betrieb der Ekoniva-Gruppe in Woronesch besichtigt. Die auf Milchproduktion in Russland ausgerichtete Unternehmensgruppe Ekoniva ist Tochter der deutschen Holdinggesellschaft Ekosem-Agrar GmbH und inzwischen größter Milchproduzent Russlands.
 
Medwedew informierte sich bei dem mehrstündigen Aufenthalt über die betrieblichen Abläufe in der Milchproduktion und sagte in der anschließenden Kabinettssitzung vor Ort seine Unterstützung für die Fortsetzung der Fördermaßnahmen in der Milchwirtschaft zu. So soll beispielsweise die Zinssubventionierung für Kredite zum Bau von Milchviehanlagen auf bis zu 15 Jahre ausgeweitet werden.
 
Im Gespräch über die Finanzierung von Agrarprojekten hob der Ministerpräsident die Vorreiterrolle von Ekosem-Agrar durch die Listung zweier Unternehmensanleihen an einer europäischen Börse (Stuttgart) hervor. Dies sei ein interessanter, innovativer Weg der Kapitalbeschaffung, der für die Weiterentwicklung des russischen Agrarsektors sehr zu begrüßen sei.
 
Beeindruckt zeigte sich Ministerpräsident Medwedew von den modernen Melksystemen von Ekoniva, die eine automatische Erfassung der produzierten Milchmenge und Milchqualität sowie eine kontinuierliche Überwachung und gezielte Betreuung der Tiere ermöglichen. Darüber hinaus informierte er sich beim Ekoniva-Team über die neuesten Precision Farming Systeme sowie ein aktuelles Projekt zur Umstellung von landwirtschaftlichen Betrieben auf ökologischen Landbau.
 
Besonders würdigte der Ministerpräsident die Ausbildungsarbeit von Ekoniva in der Region. Neben der Ausbildung von Spezialisten für die Milchproduktion arbeitet die Gesellschaft eng mit zahlreichen Schulen in der Region zusammen, um Kinder frühzeitig über landwirtschaftliche Berufe, über die Vorzüge von Milchprodukten und über deren Herstellung zu informieren. (ad)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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