Agrar-Atlas

Mehr Geld für ökologische Leistungen

Der diesjährige Agrar-Atlas des BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung behandelt vor allem die EU-Agrarpolitik. Beide Organisationen fordern eine starke zweite Säule, um vor allem ökologische Leistungen zu honorieren. Sie betonen, dass sie umverteilen und nicht kürzen wollen.

Kernthema des Atlas ist die EU-Agrarpolitik, mit Blick auf die Europawahlen und die Abstimmung für die GAP in diesem Jahr. Gestern stellten der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) Dr. Hubert Weiger und Dr. Christine Chemnitz von der Heinrich-Böll-Stiftung den sechsten Agrar-Atlas in Berlin vor.

Starke zweite Säule

Der BUND und der Heinrich-Böll Stiftung wollen nicht, dass die EU die Gelder an die Landwirte streicht oder kürzt. Ihr Ziel ist es, dass die Kommission die Zahlungen neu strukturiert. „Eine bäuerliche, umwelt- und klimafreundliche Landwirtschaft gibt es nicht zum Nulltarif“, sagte Weiger dazu. Er fordert, dass die zweite Säule der GAP den Großteil der Zahlungen ausmacht. Die Mehrarbeit, die bei einem Plus an Tierschutz, dem Verzicht auf Pestizide und der vielfältigen Fruchtfolge entsteht, müsse die EU honorieren.

Diskussion auf EU-Ebene

Christine Chemnitz kritisierte die derzeitige Agrarpolitik als „ungerecht, unökologisch und ineffektiv, weil nur 1 % der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU 20 % der Gelder bekommen. Die Betriebe erhalten die Direktzahlungen aus der ersten Säule ohne größere ökologische Auflagen. Sie betonte: „Agrarpolitik ist nicht nur wichtig für die Bauern sondern für uns alle.“ Daher erscheint der Agrar-Atlas in mehreren Sprachen, unter anderem Englisch, Spanisch und Polnisch, um möglichst viele Menschen in der EU zu erreichen. „Wir wollen mit dem Agraratlas auf EU-Ebene einen Diskussionsschub bekommen“, hofft Weiger.

Deutsche wollen öffentliche Leistungen honorieren

Für den Agrar-Atlas befragte Forsa im November 2018 1.010 Deutsche. Dabei kam heraus, dass 80 % der Befragten öffentliche Leistungen wie Klima- und Naturschutz fördern würden. Für die Gelder der EU sollen die Betriebe etwas tun: 49 % der Teilnehmer wollen, dass der Staat ökologische Leistungen zusätzlich zu der Prämie honoriert, 39 % sind noch strenger – es soll ausschließlich für ökologische Leistungen Geld geben. 76 % der Teilnehmer empfinden den Strukturwandel in der Landwirtschaft als negativ. Weiger sagte dazu: „Kleinere und mittelständische Betriebe stehen auf der roten Liste.“ 73 % der Teilnehmer wollen daher, dass Deutschland kleinere und mittelgroße Betriebe besonders stark unterstützt.

Hier finden Sie den Agrar-Atlas 2019.

Die Düngeregeln der Nachbarn

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Artikel geschrieben von

Maike Schulze Harling

Redakteurin Betriebsleitung

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Diskussionen zum Artikel

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von Uwe Lamparter

Zum wiederholten Male:

Alle diese Wichtigmacher, Tagträumer usw. sollen doch, oder besser müssen einen Betrieb auf eigene Rechnung nach ihren Vorstellungen bewirtschaftschaften. Es gibt viele Betriebe ohne Hofnachfolge. Aber bitte nicht jammern: Egal ob Pacht oder Kauf, die Betriebe haben zurecht ihren Preis.

von Wilhelm Grimm

Herr Goller hat die Unredlichkeit

des Duos Chemnitz/Weiger treffend beschrieben. Die sollen sich schämen.

von Wilhelm Grimm

Die Erzeugung von Nahrungsmittel ist eine gesellschaftliche Leistung, BASTA !

Wer das leugnet, ist ein Ignorant oder ein Dummer.

von Henrik Plaas-Beisemann

Ungerechte Gebietskulisse

Solange die ELER Mittel Landwirten in Ballungsräumen nicht gezahlt werden, ist eine Umverteilung in die zweite Säule indiskutabel. Landwirtschaft in Bochum oder Oberhausen ist nicht einfacher als in ländlichen Räumen.

von Jörg Meyer

ich hab es sooo satt!!!!

jedes Jahr die gleiche Leier pünktlich zur Grünen Woche marschieren Umweltschützer, Tierschützer, Vegetarierer, Veganer, Grüne, Biobaueren, AbL und nach ein paar andere für mich persönlich merkwürdige Gruppen zusammen um 80-90% der deutschen Landwirtschaft zu diffamieren und z.T. zu kriminalisieren! Spenden fließen reichlich! Aber was wollen diese Gruppen wirklich? Natürlich gehts ums Geld, alle wollen ein Stück vom Subventionskuchen abhaben und schieben vermeintlich ehrenwerte Gründe vorweg! Aber ich kenne keine Studie, die signifikant belegt, dass die Gesellschaft wirklich in der überwältigenden Mehrheit mehr Geld für Lebensmittel ausgeben will oder kann! Ich kennen keine Studie die signifikant belegt, dass konventionelle Lebensmittel schlechter schmecken, ungesünder sind oder oder!!! Aber wie durfte ich erst vor kurzem hier lesen: Fakten sind nicht wichtig, wir sollen Geschichten erzählen, dass muss man den Demonstranten lassen, Märchen können sie besser und anscheinend sind wir ehr das Land der Märchenstrasse als das der Dichter und Denker!

von Jörg Meyer

ich hab es sooo satt!!!!

jedes Jahr die gleiche Leier pünktlich zur Grünen Woche marschieren Umweltschützer, Tierschützer, Vegetarierer, Veganer, Grüne, Biobaueren, AbL und nach ein paar andere für mich persönlich merkwürdige Gruppen zusammen um 80-90% der deutschen Landwirtschaft zu diffamieren und z.T. zu kriminalisieren! Spenden fließen reichlich! Aber was wollen diese Gruppen wirklich? Natürlich gehts ums Geld, alle wollen ein Stück vom Subventionskuchen abhaben und schieben vermeintlich ehrenwerte Gründe vorweg! Aber ich kenne keine Studie, die signifikant belegt, dass die Gesellschaft wirklich in der überwältigenden Mehrheit mehr Geld für Lebensmittel ausgeben will oder kann! Ich kennen keine Studie die signifikant belegt, dass konventionelle Lebensmittel schlechter schmecken, ungesünder sind oder oder!!! Aber wie durfte ich erst vor kurzem hier lesen: Fakten sind nicht wichtig, wir sollen Geschichten erzählen, dass muss man den Demonstranten lassen, Märchen können sie besser und anscheinend sind wir ehr das Land der Märchenstrasse als das der Dichter und Denker!

von Klaus Goller

Kreide gefressen

Niemand von diesen Organisationen will wirklich etwas für die Landwirtschaft tun. Hier geht's nicht um eine möglichst ökologische und nachhaltige Landwirtschaft - hier gehts nur darum, möglichst viel Geld auf die 2. Säule um zu schichten, damit es die ganzen Umwelt und Tierschutz NGO s dort abgreifen können.

von Willy Toft

Jeder weiß, dass die Zahlungen die Lebensmittelproduktion subventionieren!

Oder ist eine Kostendeckende Produktion in der EU überhaupt möglich? Sobald hier massiv eingegriffen wird, müssten sich die Landw. Produktionspreise erheblich steigern, wenn hier noch eine Landwirtschaft bestehen bleiben soll. Die Umweltauflagen sollen überdies auch eingehalten werden, was auch schon in die Kosten durchschlägt!

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