Mehr versicherungspflichtige Beschäftigte in der Fleischwirtschaft

2017 waren 161.763 Personen sozialversicherungspflichtig in der Wirtschaftsgruppe „Schlachten und Fleischverarbeitung“ tätig; das waren etwa 14.560 Menschen oder fast 10 % mehr als zehn Jahre zuvor.

Die Selbstverpflichtung der Unternehmen in der deutschen Fleischwirtschaft für attraktivere Arbeitsbedingungen hat zu einer gestiegenen Zahl von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Branche geführt. Mit der Übernahme von Werk- oder Leiharbeitnehmern in die Stammbelegschaft der Unternehmen sei nach den Umsetzungsberichten der Branche eine positive Entwicklung erkennbar, teilt die Bundesregierung mit.

Demnach waren laut Beschäftigungsstatistik im Jahr 2017 insgesamt 161.763 Personen sozialversicherungspflichtig in der Wirtschaftsgruppe „Schlachten und Fleischverarbeitung“ tätig; das waren etwa 14.560 Menschen oder fast 10 % mehr als zehn Jahre zuvor. Allerdings sei der exakte Vergleich mit 2007 aufgrund von Änderungen in der statistischen Erhebungen nur eingeschränkt möglich, gibt die Regierung zu bedenken. Ihr zufolge gab es im vergangenen Jahr rund 8.400 Betriebsstätten der Fleischbranche, in denen 4.400 Auszubildende tätig waren; das entsprach 2,7 % aller versicherungspflichtigen Beschäftigten in dem Sektor.

Die Bundesregierung verweist auch auf den vom Sozialpolitischen Ausschuss der Fleischwirtschaft (SPA) herausgegebenen Umsetzungsbericht 2018. Gemäß diesem wurden in den die Selbstverpflichtung tragenden Fleischunternehmen im vergangenen Jahr 563 Arbeitnehmer aus dem Bereich der Dienstleister in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Laut SPA sind in der Fleischwirtschaft seit 2014 mehr als 15.000 Werk- und Leiharbeitsverträge in ein in Deutschland gemeldetes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis umgewandelt worden. Der Anteil der selbst bei den Selbstverpflichtungsunternehmen angestellten Arbeiter habe bei knapp 50 % gelegen. Im dem Umsetzungsbericht werde auch hervorgehoben, dass die Entgelte 2017 gegenüber dem Vorjahr mit 3,3 % stärker gestiegen seien als im Schnitt der gesamten Wirtschaft und dabei Lohnsteigerungen vor allem in den unteren Gehaltsgruppen stattgefunden hätten.

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