Mercosur: BMEL prüft noch –Frankreich will nachverhandeln

Entgegengesetzte Reaktionen auf das Handelsabkommen mit Südamerika Mercosur: Während das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) die Übereinkunft begrüßt, lehnt Frankreich sie ab.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) begrüßt die politische Grundsatzeinigung zu einem Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten. Wie ein Sprecher des Hauses gegenüber Agra-Europe betonte, stellt die Einigung „ein klares Bekenntnis zum internationalen Handel als Schlüssel für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen“ dar. Zudem würden der europäischen Agrar- und Lebensmittelindustrie ein privilegierter Marktzugang und damit neue Marktchancen eröffnet, zum Beispiel für Milch und Milchprodukte, verarbeitete Lebensmittel und Wein.

Dem Ressort sei jedoch bewusst, dass der Mercosur-Block in einzelnen landwirtschaftlichen Sektoren „sehr wettbewerbsfähig“ sei, so der Ministeriumssprecher. Daher werde das Abkommen für die eigene Landwirtschaft auch „eine Herausforderung“. Aus diesem Grund habe Ministerin Julia Klöckner bis zum Schluss der Verhandlungen darauf gedrungen, dass die Interessen der deutschen Landwirtschaft angemessen...

Die Redaktion empfiehlt

Deutscher Bauernverband und Bauernbund Brandenburg rufen die Europaabgeordneten auf, das Mercosur-Abkommen abzulehnen.

EU und Mercosur nach 20 Jahren handelseinig: Die Ratifizierung in allen 28 EU-Staaten und EU-Parlament wird sich bis Ende 2020 hinziehen. Der Ausgang ist mehr als ungewiss

Landwirtschaftsministerin Klöckner hat die Bauern aufgerufen, sich an die Spitze der Klimaschutzbewegung zu stellen. Sie sollten nicht die „Schlachten von gestern schlagen“.