Mineralwassertest: Pflanzenschutzmittelrückstände bei zwei Herstellern

Die Stiftung Warentest hat 20 Mineralwasser aus Traditionsbrunnen in ganz Deutschland getestet. Sechs Wässer schneiden in allen Prüfpunkten einwandfrei ab. In drei Produkten fanden die Tester allerdings Verunreinigungen: Süßstoffe, Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln und Korrosionsschutzmitteln.

Die Stiftung Warentest hat 20 Mineralwasser – Medium und Classic – aus Traditionsbrunnen in ganz Deutschland getestet. Sechs Wässer schneiden in allen Prüfpunkten einwandfrei ab.
 
In drei Produkten fanden die Tester allerdings Verunreinigungen. Bei den so genannten oberirdischen Verunreinigungen handelt es sich um Süßstoffe, Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln und Korrosionsschutzmitteln. Diese wiesen die Prüfer bei Harzer Grauhof Medium, Original Selters Classic und Glashäger Classic nach. Die Verunreinigungen sind laut der Stiftung ein Hinweis darauf, dass die Quelle nicht gut genug geschützt ist.
 
Verunreinigungen können über die Landwirtschaft oder über Abwasser aus Haushalten, Industrie und Krankenhäusern erst ins Grundwasser gelangen und dann in tiefere Schichten sickern. Die größte Belastung an diesen genannten oberirdischen Verunreinigungen hatte Harzer Grauhof Medium. Die Tester fanden die Süßstoffe, aber auch ein Pilz- und vier Unkrautvernichtungsmittel aus dem Raps-, Rüben- und Maisanbau.
 
Mit je 200 Nanogramm pro Liter überschreiten zwei dieser vier eingesetzten Herbizide den Mineralwasser-Orientierungswert von 50 Nanogramm pro Liter deutlich.  Allerdings liegen die Gehalte nach wie vor unter den zum Gesundheitsschutz empfohlenen Limits.
 
Außerdem stellten die Prüfer im Geschmackstest bei vier Wässern aus PET-Flaschen Kunststoffnoten oder eine fruchtige Süße nach dem Kunststoffbestandteil Acetaldehyd fest. Ein Wasser aus der Glasflasche fiel mit einer zitronigen Fremdnote auf: Fürst Bismarck Classic. Alle anderen im Test waren sensorisch fehlerfrei.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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