Schlepperdemos/Grüne Woche

Ministerin Klöckner dämpft Erwartungen der Demonstranten Premium

Zu Beginn der Grünen Woche gibt sich Agrarministerin Klöckner zurückhaltend für Zugeständnisse bei DüngeVO und Insektenpaket. Gleichzeitig bremst sie die Bullerbü-Wünsche mancher Verbraucher und NGOs.

Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin zeigt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Verständnis für die Sorgen vieler Landwirte, bremst aber auch überzogene Erwartungen: „Mit den Demos bricht sich etwas bahn, was sich lange aufgestaut hat“, sagte Klöckner am Donnerstag vor Fachjournalisten in Berlin. „Wir müssen aber ehrlich bleiben und können jetzt nicht nur das versprechen, was sich die Demonstranten wünschen.“

Aus Sicht der Ministerin prasseln mit den Themen Düngeverordnung und Insektenschutz und der aufflammenden Diskussionen über die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und des Green Deal derzeit zu viele Themen auf einmal auf die Landwirte ein. Dadurch sei die Stimmung deutlich schlechter als die tatsächliche wirtschaftliche Lage auf den Höfen.

„Der Ball liegt bei den Landwirten“

Die Branche müsse jetzt selbst entscheiden, wie sie mit der Situation umgehe. „Die Landwirte können jetzt den Kopf hängen lassen“, so die Ministerin, „oder...

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Diskussionen zum Artikel

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von Stefan Hezel

es ist schon Geil zu lesen. Es ist aber auch ein Riesen Chance für die Landwirtschaft!!!!!! Und das nicht zum ersten Mal irgendwie habe ich meine Chance immer verpasst und das seit 40 Jahren.So langsam wirds eng. Heute sind wir in Stuggi mit dabei!!!!!

von Matthias Bückner

Diese Kombination von aalglatt, ignorant, rotzfrech, hintertrieben und rücksichtslos gegen die eigene Branche gewandt sieht man wohl selbst bei Politikern selten. Passt gut ins Kabinett Merkel, aber nicht zur Landwirtschaft. Mit dieser Ministerin wird nichts besser werden!!!

von Hermann Hupfer

Kopfschütteln

hält sie sich für besonders clever oder ist das nur noch Zynismus. Ein Regierungskabinett mit einer Mininstergeneratation die selbst bei größten Plamagen noch mit kindischen Grinssen und unerschütterlichen Selbstbewusstsein dagegen hält

von Franz Hofmann

Glöckner muss weg!

Wir müssen alles daran setzen das diese Ministerin weg kommt!

von Gerd Uken

Es sind aber ha nicht nur wir Allein

Die Franzosen, die Belgier u. Niederländer, die ja schon seit dem 1 Oktober demonstrieren sie lehnen alle diese überzogenen Forderungen ab. Zudem istces ja noch nicht mal in allen Ländern gleich, jeder hat sein eigenes Süppchen die Franzosen haben andere Sperrfristen, die Niederländer noch die Degoration aber auch eine P Quote.... Eins ist aber sicher wir bekommen ALLE den gleichen Green Deal!! Dieses gegeneinander ausspielen das hat / muss ein Ende haben. Sogar Konrad Adenauer sagte: Man braucht sich vor nichts so zu fürchten, wie vor den Bauern wenn sie an einem Strang ziehen! Frau Klöckner ich denke sie haben versehentlich zwei Bälle auf dem Feld. Ich appelliere auch an Ihre Ehrlichkeit wie sie mit uns umgehen

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Der Druck auf Frau Glöckner wird größer sie bekommt den Bauernpöbel nicht in den Griff sie wird sich von Frau Merkel wieder was anhören müssen.Die Politik hat uns vom ersten Tag an nicht ernst genommen, sie haben uns nur belächelt nun kommen wir über sie es wird nicht aufhören.

von Willy Toft

Die Ministerin hat es so langsam begriffen, das man mit Bullerbü nicht weiter kommt!

Die Erwartungshaltung ist bei uns nach wie vor groß, denn bei der Umsetzung der ganzen "A- Pakete" mit der anvisierten DüV stehen viele Betriebe auf dem Spiel, Existenzen, die weit in den Vor- und Nachgelagerten Bereich reinwirken! Jeder Betrieb sorgt dafür, dass weitere 10 Personen in Arbeit sind, das dürfen wir nicht vergessen, wenn wir durch Regierungswillen, zu einer Auslagerung der landwirtschaftlichen Produktion kommen!

von Hans Spießl

Bauern werden abgewickelt

Großbritanien wird als Nettozahler wegfallen davon hört man nix wie sich das dann negativ auswirken wird. Nebenher sollten die Reste von Yugoslawien Serien etc.... das damals von unseren Grünen Fischer und den Roten Scharping unter Schröder mit abgereicherten Uran zerbombt wurde, in die EU. Was da an erneuten Kürzungen kommen wird dazu herrscht Schweigen derzeit........

von Hans Spießl

Bauern werden Abgewickelt

und die Klöckner ist der Handlanger dessen ist sie sich auch bewusst. Es wurde ihr auch zu ihrem Amtsantritt so beigebracht, davon bin ich fest überzeugt wenn ich an die Worte des politischen Unterhändlers denke der für die Union tätig ist, immer noch ist.

von Hermann Kamm

es hilft nur eins wenn die Politik

nicht einlenkt, nur gemeinsam sind wir stark und vielleicht würde ein 3 - 4 Wochenstreik eine ganz andere Lösung für uns Landwirte bringen?

von Manfred Hoffie

Wir müssen ehrlich bleiben ...

Wir müssen ehrlich werden .... wäre ehrlicher, also ehrlich.

von Kirsten Wosnitza

Weiter so

Nichts anderes ist aus dem Artikel uu lesen. Bleibt zu hoffen, dass die Ministerin im original mehr gesagt hat.

von Volker Widmaier

Hat Frau Klöckner überhaupt den Ball in der Hand ?

Momentan sehe ich nicht das die Bundesregierung bereit ist von Ihren Forderungen zurück zu treten. Sie wird mit Ihrer Kollegin wegen der Messstellen reden.... wenn man was ändern wollte was sicher nötig wäre, hätte das schon in die Wege geleitet sein können. Wir geben Milliarden für Zuwanderung, Banken, Urlaub und Auto Industrie aus aber unser Abwassernetz das zum grössten Teil überaltert ist und für unsere Bauern bleibt kein Geld, ausser den Subventionsalmosen die mit 1000 Auflagen versehen sind um die Bauern jeden Tag mehr von der eigentlichen Arbeit ab zu halten.

von Hans-Peter Mahler

Klöckner wörtlich: „Ich würde auch irre werden, wenn ich Landwirte wäre.“

Wem haben wir das denn zu verdanken!? Sie haben durch Dummheit oder Unwissenheit eine ganze Branche an den Pranger der Inquisition gestellt! Nun dürfen alle auf uns eintreten wie sie Lustig sind! (Politik Medien NGO`s und das gemeine Volk) Danke! Entweder wollen sie es nicht verstehen oder sie haben die Krankheit "Merkelhörig" Denn alle die nicht Merkel pariert haben sind irgendwie verschwunden!

von Wilhelm Grimm

Der Ball liegt bei der Politik, nicht bei den Landwirten.

Mit der brauchen wir nicht mehr zu reden. "Es ist einfach zu sagen.wogegen man ist" und beschwert sich über diffuse Antworten aus der Landwirtschaft .Da fangen sie doch mal an, ehrliche Messstellenergebnisse zu liefern. Nicht mal dazu sind sie in der Lage, das ist nur noch peinlich. Oder leben wir in einem korrupten Staat? Und eine Düngeverordnung mag für die Ministerin ein Freundschaftsspiel sein, für Landwirte und ihre Familien geht es um den Klassenerhalt. Die Politik schießt Eigentore und will diese auf das falsche Konto schreiben und dann wirft die Ministerin den Landwirten vor, keine Ahnung von den anerkannten Regeln der Landwirtschaft zu haben, nämlich der Anwendung der guten landwirtschaftlichen Praxis Nur das fordern wir. Geht es noch verruchter ?

von Heinrich Roettger

Wofür ist eigentlich Ihr Ministerium da??

Jetzt sollen die Bauern im Ehrenamt die Arbeit des Ministeriums machen.? Nein Frau Klöckner , Sie sind die Spielführerin der " Deutschen Mannschaft" und haben dafür ein kostspieliges Expertenteam zur Lösung dieser Augabe vom Wähler und Steuerzahler an die Seite gestellt bekommen. Tun Die Ihre Arbeit oder machen Die den Platz frei!

von Rudolf Rößle

70 %

Ertragssteigerung war mal ein rhetorischer Witz. Diese 70% bei aktuellen Weltmarktpreisen oder 300% Preisaufschlägen, da wir ja unsere Böden überstrapazieren würden. Das Umweltministerium wird dann wohl mundtot gemacht.

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Leider geht es nicht um ein Ballspiel

Frau Klöckner. Ich glaube Sie wissen nicht, dass Sie mit vielen Existenzen spielen. Aber vielleicht sind Ihnen unsere Kinder und Enkel einmal dankbar dafür, dass Sie, Frau Klöckner unseren potenziellen Hofnachfolgern die Lust am Übernehmen genommen haben.

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