Niedersachsen

Ministerin Otte-Kinast feuert ihren Staatssekretär Beckedorf

Prof. Ludwig Theuvsen soll Rainer Beckedorf ablösen. Was steckt hinter der Personalrochade?

An der Spitze des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird es einen Wechsel geben. Neuer Staatssekretär in dem von Ministerin Barbara Otte-Kinast geführten Ressort soll Professor Dr. Ludwig Theuvsen werden. Er löst Rainer Beckedorf ab.

Der Göttinger Agrarökonom Ludwig Theuvsen (56) ist bereits seit Mai 2018 als Abteilungsleiter für den Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit im Ministerium tätig. „Es wird seine Aufgabe sein, die großen Weichenstellungen, die vor allen Dingen mit dem Umwälzungsprozess in der Landwirtschaft verbunden sind, vorzunehmen", sagte Otte-Kinast.

Die Ministerin dankte Rainer Beckedorf für seinen langjährigen Einsatz im Dienste des Landwirtschaftsministeriums. Das Kabinett muss der Neubesetzung noch zustimmen.

Unruhige Zeiten im Ministerium

Die Personalentscheidung fällt in eine für das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium unruhige Zeit. Erst am Freitag musste sich die Ministerin einer Fragerunde im Landtag zum Rechnungsdebakel der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) stellen, deren Aufsichtsratsvorsitzende sie ist. Im Kern ging es um zwei Fragen: Warum verlangt die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) von Landwirten für Planungsarbeiten Hunderttausende von Euros nach – rund drei Jahre nachdem diese ihre Abschlussrechnungen beglichen haben? Und warum – trotz geringer Erfolgsaussichten – verklagt die NLG die Landwirte?

Auffällig: Beckedorf war bis Mitte 2018 im Aufsichtsrat der NLG und möglicherweise für die Klagen der NLG gegen die Landwirte mitverantwortlich. Allerdings gab es bereits länger Kritik an dem Staatssekretär. Er sei verantwortlich für Abstimmungsprobleme mit dem Umweltministerium und habe falsche Personalentscheidungen gefällt.

Alle Infos zu dem Fall können Sie hier nachlesen: top agrar-Recherchen beschäftigen Landtag in Niedersachsen

Die Redaktion empfiehlt

Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) fordert von Landwirten für Planungsarbeiten Hunderttausende von Euros nach – rund drei Jahre nachdem diese ihre Abschlussrechnungen beglichen haben.


Diskussionen zum Artikel

von Uwe Lamparter

"Bauernopfer"

Gerade noch einen "Schuldigen" gefunden, um die eigene Haut zu retten. (Frau Otte-Kinast)

von Diedrich Stroman

Staatssekretär muß gehen!

So läuft's in der Republik Verantwortung für das Tun und handeln, wenns zum Schwur kommt, tritt man ab und die Katastrophe nimmt man mit, Verursacher Prinzip in der Republik, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan! Das Gehalt läuft weiter!!

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