Nachwuchsjournalisten zu Besuch bei Landwirten

Wie ticken Landwirte, wie unterscheidet sich der ökologische vom konventionellen Landbau und wie sieht ein Schweinestall von innen aus? In den vergangenen Tagen konnten 16 angehende Journalisten der Deutschen Journalistenschule in München (DJS) Landluft schnuppern und sich auf westfälischen Höfen umschauen.

Wie ticken Landwirte, wie unterscheidet sich der ökologische vom konventionellen Landbau und wie sieht ein Schweinestall von innen aus? In den vergangenen Tagen konnten 16 angehende Journalisten der Deutschen Journalistenschule in München (DJS) Landluft schnuppern und sich auf westfälischen Höfen umschauen. Die Stiftung des Landwirtschaftsverlags in Münster hatte bereits zum vierten Mal dazu eingeladen.
 

Seit 1949 haben mehr als 2000 junge Menschen die Ausbildung an der DJS absolviert, darunter bekannte Journalisten wie die TV-Moderatoren Sandra Maischberger, Christine Westermann oder Günther Jauch. Genau wie die drei früheren Absolventen der Deutschen Journalistenschule möchten auch die Teilnehmer des aktuellen Jahrgangs nach ihrer zweijährigen Ausbildung Beiträge für große Medienhäuser und Sender, wie der Süddeutschen, ZDF, ARD und Co. produzieren. An landwirtschaftlichen Themen werden sie in ihrer Berufslaufbahn nicht vorbeikommen. Immer häufiger werden in den Publikumsmedien Sachverhalte aus der Grünen Branche aufgegriffen.
 

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Junglandwirt Elmar Lintel-Höping erklärt den Studenten die Futterration. (Bildquelle: Lenfers)

Neben dem Kennenlernen des Verlages und dem Austausch mit den Fachredakteuren von top agrar, profi und dem Wochenblatt standen am Donnerstag Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben auf dem Programm. Aufgeteilt in vier Kleingruppen lernten die Jungjournalisten verschiedene Facetten der Landwirtschaft kennen. Unter anderem besuchten sie Rinder- und Schweinebetriebe in Westfalen, die Fachschule in Münster-Wolbeck und das Landtechnikunternehmen Amazone in Hasbergen.

Beeindruckt von der Offenheit der Landwirte

Auf dem Milchviehbetrieb war beispielsweise das Eis nach einer kurzen Betriebsvorstellung des jungen Milchviehhalters gebrochen. Schnell entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch mit den Jungjournalisten. Von über „Wie alt kann eine Kuh werden?“ bis hin zu „Wie stehen Sie zum aktuellen `Stalleinbruchbescheid´?“, fragten sie interessiert den Landwirt aus. Kritische Themen wurden nicht ausgespart: "Gehören Kühe nicht eigentlich auf die Weide?“ und „Warum werden die Kälber direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt?". Die Nachwuchsjournalisten zeigten sich insgesamt begeistert von den neuen Eindrücken und der Offenheit der Landwirte.
 
Gemeinsame Exkursionen der Gruppe führten zur AGRAVIS Raiffeisen AG und der Superbiomarkt  AG  in Münster sowie zum Hof der Familie Selhorst in Ascheberg. Vor dem Herdfeuer der Familie tauschten sich die Journalisten über das Leben auf dem Land und die Perspektiven der Landwirtschaft aus.