Neue Studie: Haben Käufer von Biolebensmitteln seltener Krebs?

Eine neue Studie aus Frankreich soll belegen, dass Kunden von Biolebensmitteln seltener Krebs bekommen als Verbraucher, die konventionelle Lebensmittel verzehren. Es sei aber noch zu klären, ob diese Ergebnisse reproduziert werden können und auf welchem Wege Bio-Lebensmittel vor Krebs schützen könnten.

Eine neue Studie aus Frankreich soll belegen, dass Kunden von Biolebensmitteln seltener Krebs bekommen als Verbraucher, die konventionelle Lebensmittel verzehren. Wie die HealthCom GmbH auf ihrer Seite „DeutschesGesundheitsPortal“ schreibt, sei aber noch zu klären, ob diese Ergebnisse in weiteren Studien reproduzierbar sind und auf welchem Wege Bio-Lebensmittel vor Krebs schützen könnten. Die Autoren vermuten, dass es mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zusammenhängen könnte.

Laut den französischen Verfassern der Studie würden Bio-Lebensmittel nachhaltiger produziert, schonten die Umwelt und führten zu einer geringeren Schadstoffbelastung des Menschen. Laut DeutschesGesundheitsPortal liege auch die Vermutung nahe, dass sie gesünder als konventionell produzierte Lebensmittel sind. Die Autoren müssen aber selbst eingestehen, dass die bisherige Studienlage noch nicht ausreicht, um diese Vermutung zu bestätigen.

An der Studie sollen 68.946 Personen teilgenommen haben. Sie machten zu 16 Produkten Angaben dazu, ob sie diese meistens, manchmal oder nie in Bio-Qualität verzehren. Die Wissenschaftler bestimmten dann einen Punktewert, mit dem sie die Teilnehmer je nach ihrem Verzehr von Bio-Lebensmitteln in vier verschiedene Gruppen einteilen konnten. Die Höchstpunktzahl von 32 Punkten wurde erreicht, wenn ein Teilnehmer alle 16 Produkte meistens in Bio-Qualität aß.

Alle Studienteilnehmer waren zu Beginn nicht an Krebs erkrankt. Die Teilnehmer wurden dann über 7 Jahre lang (von Mai 2009 bis November 2016) beobachtet. In dieser Zeit erkrankten 1.340 der 68.946 Personen an Krebs. Zu den häufigsten Krebserkrankungen zählten Brustkrebs (459 Fälle), Prostatakrebs (180 Fälle), Hautkrebs (135 Fälle), Darmkrebs (99 Fälle), Non-Hodgkin-Lymphome (47 Fälle) und andere Lymphome (15 Fälle).

Zu beachten sei allerdings, dass die Studienteilnehmer sich freiwillig gemeldet hatten – denkbar sei daher, dass die Teilnehmer besonders gesundheitsbewusst waren, was eine Verallgemeinerung der Ergebnisse erschwert, heißt es weiter. Außerdem sei auch bei konventionellen Lebensmitteln die Pestizidbelastung nur gering, sodass zu klären ist, ob ein Schutz von Bio-Lebensmitteln tatsächlich auf einer noch niedrigeren Pestizidbelastung beruhen kann.

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