Gut Havichhorst/Münster

Hubertus Beringmeier ist neuer WLV-Präsident

Der WLV hat heute aus drei Kandidaten seinen neuen Präsidenten gewählt.

Hubertus Beringmeier aus Hövelhof-Espeln ist neuer Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV). Die Delegierten wählen den 58-Jährigen am Montag bei der 161. - nicht öffentlichen - Sitzung des Landesverbandsausschusses auf Gut Havichhorst bei Münster im zweiten Wahlgang mit 57 von 105 abgegebenen Stimmen. Er tritt die Nachfolge von Johannes Röring an, der sich nicht erneut zur Wahl stellte.

Beringmeier erhielt neun Stimmen mehr als Susanne Schulze Bockeloh (Münster). Der dritte Bewerber, Joachim Pehle (Erwitte), war nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden.

Die Wahl

Die Wahl erfolgte schriftlich und geheim. 106 Stimmberechtigte waren vor Ort. Im ersten Wahlgang gab es 105 gültige Stimmen, 18 erhielt Pehle, 38 Schulze Bockeloh und 49 Beringmeier. In der anschließenden Stichwahl erhielt Schulze Bockeloh 48 Stimmen und Beringmeier 57.

Der neue Präsident dankte seinen Mitkandidaten und nahm die Wahl an. In seiner Rede vor der Wahl hatte Beringmeier den Schwerpunkt auf die Bedeutung der Veredelung in Westfalen-Lippe gelegt. Seine Schwerpunkte:

  • Keine Ehrenämter außerhalb der Landwirtschaft
  • Bündeln von Haupt- und Ehrenamt
  • Verbesserte Transparenz
  • Zukunft: Aktiv die Jugend einbinden
  • Öffentlichkeitsarbeit für gesellschaftliche Akzeptanz

Zur Person

Hubertus Beringmeier (58) ist seit 2015 Bezirksverbandsvorsitzender von Ostwestfalen-Lippe, seit 2009 Paderborner Kreisverbandsvorsitzender und war von 2000 bis 2015 Ortsverbandsvorsitzender. Er bewirtschaftet einen Hof mit Schweinehaltung und Ackerbau in Hövelhof-Espeln. Er ist verheiratet mit Ehefrau Christiane, sie haben drei erwachsene Kinder. Sein ältester Sohn Michael (31) bewirtschaftet mit ihm den Betrieb. Seine Hobbys sind Radfahren und die Geflügelzucht (Tauben und Hühner), vor allem Wassergeflügel (Gänse und Enten).

Position

Vor einigen Wochen erklärte Beringmeier laut Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben, die grüne Berufssparte stehe derzeit vor großen Herausforderungen. „Wir Bauern müssen in veränderten Zeiten gemeinsam nach Lösungen suchen, unsere Position in der Öffentlichkeit mehr verdeutlichen und dabei Verbündete suchen“. Landwirtschaftliche Interessen vorzutragen und mitzuwirken, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein Wirtschaften auf unseren Höfen jetzt und auch in Zukunft möglich machen, sind ihm ein großes Anliegen.

Große Sorgen bereitet das Agrarpaket, das Anfang September Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) als Entwurf vorgestellt hatten. „Dieses Gesetzespaket ist praxisfern und für unsere heimischen Bauernfamilien weder akzeptabel noch hinnehmbar“, kritisierte Beringmeier. Es mache die Bauern handlungsunfähig. Das Paket sei reiner politischer Aktionismus. Das Agrarpaket schwäche die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Höfe und sorge langfristig dafür, dass die Landwirtschaft in Deutschland nicht mehr möglich sei.

Das Westfalen-Blatt hatte Beringmeier kürzlich besucht:

„Nicht gut fürs Image“

Röring erhält die Schorlemer-Plakette in Gold

Nach der Wahl sprach DBV-Präsident Joachim Rukwied seine Glückwünsche aus. Dem scheidenen Bauernpräsidenten Johannes Röring verlieh er dann die Schorlemer-Plakette in Gold. Als Meilensteine der Arbeit Rörings hob er hervor:

  • Gründung der Initiative Tierwohl
  • Schaffung des Studiengangs Agrarkommunikation an der Hochschule Osnabrück
  • Gründung Tierseuchenvorsorgegesellschaft
  • Gründung Wildseuchenvorsorgegesellschaft
  • Havichhorster Erklärung
  • WLV-Offensive Nachhaltigkeit
  • Landwirtschaft schafft leben GmbH für Imagearbeit von Bauern für Bauern
  • WLV-Uganda-Projekt

Joachim Rukwied

Joachim Rukwied am Montag in Münster (Bildquelle: Höner)

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