Verbände

Niedersächsischer Weg: LsV fehlt Einbindung der betroffenen Land- und Forstwirte

DFUV, AfL Niedersachsen und der LsV fordern die Landesregierung auf, Betroffene bei der Entwicklung des Niedersächsischen Weges einzubinden.

Der „Niedersächsischen Weg“ enthalte gesetzlich verpflichtende Maßnahmen für die Landwirtschaft. Die Landesregierung kündigte dazu entsprechende Entschädigungszahlungen für die Landwirte an. Hier befürchten der Deutsche Forstunternehmerverband (DFUV) e.V., die Arbeitsgemeinschaft forstwirtschaftlicher Lohnunternehmer (AfL) Niedersachsen e.V. und Land schafft Verbindung (LsV) e.V., dass diese Subventionen dann als unzulässig gelten, da sie für verpflichtende Maßnahmen gezahlt werden sollen.

Beschlüsse der Landesregierung kollidieren

Ebenfalls sind den Organisationen die Vorgaben für die Forstwirtschaft ein Dorn im Auge. Diese würden fachgerechte Bewirtschaftung landeseigener Wälder weiter einschränken. In einer erst kürzlich verabschiedeten „Holzbauoffensive“ hatte der niedersächsische Landtag noch darauf plädiert den Holzbau auszuweiten und dadurch zum Klimaschutz beizutragen. Hier fragen sich die Verbände, wie das zusammen passt.

Mit ihren Fragen und Bedenken wenden sich die drei Organisationen direkt an Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. Sie fordern die Landesregierung auf, gegenüber Betroffenen mit offenen Karten zu spielen. Ein „Niedersächsischer Weg“ solle diesen Namen auch verdienen, indem auf Augenhöhe und mit Einbindung aller Beteiligten verhandelt werde, so die Sprecher der Organisationen.

Existenzen im ländlichen Raum gefährdet

Am vergangenen Montag trafen sich der DFUV, die AfL und der LsV in Hannover zu einem konstruktiven Gespräch. Dabei wurden neue Verbindungen geknüpft, um dem ländlichen Raum mit seinen dort leben und arbeitenden Menschen wieder eine stärkere Stimme zu geben, heißt es in einer Pressemeldung der drei Verbände.

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Olaf Lies plant, dass der Niedersächsische Weg jetzt im September beschlossen und im Januar in Kraft treten kann. Das parallel stattfindende Volksbegehren des Nabu hält er dabei für ungünstig.